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Leselupe.de > Ungereimtes
Zeiten (gelöscht)
Eingestellt am 06. 03. 2012 17:17


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whateverhappened
Hobbydichter
Registriert: Nov 2011

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AchterZwerg
Guest
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Recht gutes Teilchen, finde ich.
Einige Verse sind redundant, zudem könntest du über die Umbrüche nachdenken. Mein Vorschlag:

quote:
früher war sie
ein sicherer halt im raum
dann schenktest du mir die zeit

um sie zum stillstand
zu bewegen
drehen wir uns nun im kreis
pirouettengleich
als ob auch erstarrte momente
nicht vergehen
und wir machtvoll
der zukunft unterlegen sind

allerdings liebe ich
dein gesicht in schräglage
mit schlaf in den augen

jetzt
Mir ist deine zeitweilige Großschreibung nicht nachvollziehbar. Oder bist du vielleicht Legastheniker (ist jetzt keine Häme)?
Liebe Grüße
der 8. Zwerg

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
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Wahrscheinlich, liebe/r/s whateverhappened,

geht´s nur wieder mir so, aber ich versteh es nicht und ich mag es nicht, Rätsel lösen zu müssen, wenn ich Gedichte lese.

Das heißt nicht, dass ich alle Gedichte verstehen muss, die ich lese. Diejenigen, die in mir eine Stimmung oder ein Gefühl bewirken, verstehe ich eben mit "dem Herzen" (womit alles in mir gemeint ist, das nicht der Herstellung von Logik und der Auswertung gesammelten Wissens dient).

Aber konstruierte Widersprüche, wie:

um die Zeit zum stillstand
zu bewegen drehen wir uns nun im kreis
pirouettengleich


sagen mir eben nichts und bewirken auch keine Gefühle.

Etwas zum Stillstand zu bewegen ist übrigens eine nette, kleine Stilblüte (in diesem Fall wahrscheinlich ungewollt, sonst würde es mir gefallen haben).

Auf die gleiche Weise planmäßig konstruiert wirken auch die folgenden Zeilen auf mich:

als ob auch erstarrte momente nicht vergehen
(natürlich vergehen sie nicht, die erstarrten Momente)

und wir machtvoll der Zukunft unterlegen sind
(natürlich unterliegt man in Machtlosigkeit)

Es mag intellektuell reizvoll sein, derlei zu konstruieren, aber mir sagt es nichts.

Das alles soll nun nicht heißen, dass Gedichte nicht konstruiert werden dürfen und es heißt auch nicht, dass ich Deinem Werk nichts abgewinnen kann. Es ist nur eben weniger, als Du geschrieben hast. Um es auf den Punkt zu bringen: ich sehe hier ein schönes, kleines, anmutiges Werk, das nicht gefunden wird, weil es ganz unnötig von komplizierten Konstruktionen verdeckt ist, die es nicht stützen. Es geht so:

allerdings liebe ich
Dein gesicht in schräglage
mit schlaf in den augen
jetzt


Da ist es plötzlich ein Liebesgedicht.

So sehe ich es.

Grüße
gareth

__________________
Wie hässlich ist ein schräges Treiben,
da lob ich mir mein träges Schreiben.

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Lb. Gareth,

das geht nicht nur Dir so. Der Text ist zu gewollt anders und außerdem mit Redundanzen gespickt, bei denen die Formulierung vor der Bildvermittlung steht. AchterZwerg hat dankenswerte Kürzungsvorschläge unterbreitet, die aber das Problem des Texts nicht ganz wegnehmen können.

Man kann einen Text so vollblasen mit Bedeutungsschwere, die Bilder so inhaltsschwanger aufladen, daß am Ende die eigentliche Aussage verschwindet:

quote:
allerdings liebe ich
Dein gesicht in schräglage
mit schlaf in den augen
jetzt
Das ist ganz starke Sprache und will fast entschädigen für das Leid, das ihr zuvor mit soviel Gewalt zugefügt wurde, aber eben leider nur fast.

LG W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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wirena
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Anmerkung zu Zitat von gareth: "Es mag intellektuell reizvoll sein, derlei zu konstruieren, aber mir sagt es nichts"

...sorry, wenn ich mich einmische, doch mir scheint da nichts konstruiert zu sein - wenn Zeit nicht linear verläuft, kann sie, so mein empfinden, durchaus auch als spirale resp. Pirouette erlebt werden.. was ist zeit? m.E. ein subjektives Erleben - ich und Ihr sicher auch - kennen Stunden, die im Fluge verfliegen und solche, die dahin schleichen - Uhren könnten durchaus lediglich Instrumente sein, die die Zeit "einfrieren"/messen für die Kollektive Übereinkunft - doch auch da - je nach dem halt - messen sie unterschiedlich, resp. hat die zeit eine andere Qualität - Standort/Standpunktfrage m.E.
wirena
__________________
Das Innere oder Innerliche ist um so wirklicher, als ich es mir immer wieder erobern muss.
"Was ich selbst erlebt habe, ist nur dann wahr, wenn es als verwandelter Vorgang wiederkehrt. Hans Bender, geb. 01.07.1919

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whateverhappened
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Vielen Dank für die Antworten
Die Thematik, die ich hier anfasse, sind die der Zeit, die Zeit und der Einzelne, die Zeit und die Zweisamkeit.
Die Abstraktheit des Textes versucht nur dem Konzept/dem Dasein der Zeit gerecht zu werden.
Aber ich versteh definitiv, was ihr meint

@ gareth: ein paar Denkansätze ( auch für mich )
zum Stillstand der Zeit:
Des Menschen Möglichkeit, die Zeit stillzulegen ist eher begrenzt. Wenn man Zeit als konsequente, fortführende Bewegung auffasst, dann bleibt einem nur übrig, sich nicht fortzubewegen, sich im Kreis zu drehen

zu "erstarrten" Momenten: Momente sind nie erstarrt... Wenn man Momente subjektiv erstarren will, dann vergehen sie gleich unbehandelten Momenten

zu " machtvoller Unterlegenheit" : Wenn die Zukunft ihrer Liebe für die beschriebenen Menschen determiniert scheint oder ist, ist man machtvoll unterlegen...

und es ist definitiv ein Liebesgedicht oder besser: Ein Gedicht über Liebe

@Walther:
Das Ende ist kein Ausgang. Die Aussage des Ganzen ist die Verbindung der Liebe mit der Zeit

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

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Das hatte ich verstanden, liebe/r/s whateverhappened,

dass es Dir um die Zeit und ihre Beziehung zu den Personen geht. Ich kann ja nur Deinen Bildern nicht folgen, auch wenn ich durchaus nachvollziehen kann, warum Du sie gewählt hast. Deine Schlussfolgerung zum Versuch, die Zeit für sich selbst irgendwie anzuhalten:

Wenn man Zeit als konsequente, fortführende Bewegung auffasst, dann bleibt einem nur übrig, sich nicht fortzubewegen, sich im Kreis zu drehen

ist für mich nicht schlüssig. Für mich wäre z.B. ein Versuch schlüssig, mich auf irgend eine Weise aus der Realität herauszubegeben (was mit Liebe nicht gar so unmöglich erscheint), damit die Zeit für mich einfach nicht mehr gültig ist, oder mich so schnell forwärts zu bewegen wie das Licht. Dann würde die Zeit nämlich tatsächlich für mich stillstehen. Aber egal.

Nur noch kurz der Hinweis: wenn Du selbst in Deinem Gedicht "erstarrte Momente" betrachtest:

als ob auch erstarrte momente
nicht vergehen


ihre Existenz also voraussetzt, um sie zu beschreiben, hilft es mir nicht weiter, wenn Du jetzt erklärst:

Momente sind nie erstarrt... Wenn man Momente subjektiv erstarren will, dann vergehen sie gleich unbehandelten Momenten

Da sind wir einer Meinung, es hilft mir aber, wie gesagt, nicht weiter.

Mit wirenas Aussagen bin ich völlig einverstanden, sie beziehen sich aber nicht auf die Probleme, die ich mit dem Text habe.

Im übrigen gilt natürlich, dass etwas nicht falsch sein muss, nur weil ich es nicht verstehe.

In diesem Sinn
gareth
__________________
Wie hässlich ist ein schräges Treiben,
da lob ich mir mein träges Schreiben.

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