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Leselupe.de > Ungereimtes
Zeit
Eingestellt am 19. 10. 2008 20:15


Autor
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Joh
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2008

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.


Zeit


Ich habe Zeit
verloren
Tage zu Stunden
Minuten Sekunden
mit Zeigern zerhackt
dabei ist sie mir
abhanden gekommen

schrillt der Wecker gequ├Ąlt
um die vertane Nacht
f├╝lle ich hektisch
jeden neuen Tag
um mich nicht
zu verpassen

suche immer nach Zeit
und finde in
endloser Stundenschnur
keine Spur von ihr

Manchmal stehle ich sie
erbitte von Fremden Minuten
in denen ich um das trauere
was ich verloren hab

und pl├Âtzlich
bleibt sie stehen
und es beginnt
ewige Zeit



Johanna Pless
10.2008


.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
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Liebe Johanna,

wenn das Leben so hektisch ist, dass man keine M├Âglichkeit mehr findet, das Erlebte zu verarbeiten und sich auf diese Weise "selbst verpasst", oder wenn so vieles W├╝nschenswerte nicht wahr genommen werden kann, ist es ein gewaltiger Bruch, wenn pl├Âtzlich viel Zeit da ist, durch welche Umst├Ąnde auch immer.

Wie Du die Hektik in Deinen Text hineinbekommen hast, gef├Ąllt mir gut, und ich w├╝rde nichts k├╝rzen, weil hier eine gewisse Atemlosigkeit ausgedr├╝ckt ist.

Der Schluss kann Zweierlei bedeuten. 1. das durch den Tod ein anderes Empfinden von Zeit aufkommt und 2. dass jemand aus dem Berufsleben ausscheidet und dadurch endlich Herr ├╝ber seine zeitlichen Pl├Ąne wird.

Letzteres ist nicht einfach, weil dieses Gef├╝hl von Etwas-tun-m├╝ssen nur allm├Ąhlich entschwindet.

Ich finde es gut, dass dem Leser ├╝berlassen bleibt, wie er sich den Schluss interpretieren m├Âchte. Ich pers├Ânlich neige zu Punkt 2.

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Joh
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2008

Werke: 58
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Danke Vera-Lena - und auch f├╝r die intensive Besch├Ąftigung mit dem Text, Deine Interpretation trifft es genau auf den Punkt.

Ich habe das Ende bewu├čt offen gelassen, denn es gibt meines Erachtens immer die Wahl sich zu besinnen, ergreift man sie zu sp├Ąt, steht man ebenfalls vor der Unendlichkeit.

liebe Gr├╝├če, Johanna

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