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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Zeit
Eingestellt am 22. 02. 2007 16:10


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Elyn ver Sartell
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2007

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Zeit. Wenn man Zeit rein objektiv betrachtet, kommt man schnell an einen Punkt, an dem man sich entscheiden muss zwischen dem, was man selbst fĂĽhlt, und dem, was Zeit fĂĽr die Geschichte bedeutet. Man sieht Dinge, beispielsweise Wolken, die so langsam ĂĽber den Himmel ziehen, dass man es nicht mehr wahrzunehmen vermag. Zumindest nicht richtig, nicht auf eine Weise, die jeglichen Zweifel erĂĽbrigt.
Jene Wolken scheinen sich in derselben Geschwindigkeit zu bewegen, die auch mich bewegt. Dabei weiĂź ich sehr wohl, dass sie morgen nicht mehr an dem Ort sein werden, an dem ich sie heute sehen kann. Und ich weiĂź genau, dass es wahr ist: nichts ist ewig.
Kein Zustand währt länger als wenige Sekunden – Einflüsse der Umwelt verhindern es effizient. Kein Leben, so lange es auch erscheint, kein Stein oder Fels, so stark er auch wirkt, kann sich als gleich erhalten. Alles zerfällt. Mensch und Tier, Stein, Welle und Wolke.
Es tut nichts zur Sache, wo sie alle sich aufhalten; am Ende ist alles zeitlos und vergessen. Deutlicher als das Leben kann kein Exempel statuiert sein; wie schnell und Nerven zermürbend langsam mein Leben verstreicht – es kommt auf die Situationen an. Und wieder meldet mein Bedenken: Eigentlich verstreicht die Zeit trotzdem immer gleich schnell, oder langsam, je nachdem, wie man es sagen möchte. Je nachdem, ob man bereit ist, die ach so lange Zeit seines Lebens objektiv zu nehmen.

Wenn man nun aber von dem gleichen Menschenleben ausgeht... angenommen, ‚er’ lebt eben achtzig Jahre, oder auch mehr oder weniger – aber was ist das schon? Was ist das schon im Gegensatz zur Zeit? Es ist, als ob man versucht, im Laufe der Geschichte, der millionen, abermilliarden Jahre ein einziges Jahr auszugraben. Kann jemand ein millimetergroßes Sandkorn an einem Sandstrand von tausend Quadratmetern finden? Wer würde das versuchen? Genauso sinnlos kommt es mir vor, ein obiges Menschenleben aus der Geschichte zu picken.
Und nochmals mein auf Gerechtigkeit pochender Hinterkopf: Hat nicht jeder ein Recht darauf, unvergessen zu bleiben. Und dazu im Gegenteil: Hat nicht jeder auch das Recht, unerkannt zu bleiben?!
Fragen, die niemand zu beantworten versteht. Sollte jemand gegen diese Aussage Einspruch erheben – dann soll er es tun; ich glaube nicht daran. Zu viele sind schon gegangen, ohne dass man ihrer ansichtig wurde. Menschen in Zivilisationen, von denen ich nicht einmal das Zeitalter weiß. Im Laufe der Jahre wurde der Sand aus Menschenleben an die Küsten der Vergessenheit geschwemmt, an den Felsen des Verstandes abgeschürft, zerbrochen, von den Gezeiten der Vergangenheit überschwemmt und zuerst zu wankenden Steinbrocken, zu Sand, zu Atomen zerschlissen und zerstampft. Fakt: Am wirklichen Ende wird sich keiner mehr an diese Menschen erinnern, die früher lebten, an die Vorfahren der Menschen… denn wen interessiert das außer diese verrückten Forscher, die die Zeit in Angriff nehmen, um ihr Detail um Detail abzuringen, mit ihr zu kämpfen und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Details der Wahrheit, niemals den reinen, komplexen Zyklus, niemals die ganze Wahrheit.
Die Zeit ist wohl schon immer zeitlos gewesen… man wird sie wohl nie bezwingen können. Vielleicht ist das auch gut so. Der Mensch mit seinem Sinne für das Aufgeklärte und seiner Denkweise über das Genie, das in jedem innewohne – eines muss es doch geben, was er nie wird bezwingen können. Was wäre dazu besser geeignet als eine Zeit, die zeitlos ist?

(Auszug aus Cyndorn-Band 1) C.Z.
__________________
Die Zeit ist wie ein Wirbelsturm -
setzt man sich nicht darin fest,
reiĂźt sie einen unerbittlich mit sich fort.

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chrissieanne
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hallo elyn,

also,abgesehen davon, dass ich deiner abhandlung über das phänomen "zeit" nicht viel abgewinnen kann, finde ich, die normalerweise genervt ist von strenger "genreeinteilung", das dies nun wahrlich keine kurzgeschichte ist.

du wünscht dir kritik. aber da ist soviel in deinem text, was unschlüssig, banal, und sehr eigenbrillig (kein tippfehler) ist. was nicht gut ist, zumindest nicht für die form die du gewählt hast.

schon der erste satz. zeit kann man nicht objektiv betrachten. so wie man gar nichts objektiv betrachten kann. (meine meinung) und entscheiden muss man sich auch fĂĽr nichts. (meine brille) oder vielleicht doch, aber du bist nicht ĂĽberzeugend. dein text kommt pseudophilosophisch daher, und ist noch dazu konfus und nicht nachvollziehbar (fĂĽr mich).

zustände können sehr wohl länger als einige sekunden anhalten, wolken dagegen sind nicht erst morgen woanders, sondern in der nächsten sekunden. nur ein beispiel.

im grunde genommen verstehe ich deinen text gar nicht, bzw. die aussage dessen. wolken können, als beispiel, philosophisch gesehen vielleicht tatsächlich einen ganzen tag an einer stelle sehen und deiner philosophie zufolge dauern zustände veilleicht nur sekunden an, um bei diesem beispiel zu bleiben-
aber ich kann dem nicht folgen. und dem rest deines textes auch nicht.

und, ehrlich gesagt, bin ich zu faul, jede unstimmigkeit aufzuführen (die natürlich nur für mich unstimmig sind), und vielleicht ist es auch völlig unwichtig. ganz bestimmt sogar.
aber eins ist klar - dies ist keine kurzgeschichte.

(drauf rumreit)

nichts fĂĽr ungut
chrissieanne
__________________
Das Buch soll die Axt sein fĂĽr das gefrorene Meer in uns. (Franz Kafka)

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jon
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Da der Text nun bei den journalistischen Formen gelandet ist, wo er auch hingehört, sag ich mal was unter diesem Aspekt dazu:

Ich muss mich chrissieanne anschließen, ich weiß auch nicht, worauf das Ganze hinauslaufen soll. Es klingt nach dem, was ich als „Rumphilosophieren“ bezeichnen würde – um es wirklich philosophisch zu machen, fehlt eben jenes Ziel. Die Frage. Nicht, dass die schlüssig beantwortet sein müsste, aber ich würde schon gern wissen, wie sie lautet.

Es sind meiner Meinung nach einige Strukturfehler drin. Da scheint der Text zwar gut zu fließen, aber wenn man sich auf den Inhalt der Sätze einlässt, beginnt es plötzlich zu springen und zu hopsen. Z.B.:

Den Schwenk von „Zeit“ zu „Bedeutung eines Menschenlebens" versteh ich nicht ganz. Ok, ein Menschenleben "vergeht mit der Zeit", aber sagt das was über „Zeit“ aus?

Richtig gestört hat mich:

quote:
Hat nicht jeder ein Recht darauf, unvergessen zu bleiben. Und dazu im Gegenteil: Hat nicht jeder auch das Recht, unerkannt zu bleiben?!
Fragen, die niemand zu beantworten versteht. Sollte jemand gegen diese Aussage Einspruch erheben – dann soll er es tun; ich glaube nicht daran. Zu viele sind schon gegangen, ohne dass man ihrer ansichtig wurde.
Woran glaubst du nicht? Also der Weg ist so: "Diese Fragen kann niemand beantworten. Wenn jemand Einspruch erhebt, soll er es ruhig tun. Ich glaube nicht, dass – und hier mein Stolpern: – dass jemand Einspruch erhebt ODER dass jemand die Frage beantworten kann. In beiden Fällen wäre ich zudem schon interessiert, wie du darauf kommst. Denn ich zum Beispiel habe Antworten: Beide Rechte gibt es nicht, denn worauf bitte gründen sie und wie sollte denn das bewerkstelligt werden? Ich will aber nicht darüber reden, sondern damit zeigen, dass ich mich für fähig halte, Antworten zu geben, und nun von dir gern wüsste, warum ich es nicht bin. Oder warum ich – da ich mich für fähig halte – nicht Einspruch erheben sollte. Ohne diese Antwort hänge ich an dieser Stelle im Text fest.

Gestört hat mich auch:
quote:
denn wen interessiert das außer diese verrückten Forscher, die die Zeit in Angriff nehmen, um ihr Detail um Detail abzuringen, mit ihr zu kämpfen und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Details der Wahrheit, niemals den reinen, komplexen Zyklus, niemals die ganze Wahrheit.
Ich fürchte, hier vermischst du plötzlich Zeit mit Geschichte …

Zeit ist zeitlos? So wie "Äpfel sind apfellos.“? Versteh ich nicht …

Woher der Schwenk, dass man Zeit nie bezwingen kann – war vorher irgendwo die Rede davon, dass dies wünschenswert wäre? Und wie "bezwingen" – anhalten, umkehren oder einfach nur "verstehen", wie es die "verrückten Forscher" versuchen? Und warum muss es "eines" geben, "was er nie wird bezwingen können"? (Nicht, dass ich mir nicht Argumente vorstellen könnte, warum es so sein muss – aber welche schweben dir da grad so vor?)

Noch mal zusammengefasst: Die Worte klingen gut, es plätschtert munter dahin und erzeugt einen Sog, dem man sich leicht hingeben könnte – wenn nicht so viele Logik-Steine im Fluss liegen würden, an denen man sich dabei den Kopf stößt.
__________________
Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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