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Leselupe.de > Feste Formen
Zähne (Monolog in Sonettform)
Eingestellt am 17. 11. 2006 12:16


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JoteS
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Zähne

Bin teils aus Stahl und teils aus hartem Holz geschnitzt
Und dennoch bin ich meistens doch recht fügsam
Bin wo es sein muss glatt und ziemlich biegsam
Wo nötig aber scharf und reichlich zugespitzt

Wenn man bei mir nicht aufpasst ist man schnell verletzt
Die Wunden die ich reisse bluten lange
Wen ich verletze, dem wird meist recht bange
Ich hab den Menschen manchen bösen Schmiss versetzt

Dort wo es wurmt, da braucht man meine Zähne
Der scharfe Schnitt ist meine Haupt-Domäne
Man sagt, dass diese Kunst mir trefflich läge

Glaub nicht, dass ich mich deshalb besser wähne
Auch wenn nach Anerkennung ich mich sehne
Bin ich doch nur 'ne kleine Baumschnitt-Säge

__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Ecki
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Grüß dich, JoteS. Ich habe dein Gedicht gelesen, immer wieder auf deinen Namen geschaut.Tatsache: der Jürgen hat es geschrieben. Ganz ohne perverser Nuance, einfach schön durchdacht, witzig wie ein guter Dichter. Ein tolles Sonett. Hochachtung

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JoteS
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Hallo Ecki

Da will ich mal nicht widersprechen.... . Nicht nur Du passt in keine Schublade.

LG

Jürgen

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JoteS
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...ach ja: Das Gedicht kann als Selbst- aber auch als Gesellschaftskritik (man denke dabei an Management) gelesen werden. Ich hoffe, man kommt auch ohne diese Zeilen drauf.
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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Law
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@ Jote,

ich hoffe es scheint nicht als des Neiders Kritik.

ich finde den Vergleich zu einem "Haifisch des Managements" oder auch zum Beispiel für einen "Sanierer" sehr treffend.
Gefällt mir gut, die Baumschnittsäge ist dann also gedacht als der Clou, das man zunächst den leser in einer anderen Richtung brachte?

Die Kritik von mir bezieht sich auf die Punkte:

quote:
Bin teils aus Stahl ]und teils aus harten Holz geschnitzt
Und dennoch bin ich meistens doch recht fügsam
Bin wo es sein muss glatt und ziemlich biegsam
Wo nötig aber scharf und reichlich zugespitzt

hier fallen mir die und`s auf. Die erste Zeile könnte durch das weggelassene und (oder ersaetzt durch "wie")eingekürzt in der Länge harmonischer sein?

Und der letzte Absatz reimt sich nicht, oder? Oder ist das bei einem Sonett so? (Law kennt kein Sonett)

Gruß
Law

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JoteS
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Hallo Law

Deine "technische" Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Die vier "und" sind nicht das Resultat sprachlicher Phantasielosigkeit sondern ein bewusst eingesetztes Stilmittel; der Reim "wähne" auf "sehne" in der zweiten Terzine ist zwar theoretisch nicht ganz sauber, stört aber meines Erachtens überhaupt nicht (da würde mir wohl selbst Goethe zustimmen - der sah das nämlich auch nicht so eng).

Du hast mich an anderer Stelle gebeten, mein eigenes Werk zu kritisieren. Dort habe ich mir eine 5 gegeben. Hier gäbe ich mir selbst (mindestens) eine 9. Ich wüsste nämlich nicht, was es zu verbessern gäbe.
Das Ding ist für ein Sonett überaus flüssig, der dramaturgische Aufbau ist schlichtweg perfekt und eine solche Idee hat man wirklich nicht alle Tage.

Dein Sätzchen bezüglich des Neids hinterlässt tatsächlich den unguten Eindruck, dass Du zunächst durchaus (zu Recht) beeindruckt warst und dann das Haar in der Suppe gesucht und scheinbar auch gefunden hast. Das hat man nun davon, wenn man so ein überheblicher Sack wie ich ist.....

Leicht beleidigt....

Jürgen

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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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