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Leselupe.de > Gereimtes
Zeuge
Eingestellt am 25. 06. 2003 19:09


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weghenkel
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Registriert: May 2003

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Zeuge


Ich mu├č der Zeuge sein: von allen Dingen.
Und will doch Zukunft planen - in der Nacht.
Da├č Lydiens Str├Âme Gold und Silber bringen,
Mein Elektron ins ferne Haus - bedacht.

Von pontischem Gestade Kirschen, N├╝sse
F├╝r meinen Seelengarten - durch ein Tor
Kolchischen Zaubers und der S├╝hnek├╝sse:
Verliese ├Âffnen sich - du stehst davor,

Zu l├Âsen jetzt den Fluch der Tantaliden.
Ein Leben lang verleumdet und verkannt.
Doch ein Prophetenbart spricht die Atriden
Schuldig und frei - ein Wort, heilig verbrannt.

Es jagt die Not noch trommelnd an den H├Ąngen
Des Morgens hin: ich bin in ihren F├Ąngen.
__________________
weghenkel

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blaustrumpf
???
Registriert: Mar 2003

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Zur Zeugenschaft

Der Zeuge zeigt vor allen Dingen,
dass du, mit Lupe blickgest├Ąhlt,
wirst Verse du, wirst Reime bringen,
die selten sind, ja, auserw├Ąhlt.

Doch mag beim Lesen ich wohl murren,
wenn du in deiner Dichterhast,
die Reime ja gut festzuzurren,
auf etwas du vergessen hast.

Damit ich doch nicht stolpern m├Âge,
so bitte ich, in Freundschaft, dies:
Dass mich ein Apostroph mitz├Âge

nach Kolchis, w├Ąre das zu fies?
Ich gern dann auch als Zeugin z├Âge,
was mir die Sagenwelt verhie├č.


Notiz f├╝r alle, denen mein Kommentar zu kompliziert ist:
Mit einem Apostroph w├Ąre der Kolchis'sche Zauber nicht nur den aktuellen Zeichensetzungsregeln entsprechend, sondern auch leichter f├╝r mich lesbar.

Dass mich weghenkels verkapptes Sonett inspiriert hat und ich es schon allein deshalb (aber nicht nur deswegen) zu sch├Ątzen wei├č, versteht sich hoffentlich auch ohne zus├Ątzliche Notiz.

blaustrumpf
__________________
Daf├╝r bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

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weghenkel
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In der Kolchis

Ich bin fasziniert. Da├č jemand (wie Du, Blaustrumpf) so schnell und so nett (sonett halt) reagieren kann. Da scheint mir - reimtechnisch - eine Menge ├ťbung im Spiel. Oder eben das gro├če Naturtalent f├╝r den weltumspannenden Poetry Slam.
Aber ich bestehe auf dem Adjektiv kolchisch. So wie es ist. - Nehmen wir andere antike Landschaften: die Argolis zum Beispiel, dort sitzen wir auch in der argolischen Sonne. Oder die Doris (abgeleitet von den griechischen Dorern, so wie die Kolchis von den Kolchern), die entsprechende Tonart/Tonleiter in der Musik ist die dorische.
Im ├╝brigen lehne ich f├╝r mich die Rechtschreibreform als Fehlleistung ab. Und bis 2005 darf ich das noch offiziell.
Hab trotzdem vielen Dank.
Weil ich mich sehr ├╝ber Deine spontane Einlassung gefreut habe.
__________________
weghenkel

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blaustrumpf
???
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Reingefallen, schreit das W├╝ten,
das auch in mir nur selten ruht,
pack dein Texten doch in T├╝ten,
denn du siehst: das tut nicht gut.

Ja, gewiss, ich irrt' beim Zeugen,
auch wenn er mir gefallen hat,
sollte ich den Sinn nicht beugen
in eines andern Dichters Tat.

Adjektivisch war sein Sinnen,
und er tat es auch korrekt.
Und ich Depp, ich ging von hinnen,

ahnte nicht, dass er's versteckt,
da alle Zeilen "Gro├č" beginnen,
hat ich's einfach nicht endeckt...

* * *

Hallo, weghenkel

Jaha, das Adjektiv hei├čt nat├╝rlich weiterhin kolchisch.
Culpa rubet vultus meus, was sich auf dem Gr├╝n ins Gr├Ąuliche ausmendelt...

Sch├Âne Gr├╝├če von blaustrumpf

P. S.: Ich kenne allerdings auch eine Doris'sche Tonart. Meine Freundin Doris ist h├Âchst unmusikalisch begabt, es bedarf eines eigenen Notationssystems, um ihre Ges├Ąnge auch nur ann├Ąhernd mitzuschreiben. Aber das will eh niemand.

__________________
Daf├╝r bin ich nicht aus dem Schrank gekommen, um mich in eine Schublade stecken zu lassen.

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