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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Zen, Koan und die Weisheit des Nicht-Tuns
Eingestellt am 18. 01. 2011 13:26


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Marco Moll
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"Koan"

1.
Es war einmal ein Erleuchteter,
der berühmt war,
ob seiner Weisheit.

Und es kamen viele Menschen zu ihm,
und sie fragten ihn,
was sie tun
sollen, um Erleuchtung
zu finden.

Und der Weise sagte nichts.

Doch es wurde keiner erleuchtet,
da keiner seine weisen Worte
verstand.




Da wurden die Menschen sehr traurig,
und sie baten ihn,
sein Schweigen
zu deuten.


Da erhob sich der Weise voll Mit-leid
und sprach die erleuchteten Worte:

Der Weg der Weisheit ist kein Tun
was aber nicht bedeutet
dass wir nichts tun
denn nichts bleibt ungetan

Der
der bei seinem Tun
von seinem Tun loslässt
ist dem Geheimnis näher
das unser Tun erfüllt.

Version vom 18. 01. 2011 13:26

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Marco Moll
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Hallo Bernd,

Deine Kritik ist ganz recht. Ich sprach nicht als Anhänger der Zen-Philosophie, auch nicht als Christ, sondern war nur an der Dialektik der "Erleuchtungserfahrung", und der aus ihr geschöpften Weisheit interessiert. Dabei greife ich gerne auf religiöse Traditionen zurück und spiele mit ihnen, aber frei und ohne Autoritätsbindung. Meine eigene Philosophie ist eindeuting LINKS und steht im Dienst des Befreiungskampfes in der Postmoderne. Sie knüpft besonders an dem Existenzialismus, der Kritischen Theorie und der Dekonstruktion an.

Mein Theologiestudium habe ich zwar sehr genossen, aber ob der von Dir schon kurz umrissenen Autoritätsbindung habe ich es doch trotz Bestleistungen, aufgegeben, da ich mich grundsätzlich keiner religiösen Autorität unterstelle möchte. Dennoch habe ich im Theologie und Philosophiestudium so viel gelernt, dass ich gerne mit meinen erworbenen Wissen über religiöse Traditionen spiele. Spielen heißt hier, dass ich es nicht theologisch oder philosophisch erörtere, sondern frei in neue Sinnzusammehänge stelle. Demzufolge wollte ich keinen Koan schreiben, sondern nur an die Dialektik des Koans anknüpfen.

Ich werde aber den Titel Koan nun in Anführungszeichen setzen um den Spiel- und Zitatcharakter stärker hervorzuheben.

Liebe Grüße

Marco

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