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Leselupe.de > Gereimtes
Zeige mir deinen Zaun.....
Eingestellt am 02. 03. 2002 21:33


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M├Â├čner, Bernhard
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Zaunbegriffe: Zaunk├Ânig, Zaunechse, Zaunwinde, Lattenzaun, Mauer, Steine, Tor, B├Ąume, Hecken, Mauerbl├╝mchen, Maschendraht, Rost, Ecken, Pfosten.

Zeige mir deinen Zaun und ich sage dir, wer du bist!
Mein t├Ąglicher Weg zum Arbeitsplatz f├╝hrt vorbei an einer Reihe eingez├Ąunter Villen im Stil eines vergangenen Jahrhunderts. Die H├Ąuser sind reichlich heruntergekommen, mit ausgetretenen steinernen Zugangswegen, die durch verwahrloste Vorg├Ąrten zur Eingangst├╝r hin f├╝hren.
Doch das Interessanteste an den H├Ąusern sind die Z├Ąune davor. Sie erz├Ąhlen noch etwas vom sozialen Status ihrer ehemaligen Besitzer! Einst pr├Ąchtige schmiedeeiserne Gitter
und Tore sind da zu sehen, versehen mit k├╝nstlerischen Rosetten, Wappen, mit Jahreszahlen, Ornamenten und Initialen, alle gehalten durch stabile, aus Erz gegossene oder aus Stein gehauene Pfosten. An J├Ąger- und Holzz├Ąunen mit einst kunstvoll zugeschnittenen Latten, sowie an genau eingepassten Maschendraht-Elementen und lebenden Z├Ąunen aus inzwischen verwilderten Hecken komme ich vorbei. Diese Z├Ąune umhegten und besch├╝tzten einmal den Wohlstand der ehemaligen Villenbesitzer, von dem kaum mehr ├╝brig blieb, als das von Rost angefressene Eisen, von Frost und Hitze gesprengte Mauern und Pfosten und halbverwittertes Holz.
Niemand scheint mehr zust├Ąndig f├╝r diese Z├Ąune, f├╝r einen Anstrich, f├╝r das Schneiden der Hecken, f├╝r abgefallene Latten oder gar f├╝r die Pflanzen in den dahinter versteckten Vorg├Ąrten. Es ist, als w├╝rde Dornr├Âschen dort weiterschlafen!
Meine neugierigen Blicke durchdringen die alten Zaunruinen, bahnen sich einen Weg durch entstandene L├Âcher und L├╝cken, wie die lautlos dahingleitenden Eidechsen und wie der winzige Zaunk├Ânig. Sie lassen sich nicht aufhalten von ├╝ppig wuchernden Nesseln und von den zartrosa bl├╝henen
Zaunwinden.
Bewundernswert scheinen mir die eher unscheinbaren, aber z├Ąhen Zaun- und Mauerbl├╝mchen, die sich auch unter einem
wild wachsenden Gestr├╝pp behaupten, so tapfer und mutig, wie einst die vergessenen Erbauer dieser verrottenden Villenreihe aus einem l├Ąngst vergangenen Jahrhundert.

In G├Ąrten, da wuchern Hecken
und Winden bl├╝hn r├Âtlich am Zaun,
gesch├╝tzt von Mauern und Ecken
da liegen die Echsen und schaun.
Der Wind weht heut lau aus S├╝dost,
er sch├╝ttelt die Bl├Ątter am Baum
und am Tor knirscht leise der Rost.




__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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Gegge
Guest
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Hallo Bernhard,

Na, da hast Du aber ziemlich vieles an deinem Text als ├╝berfl├╝ssig gek├╝rzt ;-)
und bist am Ende auf ein Gedicht gesto├čen.


Deinen Text h├Ątte ich wie folgt gek├╝rzt:
(hoffe in etwa das stehen gelassen zu haben worauf es DIR ankommt)

Die Z├Ąune hegen und sch├╝tzen nur noch halbherzig den Wohlstand ihrer Besitzer, von dem kaum mehr ├╝brig blieb, als rostiges Eisen, von Frost und Hitze gesprengte Mauern und Pfosten und modriges Holz.
Wie beherzt scheinen dagegen, die Zaun- und Mauerbl├╝mchen, die sich durch alle Zeit behaupten, so tapfer und mutig, wie einst die vergess'nen Erbauer dieser alten Villen einer vergangenen Epoche.


Als Gedicht jedoch happert es am Versma├č.
Ich w├╝rde in der ersten Zeile das "die" entfernen und an den Anfang der zweiten Zeile stellen.
Wenn Du dann noch in der dritten Zeile statt "hinter" das Wort "von" verwendest, hast Du durchgehend 8 Silben pro Zeile.

Gru├č Gegge

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M├Â├čner, Bernhard
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Danke Gegge,
man sollte sich mehr Zeit nehmen, gerade f├╝r Gereimtes. Ich hab zwischenzeitlich radiert.
-Bernhard-
__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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Haget
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Hallo Bernhard,
nach diesem Endergebnis - wer mag da noch seines ver├Âffentlichen?! (Ich liebe in solchem Falle das "?!" - ist aber ja wohl eigentlich "verboten"?!)

Aber: Bitte ein E-Mail mit erstem Text an mich. Ich glaube, ich h├Ątte anderes empfohlen als allerletzten Feinschliff. Danke.

Liebe Gr├╝├če
Hans-Georg
__________________

Haget w├╝nscht Dir Gutes!
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- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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Haget
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MoinMoin Bernhard,
danke f├╝r Dein E-Mail.

MoinMoin auch gegge!

Die ersten beiden Zeilen lauteten also:

In G├Ąrten, da wuchern die Hecken
und Winden bl├╝hn r├Âtlich am Zaun,

Mir missf├Ąllt an der ersten Zeile das r├╝ckbez├╝gliche DA, wie es oft vermeidbar verwendet wird, manchmal auch unvermeidbar. Aber empfinde nur ich es als unsch├Ân? Mein Tipp w├Ąre gewesen:
An G├Ąrten wuchern die Hecken
- Winden bl├╝hn r├Âtlich am Zaun,

Nat├╝rlich Ansichtssache. Aber ich w├╝sste gerne, ob nur mich alleine so r├╝ckbez├╝gliche W├Ârter st├Âren.

Gru├č
Hans-Georg


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M├Â├čner, Bernhard
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Versma├člich nicht ganz vollkommen
ist mein kurzes Zaungedicht,
daher wird es festgenommen
und kommt vor das Reimgericht!
Meine Bitte, strenge Richter:
Lasst die Silben wieder frei!
denn ein Urteil, meint der Dichter,
w├Ąre Erbsenz├Ąhlerei.
__________________
-Bernhard M├Â├čner-

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