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Leselupe.de > Ungereimtes
Zeitlos
Eingestellt am 18. 05. 2006 12:47


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Nina K
Häufig gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 22
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Heute küsst mich die Stille
und ich atme die Stadtluft
ganz ohne das Echo von Dir.

Grau staubt dann doch Erinnerung auf,
verwischt sich erneut im Trüben,
denn dieser Tag verschwendet die Zeit.

Der Geruch verschwiegener Stunden
verwirft meine wirren Gedanken
zum Altpapier unserer Strasse.

Erst im Schlaf türmt sich Weisheit
wellengleich in meine Sehnsucht,
um am Morgen vergessen zu sein.




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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 1033
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Hallo Nina,
dein Text hat eine besondere "zeitlose" Stimmung. Da ich einige kleine Formulierungsvorschläge hätte und vor allem eine Vergangenheitsform wegen des doch enthaltenen Zeitfaktors bevorzugen würde, habe ich gleich den ganzen Text überarbeitet.
Ich hoffe, du nimmst mir das nicht krumm und findest vielleicht die eine oder andere Anregung darin.
LG
Manfred

Vorschlag:

Heute küsste mich Stille
und ich atmete die Stadtluft
ganz ohne Echo von Dir.

Grau staubte Erinnerung auf,
vermischte sich bald im Trüben,
und der Tag verschwendete seine Zeit.

Ein Geruch verschwiegener Stunden
verwarf meine wirren Gedanken
und wehte sie als Altpapier auf die Straße.

Erst im Schlaf türmte sich neue Weisheit
wellengleich in meine Sehnsucht,
um am Morgen wieder vergessen zu sein.

Bearbeiten/Löschen    


Nina K
Häufig gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 22
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Hallo Perry,

ich bin für Deinen Vorschlag bestimmt nicht gram – es zeigt doch, dass Du Dich mit dem Text intensiv befasst hast.
Bezüglich der Vergangenheitsform: Diese kann ich mir vorstellen – allerdings nicht für die letzte Strophe. Diese ist vom Charakter her so gemeint, dass der Vorgang des morgendlichen Vergessens der im Schlaf gefundenen Weisheit ein stets wiederkehrender ist. Aber vielleicht ist es gerade im dem Zuge gut, den Rest in Vergangenheit zu setzen.
Einige der von Dir gefundenen Formulierungen sind metrisch ein wenig härter ausgefallen, als ich das Gedicht gern gelesen wüsste und sagen mir aus diesem Grunde nicht zu. Auch die beiden Sinnumstellungen machen mir zu schaffen: Die Gedanken werden nicht zu Altpapier, sondern zu diesem geworfen, so meine Idee. Hm, so nachdenkend ist allerdings auch Dein Ansatz gelungen – beschriebenes Papier, das nun keiner mehr liest passt auch gut als Metapher, es muss nicht unbedingt der metaphorische Vergleich bleiben. Ich denke darüber nach. Das „verwirft/verwarf“ mag ich allerdings und würde es auch gern behalten…
Bei „vermischte sich bald im Trüben“ bin ich sicher, dass es „verwischte erneut sich“ sein muss, *smile*

Ach – ich denke, ich schlaf besser mal drüber ;-) Vielen Dank jedenfalls für Deine Mühe.

Herzlich
Nina

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