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Leselupe.de > Ungereimtes
Zeittropfen
Eingestellt am 12. 09. 2005 21:12


Autor
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Mara Krovecs
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2003

Werke: 188
Kommentare: 609
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Zeittropfen


Mein Wald
durch den ich
immer fahre
Scheibenwischer
machen den Weg
frei vom Niesel
f├╝r hereinsterbende
Sonnen

Regentropfen
├╝ber schweigenden
gr├╝nen Riesen
Bl├Ątterriesel
auf meinem Dach
Sonnenblinken
auf der Stra├če
Totalreflexion


vor langer Zeit
Atlantischer Ozean
Regentropfen
wir in einem
Zeittropfen
Sonnenblinken

dein junger Kuss
tastende H├Ąnde
Windstreicheln
in unseren Haaren
umarmender Sommer

wie zerbrochenes
Glas schlitzte
der Abschied
unsere Herzen
erstes tiefes Blut
Sonnenkinder
wir drehten uns
in der Glut

Regentanz
Zeittr├Ąnen
auf der Stra├če
in meinem Wald


Liebe in
blauen Wellen
Strand und Strand
Gare du Nord
meine Lippen
und H├Ąnde
am Zugfenster
du bliebst zur├╝ck
zur├╝ck
zur├╝ck
zur├╝ck
Zeittropfen
Versprechen
Verfallen
Verschwinden
├ťberwinden
Sonnenregen
auf meinen Wangen

neue Zeit
neue Tropfen
Wiedersehen
alte Liebe
neues Lachen
Fledermaushimmel
mit Mond und Sternen
Lavendel und
Thymian in
roten Bergen
zitternde Herzen
tiefes Seelenverstehen
ich schlucke den letzten
Zeittropfen

w├╝rge das Gift herunter
f├╝r meine Augen
habe ich keinen
Scheibenwischer
in diesem Tal meines
Herzens blinkt
keine Sonne

Grabesruhe
den letzten Zeittropfen
hat mir
der Tod geschenkt
dein Tod
ein Sonnenstrahl
verf├Ąngt sich
in meinen Wimpern
ich halte an
steige aus
schlie├če meine Augen
ich kann kein
Licht in diesem
Tal ertragen.

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rosste
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2004

Werke: 85
Kommentare: 606
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Die Zeittropfen fallen gekonnt auf den Computer-
bildschirm
und regnen ein sch├Ânes Bild von Natur, Sehnsucht,
Vergangenheit und Tod und Liebe...
Ein zarter roter Faden geht durch das Gedicht
...bis zu den Wimpern.
"Gare du Nord" hab ich nicht verstanden.

lg

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Gare du Nord - ein Bahnhof in Paris.
Ich habe das Gedicht ├Ąhnlich empfunden wie rosste. Liebe, Verlassen, Sehnsucht, Tod. Sehr stimmungsvolle Zeitfenster, die du hier ├Âffnest. Fast fragmentartig und doch zugeh├Ârig und stimmig. Melancholisch und sch├Ân.
Die Wiederholung vom "zur├╝ck" war sehr einpr├Ągsam, gut gesetzt.
Sehr gern gelesen.
LG
Sandra

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