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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Zitterritter
Eingestellt am 06. 06. 2002 22:28


Autor
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Khalidah
Fast-Bestseller-Autor
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Zitterritter

in die Sonne!
schlie├če ich scharf
tausend Eilpfeile

einer trifft immer
wahrscheinlicher

unten auf meinem Erdpferd
bin ich sicher
wie ich wei├č
ein Wahraber
aus der Wenichw├╝ste
"Trinker der L├╝fte"
wir sind uns treu

ich folge seinen S├Ątzen
will es wieder weiter weiden

und scheut es - Halt!

durch
die Schl├Âsser
sprengen wir im Galopp
es sind die Oasen
die wir suchen
bei beiden Enden der Welt
__________________
"Naddel, ich habbn Fadden verloren...!"

Bohlo Mann

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Monfou
???
Registriert: Feb 2002

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wortkunst - kunstwort

Hi, verehrte Khalidah,

oh, wie sch├Ân, wieder etwas von dir zu lesen! Deine Wortsch├Âpfungen sind un├╝bertrefflich. Dichtung durch und durch.
Also - ein wundersch├Ânes dichtes Gewebe!

(Nicht als Kritik, sondern nur als Hinweis: Die Gro├č- und Kleinschrift wechselt im Gedicht. Absicht oder von mir nur nicht nachvollziehbar? Also "schl├Âsser" und evtl. "enden" in der letzten Strophe sowie "erdpferd" sind Substantive, die du klein schreibst. Andere wie "Sonne" schreibst du gro├č. Das - ebenso wie die fehlende ├ťberschrift UNMITTELBAR ├╝ber den sch├Ânen Zeilen - sind rein kosmetische Sachen.)

Meine Hochachtung, nochmals und herzlichen Dank f├╝r die Wortzauberei, herzliche Gr├╝├če von

Monfou

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Bernd
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Aug 2000

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interessant finde ich besonders:

in die Sonne!
schlie├če ich scharf
tausend Eilpfeile

Zun├Ąchst gekl├Ąrt: es ist tats├Ąchlich:

"schlie├če".

Das eckte in meinem Kopf an, schwang sich herum, und ich rechnete mit einem Tippfehler.

Es ist aber keiner.

Die Pfeile werden in die Sonne geschlossen, sie werden in der Sonne quasi verborgen.

Ein viel st├Ąrkeres Bild, als "schie├čen".

Viele Gr├╝├če von Bernd
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Monfou
???
Registriert: Feb 2002

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Hi Khalidah, hi Bernd!

Oh, ja ├╝ber das "schlie├čen" bin ich auch ein wenig ins R├Ątseln gekommen. Schlie├če / Schie├če mich da durchaus deiner Theorie an!
Im ├ťbrigen vermisse ich ein wenig deine (Bernds) Theoriebeitr├Ąge. Waren zwar manchmal reichlich, aber jetzt bekommt man ja Entzugserscheinungen.
Sch├Âne Gr├╝├če an alle

Monfou

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theubner
Guest
Registriert: Not Yet

ach...

...welch gl├╝ck dem trockenschwimmenden querdenker zu teil wird, da du uns wieder mit wortgespinster aus widerwagigen verlorenheits├Ąngsten erweckest...

...inhaltlich will ich nicht weiter auf die sonnenmilchigen vanilleeistr├Ąume eingehen - entweder man versteht oder bleibt hilflos - denk ich...

...was die einw├Ąnde zur fehlenden ersichtlichkeit der gro├č- oder kleinschreibung angeht, so will ich mich bedingt anschlie├čen...einerseits m├╝ssen wir uns von den grenzen des klassendenkens bez├╝glich der worte l├Âsen, aber andererseits scheint es mir, oh liebste khalidah, dass du dein konzept - was es bestimmt gab, nicht konsequent durchhalten konntest...

...meine einzige, wenn auch unbedeutende, bem├Ąngelung bezieht sich auf das ende deines verwerklichtem...ich finde die letzte strophe eigentlich viel zu eindeutig...ihr fehlt das hintergr├╝ndige, zwielichtige geheimnis...es sollte vielleicht dem leser in soweit spielraum lassen, das ein zweifel am ende bleibt...zum beispiel schon - als einfachste variante - "bei beiden enden von welt"...

...wie immer...meine meinung...war sch├Ân was von dir zu lesen...pyn...theubner...

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Khalidah
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Sep 2001

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Hallo zusammen,

ach wie gut das tut, ein wenig das Ego gekrault zu
bekommen...

Da das "Schlie├čen" als Absichti enttarnt wurde, muss ich
gestehen, dass ich diesmal keine metaphsische Erkl├Ąrung f├╝r meine Gro├č- und Kleinschreibung habe. Nachdem Monfou mich darauf hingewiesen hatte, habe ich mal alle Substantive gro├č gesetzt, damit man sie diesmal von den Nicht-Substantiven unterscheiden kann...die restliche Kleinschreibung erkl├Ąrt vermutlich mein Drang, mich avantgardistisch beweisen zu m├╝ssen und von der freien Rechtschreibung Gebrauch zu machen

Ich glaube, das -wie theubner feststellte - recht eindeutige Ende kann im Grunde gar nicht anders sein. Obwohl ich f├╝r gew├Âhnlich die letzte bin, die eine verf├╝hrerische Mehrdeutigkeit von der Federkante st├Â├čt, entspr├Ąche sie hier nicht dem, was ich sagen wollte.
"bei beiden Enden von Welt" ... w├╝rde sich zwar prima in das Ritterliche einf├╝gen... *├╝berleg* Aber mir gef├Ąllt die letzte Zeile so klanglich einfach besser *g* au├čerdem scheint das "der" das ganze im Bild zu halten.
In der letzten Strophe habe ich ein ziemlich stoffliches Bild im Kopf und auf dem Papier (soweit ich konnte), eine weitere Deutungsebene w├╝rde das aber etwas st├Âren.

Dieser Zitterritter mit seinen Eilpfeilen in die Sonne, der auf seinem Erdpferd (wieder unten also) durch lebensfeindliche, flutleere Wenichw├╝├čten jagt, ist n├Ąmlich nicht habs├╝chtig auf die Fata-organischen Luftschl├Âsser aus, dieser sucht Oasen - die alles bedeuten, was sie sind. Die Nahrung spenden, wie Inseln sind - LEBEN geben. (Sorry, ich kann nicht lassen...*g*)
Ein Zitterritter mit "Wof├╝r", sozusagen mit einem Auftrag ausgezogen. Wenn er erstmal gefunden hat, kehrt er dann zur├╝ck mit der Botschaft - einer, der (schon/noch/doch) etwas gefunden hat, das ihm wichtiger ist als seine rasende Suchsucht. (Also kein fl├╝chtiger Knappknappe mehr - das musste jetzt einfach noch sein... )

Hmmm *innehalt* , klar ist mir das klar - ich hab das schlie├člich geschrieben, aber vielleicht sollte ich zur Erl├Ąuterung meines Ansinnens eine weitere Episode schreiben bzw. eine vorige?


Liebe Gr├╝├če
Euch

Khalidah





__________________
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Bohlo Mann

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