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Leselupe.de > Kindergeschichten
Zu Weihnachten
Eingestellt am 17. 11. 2004 09:22


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Black
Festzeitungsschreiber
Registriert: Oct 2004

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Puh, war das dunkel hier drin ! Mit weichen Pfoten tastete Tom seitwĂ€rts und fĂŒhlte eine glatte OberflĂ€tte – Karton.
Durch einen winzigen Riss in der Seitenwand fiel ein wenig Licht in den Innenraum,
so dass er lokalisieren konnte, warum es weich und bequem war : er lag auf mehreren Schichten roter und grĂŒner Styroporkugeln versetzt mit KnĂ€ueln ebenso bunten Seidenpapiers.
Eigentlich recht nett hier drin... wenn man nur ein bisschen mehr sehen könnte !
Langsam drehte er den Kopf nach rechts und links und die blaue Seidenschleife um seinen Hals raschelte. Kein Gedanke daran, aufzustehen. Der eben noch gefĂŒhlte Karton umschloss ihn von allen Seiten.
Das hÀtte man aber auch bequemer und vor allem gastfreundlicher einrichten können !

Tom erinnerte sich an die Worte der VerkĂ€uferin und fast schien es ihm, als hĂ€tten sie ihm selbst gegolten, aber das war Unsinn - natĂŒrlich waren sie an die Menschenmutter auf der anderen Seite des Verkaufstresens gerichtet gewesen :
„ Hier kommt er also zum Transport hinein und Sie werden sehen, am grossen Tag ist er dann immer noch wie neu.“
„Wissen Sie, ich hatte ursprĂŒnglich Bedenken, etwas Gebrauchtes zu nehmen, aber als ich die ganzen liebevoll restaurierten StĂŒcke in Ihrem Fenster sah, konnte ich einfach nicht widerstehen. Schliesslich erwirbt man ja auch ein StĂŒck Vergangenheit, nicht wahr ?“ sagte die Menschenmutter.
Er war sich nicht mehr ganz klar darĂŒber, was alles vor seinen Eintreffen bei der Restauratorin passiert war, aber es wusste noch ganz genau, dass er sozusagen ein wenig derangiert an Ihre TĂŒr geklopft hatte : Schmutzig ĂŒber und ĂŒber, das Gesichtsfeld durch ein fehlendes Auge doch stark eingeschrĂ€nkt und ohne Schuhe und
Jacke ( wo hatte er die eigentlich verloren ?) hatte er auf der TĂŒrschwelle gestanden und an der TĂŒrglocke gezogen.
Danach hatte es einen Wellness-Aufenthalt gegeben, der seines Gleichen suchte !
Shampooniert und gefönt, mit einem neuen bernsteinfarbenen Auge versehen und mit einer phantastischen mitternachtsblauen Seidentaftschleife geschmĂŒckt, fĂŒhlte er sich richtig wohl und auch extrem gutaussehend !
Er hĂ€tte sicher noch mehr Herzen brechen können, aber kaum hatte er seinen Platz in der Winterlandschaft im Schaufenster eingenommen und sich mit allen Mitwirkenden bekannt gemacht, da griffen auch schon zwei goldberingte HĂ€nde ĂŒber die RĂŒckwand zum Schaufenster und hoben ihn empor.“Ist der sĂŒss, den muss man gernhaben !“
Und hier war er nun : in grosser Erwartung der anstehenden Ereignisse !

Da ! GedĂ€mpft durch die Lagen Seidenpapier und Karton, aber doch deutlich vernehmbar hörte er ein glockenhelles Klingeln und darauf eine TĂŒrklappen, sowie
ein zaghaftes Tappen von kleinen FĂŒssen.
„Geh nur hin, die grosse Schachtel ist fĂŒr Dich !“
War er gemeint ? Hurra!
Schon fĂŒhlte er sich in seinem Übergangs-Zuhause hochgehoben.Nach einigen ReißgerĂ€uschen öffnete sich sanft die Front und er blickte in ein sommersprossiges MĂ€dchengesicht. „ Ist der fĂŒr mich, ist der fĂŒr mich ?“
Hoppla, jetzt wurde er in einem mehrfachen Salto herumgewirbelt und dann so fest gedrĂŒckt, dass er kaum Luft bekam.
„ Ich werde ihn Tommi nennen und er ist mein bester Freund !!“
Na also, eine Vorstellung seinerseits erĂŒbrigte sich also und auch bei seiner neuen Besitzerin hatte er bereits einen Stein im Brett.
Tommi, der TeddybÀr, verzog sein SchnÀuzchen zu einem breiten BÀrengrinsen..


__________________
tomorrow never knows

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Sylvia
Hobbydichter
Registriert: Sep 2004

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Hallo,

nette kleine Geschichte. Ich finde die Idee klasse.

Einige AusdrĂŒcke sind nicht Kindgerecht, z.B. derangiert, warum nicht verwirrt. Und ich finde einige SĂ€tze zu lang (SchachtelsĂ€tze). Ich versuche in Kindergeschichten möglichst kurze und von der Satzstellung einfache SĂ€tze zu verwenden.

Gruß
Sylvia

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