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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Zeitgefühl
Eingestellt am 12. 11. 2001 12:11


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Dirk
Hobbydichter
Registriert: Nov 2001

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Schweißgebadet wachte er aus dem Alptraum auf. Müde rieb er sich die Augen und schaute auf den Radiowecker – 1:23 Uhr Er konnte sich nicht richtig daran erinnern der wievielte Traum es dieser Art war – wann diese Attacken auf seinem Geist überhaupt angefangen haben. Es waren oft Träume ohne Sinn – Träume die jenseits der menschlichen Vorstellungskraft lagen. Er schlüpfte in die Pantoffeln, schlürfte zur Toilette und pinkelte in das Becken. Dann suchte er in der Küche nach einem Glas – konnte jedoch kein sauberes finden. Müde öffnete er den Kühlschrank ein Stück alte Salami schlummerte neben drei Scheiben Edamer Käse, die schon Schimmel angesetzt hatten. Seit sie ihn verlassen hatte sah die Wohnung aus wie eine alte Werkstatt. Er knallte den Kühlschrank zu und tippelte in die Wohnstube. Ein paar Magazine und Post lagen auf dem Tisch – Post die noch ungeöffnet war. Er nahm den obersten Brief – eine Telefonrechnung – und warf ihn auf das Sofa. Der zweite beinhaltete seine Kündigung aus dem langweiligen Taxiunternehmen eines angeblichen Freundes. Der dritte lag auf einer Pornozeitschirft – er war von ihr. Seine rechte Hand zitterte. Langsam öffnete er den Umschlag.

Hi es tut mir leid – es tut mir leid daß es so enden mußte. Glaube mir es ist das Beste für uns beide.

Gruß Kati.

Er schaute auf den Poststempel – der Brief lag schon acht Tage ungeöffnet auf dem Tisch. Ein Schauer glitt ihm den Rücken runter. Hatte er plötzlich jegliches Zeitgefühl verloren? Er nahm den Telefonhörer in die Hand und tippte ihre Nummer ein – niemand ging rann. Nach einer halben Minute legte er auf. Er steckte sich eine Zigarette an und verbrannte den Brief samt der Kündigung und der Rechnung in dem großen Porzellanaschenbecher. Dann legte er sich wieder schlafen. Die Alpträume waren weg – tief und fest träumte er von einer neuen Zukunft

© 2001 dirk-home.de


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Svalin
???
Registriert: Sep 2000

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Hallo Dirk

etwas undurchsichtig finde ich deine Geschichte schon. Kann es sein, daß es sich hier nur um ein Traum-in-Traum-Motiv handelt und er all das nur geträumt hat und daß das vermeintliche Ende der Alpträume nur ein weiterer Alptraum ist? Ich hoffe, man kann noch folgen ;-)

Grüße Martin

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