Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92241
Momentan online:
94 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Zeichen an der Stirn
Eingestellt am 10. 12. 2004 18:18


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
hwg
???
Registriert: Dec 2003

Werke: 53
Kommentare: 42
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um hwg eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Weil am vergangenen Sonntag um Mitternacht der Geburtstag meines Freundes begann, ging ich zum K├╝hlschrank und entnahm eine Sektflasche, die ich wenige Schritte lang trug, dann unverz├╝glich auf den Tisch stellte, um den Haltedraht zu l├Âsen. Ich kam aber nicht mehr dazu, den Draht abzunehmen, denn unmittelbar nach dem L├Âsen flog mit dumpfem Knall der Stoppel aus dem Hals.

Da ich in dem Moment gerade nachsehen wollte, warum das mit dem verflixten Draht nicht funktioniert hatte, knallte mir das Geschoss gegen die Stirn, wurde dort abgelenkt und jagte zur Zimmerdecke, wobei die Lampe unbesch├Ądigt blieb.
Im Schreck lie├č ich die Flasche los, die zwar auf dem Tisch verblieb, jedoch einen betr├Ąchtlichen Teil ihres Inhalts auf das Tischtuch abgab.

Nat├╝rlich wusste ich einige Sekunden lang nicht, wo mich dieses Ding getroffen hatte, aber als ich die Augen wieder ├Âffnete, sah ich, wie der Freund aufsprang und sofort mein Gesicht untersuchte, ehe er die Flasche aufstellte.
Kurzum, ich trug eine merkw├╝rdig aussehende Beule und einen kleinen Hautriss davon.

Mir entstand so f├╝r ein paar Tage ein Zeichen an der Stirn, gut sichtbar, nach dessen Herkunft ich im Bekanntenkreis immerfort gefragt wurde. Die Bedeutung der belanglosen Verletzung interessierte alle erstaunlicherweise sehr.
Nach einigem Z├Âgern entschloss ich mich f├╝r die Wahrheit, die ich mehrmals ausf├╝hrlich schilderte.

Dass ich dabei stets ein bisschen l├Ącheln musste, ist, glaube ich, verst├Ąndlich. Es hat sich herausgestellt: Niemand glaubte mir die Geschichte, vielmehr wurde sie f├╝r eine Vertuschung gehalten, die ich angeblich herzustellen n├Âtig hatte.
Komisch, etliche unsichtbare Zeichen, die man mir im Laufe der Zeit an die Stirn geredet hat, die werden geglaubt und vorausgesetzt, wenn man mit mir umgeht...
__________________
-hwg-

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!