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Leselupe.de > Ungereimtes
Zeiten biegen
Eingestellt am 29. 08. 2007 15:42


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Duisburger
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Manchmal
wenn kalte haut gräben zieht
ein einziges wort
ein blick
ein geste
die brĂĽcken schwankend macht
und meine angst
vor dem nächsten moment
das richtige vergessen lässt
da wĂĽnschte ich
die zeit zu biegen
zurĂĽck bevor
und nur zu tun
was weder schmerzt noch trennt
doch diese zeit verwehrt sich mir
so bleibt doch nur
das rechte wort
die rechte tat zu finden
und
den mut des ersten schrittes.

Vertonung von Traumreisende:

__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Venus
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Lieber Duisburger,

recht gerne nehme ich gegebenen Anlass und will meinen Eindruck auf dein Gedrucktes festhalten.

Ja, frieren mag es einen zu Recht, in solchen Momenten, wo schlichte Hilflosigkeit dominiert. Wo es sich scheinbar leicht verlebt, im Schweren.
Kein Aufrechnen, kein Verzeihen wäre nötig, wo doch ein klarer Blick genüge leisten würde; der nach vorn, nämlich. Und der buchstäbliche Schritt folgte dann halt: auf den Schritt.

Deine Rhythmusarbeit, lieber Kollege, habe ich wohlwollend erkannt. Die Intension des Gedankens, wollte ich mit meiner kleinen Interpretation unterstreichen.

Minimale Lyrikstrapaze wĂĽrde ich anregen wollen:

1.
Du weißt ob meines Haders mit dem Partizip. Den Partizipien guthin, in Sachen Lyrik. Für deren Konsequenz kann ich nichts. Es ist einfach unbestritten, dass sie den Textfluss unterbrechen. Deshalb ist ihr gewünschter Einsatz manchmal auch gewinnbringend. Hier, für mich persönlich, eher weniger. Dazu folgt, dass du vor das bestimmende Substantiv einen Artikel setzt. Die sog. „Brücken“ sind hier sinnbildlich gewollt. Mit dem Artikel kreierst du – wieder nur für mich – eine eher ungewollte Betonung.

ein blick
eine geste die ĂĽber
brĂĽcken schwanken
das richtige vergessen lässt



2.
Ja, und dann die Sache mit dem „und“. Ich gestehe, dieses Hilf(mirdoch)swort kommt mir selbst oft grad recht! Wenn es denn dominieren soll, quasi als Anapher gebraucht wird, soll’s mir erst recht recht sein!
Auf das letzte „und“, in der vorletzten Zeile, mag (m.M.!) getrost verzichtet werden. Vielleicht findest du hier sogar noch eine lyrisch geistreiche Kurve, eine Krux, für deine hoffnungsreiche Konsequenz.

3. (eigentlich vor 2.)
„da wünsche ich“
hm – das erinnert mich an: "ich wünsche Tea, James!". Also, eine Aufforderung!
Es deutet mich, dass hier die Zeit nicht stimmen mag. Mag es heißen: „da wünschte ich“? So käme es dem Wunsch entsprechend näher. Oder?

Ich verzichte, lieber Duisburger, auf weitere, ausführende Vorschläge. Du kennst mich arg genau und weißt, meine Einschätzungen zu verstehen. Freilich bin ich zusätzlich (nach bestem Wissen und Gewissen) erklärlich, so du denn magst.

Mein herzlich lieber Gruß in deine Richtung doch, will keine weitere Erklärung!

Gabriele

__________________
den wind im rĂĽcken, sterb ich mich ein
in den groĂźpassat -
und lebe erst recht

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Duisburger
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Hallo Venus,

danke fĂĽr deinen freundlichen Kommentar. Er tut gut.
Eigentlich bin ich ja in Sachen Lyrik eher fĂĽr die Verdichtung, doch hier bin ich einen, fĂĽr mich, neuen Weg gegangen.
Ich wollte bewusst rhytmisch schreiben und hatte schon während der Entwicklung die Idee im Kopf, das Werk auf jeden Fall zu vertonen. Daher wohl der auffällige Rhytmus, die "Füllworte", die es brauchte, um dem Ganzen eine "Melodie" zu geben
Die Idee zur Thematik hatte ich schon länger, ist sicher auch etwas persönliches, was irgentwo gewachsen ist.
"Wünsche" oder "wünschte". Zweites ist grammatisch wohl richtig. Erstes habe ich eher des Klanges wegen gewählt. Nun, mit einigem Anstand, erkenne ich, es braucht es nicht. Daher geändert.
Das letzte "und" verbleint noch ein wenig, zumintest so lang, bis ich vertont habe. Dann lasse ich meine Ohren entscheiden.
Die Krux werde ich durchdenken, vielleicht
kommt da doch noch der groĂźe Geistesblitz.

immer treu
Duisburger
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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Duisburger
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Unter dem Text befindet sich nun die Vertonung des Werkes, gesprochen von der Traumreisenden.

Der Link startet direkt die Tondatei (mp3).

lg
Duisburger
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Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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