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Leselupe.de > Kurzprosa
Zaungasts Adventskalender, Zehntes Kläppchen
Eingestellt am 10. 12. 2006 09:36


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Zaunkönig
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Zehntes Kläppchen

‚Schau an, ein Zettel’, denkt sich Kommissar Zaungast. Er liest: „Lieber Herr Kommissar, einige Erwachsene und auch einige meiner Freundinnen sagen: es gibt keinen Weihnachtsmann. Stimmt das? Liebe Weihnachtsgrüße, Mary.“

Zaungast wundert sich, macht das Wort ‚Lieber’ mit schwarzem Filzstift unkenntlich und schreibt seinerseits auf ein Blatt Papier:

„Liebe Mary, aber natürlich gibt es einen Weihnachtsmann. An den folgenden Eigenschaften kannst Du ihn erkennen. Er rülpst, popelt sich den Schleim aus der Nase, er stinkt, läßt am Frühstückstisch ungeniert seine Winde streichen, während er seine Blicke begehrlich über Deinen jungen Körper gleiten läßt. Er ist ein Klugscheißer und Besserwisser, ein Schmutzfink, wie er im Buche steht, häßlich und haarig, er nuckelt entweder an der Bierflasche oder an der Zigarette. Er ist ein Lügenbaron und ein Untugendbold. Er schnarcht beim Schlafen und schmatzt beim Essen, und hinterher stochert er sich die Essensreste aus den Zähnen, und wenn gerade niemand hinschaut, spuckt er sie einfach auf den Boden. Er hat Schweißfüße und Mund- und Achselgeruch, pinkelt an jeden Baum wie ein Hund. Und obwohl er Dein Vater ist, sind seine Gelüste, auch oder gerade was Dich betrifft, die eines Katers. Die Frage ist nur, ob er Dich als seine Mieze oder als sein Mäuschen ansieht. Väter der ersteren Kategorie landen gewöhnlich bei meinen Kolleginnen und Kollegen von der Sitte, die der zweiten Kategorie landen direkt bei der Mordkommission, bei mir, Kommissar Zaungast. Ja, liebe Mary, du siehst, es gibt einen Weihnachtsmann, ja, es gibt viele, viel zu viele von diesen Weihnachtsmännern.

P.S.: Es kann aber auch Dein Opa, Dein Lehrer oder der Herr Pastor sein. Schöne Bescherung!

Kommissar Zaungast.

__________________
Werner Fletcher

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