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Leselupe.de > Ungereimtes
Zeiten
Eingestellt am 07. 07. 2009 16:06


Autor
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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Zeiten

Immer,
ein Sekundenmitbringsel,
das den Tag durchtaktet,
Anker werfen will
in meinem Denken,
sich einschachtelt,
sortiert in graue K├Ąstchen
voller Erwartung,
ge├Âffnet und
betrachtet zu werden.

Von jetzt zu jetzt
schaukelt auf und ab
durch bunte Kaleidoskopwelten
das Ziehen an den Herzzipfeln,
das Spr├╝hen der Freudenfeuer,
das Funkelfest,
wenn du vor mir stehst,
die Brille zur Seite legst
und mich hinterh├Ąltig fragst:
ÔÇ×Wann war noch damals?ÔÇť





__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 07. 07. 2009 16:06

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Liebe Vera-Lena,
dein Gedicht gef├Ąllt mir insgesamt recht gut. Ich w├╝rde die Zeile "in meinem Denken" weg lassen.
Herzliche Gr├╝├če
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Lieber Walther, lieber Karl,

mir wurde bewusst, dass das Wort "immer" mit seinem Wortinhalt vorwiegend im Verstand lebt. Das, was immer um einen herum ist, das was man als dauerhaftes Geschehen vorwiegend in seinem Leben zul├Ąsst, bewahrt man im Kopf auf.

Aber das "jetzt", also das, was sich gerade ereignet, erlebt man mit seinem Herzen, es l├Âst die Gef├╝hle aus.

Ich denke, dass es sich mit diesen Dingen vorwiegend in dieser Weise verh├Ąlt.

Da bekam ich Lust, einen Text dar├╝ber zu schreiben.

Deswegen steht da also, dass das "Immer" seine Anker auswerfen will "in meinem Denken".

Vielleicht kann man das geschickter ausdr├╝cken. F├╝r Vorschl├Ąge bin ich immer dankbar.

Wenn ich "in meinem Denken" weglasse, bef├╝rchte ich, dass man die erste Strophe ├╝berhaupt nicht mehr verstehen kann, lieber Karl.

In der zweiten Strophe wird es dann ja sehr deutlich, dass das Gef├╝hl angesprochen ist und die charmant verschmitzte "Scheinfrage" des Lyrdu ist, glaube ich, auch leicht zu durchschauen.

Der Titel "Zeiten" bezieht sich auf das "jetzt", das "immer" und auf das, was sich aus Vergangenem erneut in das jetzt hereinholen l├Ąsst,obgleich man, wie Heraklit richtig sagt, nicht zweimal in denselben Fluss steigen kann.

Danke f├╝r Eure Antworten, Anfragen und den Vorschlag!

Liebe Gr├╝├če
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena,

insgesamt ein sch├Âner Text ├╝ber Erinnerungen.

Mir erscheint das Gedicht aber etwas zu dick aufgetragen ... entz├╝ndet sich tats├Ąchlich noch nach einer solchen langen Partnerschaft (es handelt sich ja bei den Protagonisten offensichtlich um ├Ąltere Menschen) ein "Funkelfest" oder nicht eher etwas Ruhigeres, ein Widerschein?

Die beiden Verse:

quote:
das Ziehen an den Herzzipfeln,
das Spr├╝hen der Freudenfeuer,
das Funkelfest
w├╝rde ich deshalb nochmal ├╝berdenken.

Die Kaleidoskopwelten dagegen gefallen mir ausgesprochen gut.

Liebe Gr├╝├če an dich
Heidrun

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

Werke: 185
Kommentare: 2033
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Liebe Vera-Lena,

dein Gedicht gef├Ąllt mir sehr gut. Eben die Aussage, dass sich ein Funkelfest abspielt finde ich einfach klasse. Ob es das wirklich gibt m├Âchte ich nicht fragen, denn das h├Ąngt wohl von den Partnern ab. Wenige werden das schaffen, die umso inniger und farbenfroher.

Liebe Gr├╝├če von Maren

P.S.: Mich st├Ârt die Zeile "in meinem Denken" nicht.

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena,

w├Ąhrend meines Waldlaufs habe ich nochmal ├╝ber dein Gedicht nachgedacht.

Wie w├Ąre es, wenn du die Kaleidoskopwelten belassen (die funkeln ja von allein), daf├╝r den von mir kritisierten Part in etwas dir sozusagen Angeborenes verwandeln w├╝rdest, n├Ąmlich in sich schiebenden Theaterkulissen ...

Na?
Heidrun

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