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Leselupe.de > Ungereimtes
Zu spät
Eingestellt am 28. 10. 2008 10:51


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Winfried Kerkhoff
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Die Worte gingen zuletzt.
Es ist spät, zu spät.
Zuerst gingst du.
Dann die Liebe.

Wäre die Liebe
nur verloren,
könnte man
sie suchen.

Doch sie starb dahin
wie eine Flamme
am Docht ohne Wachs.
Auch die Worte sind verraucht.

Mai 2006




__________________
Winfried Kerkhoff

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Winfried Kerkhoff
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Hallo mirami! Danke für Dein Lob. Doch den Vorschlag, die letzte Zeile abzusetzen, kann ich nicht nachkommen. Sie entspricht der ersten Zeile oben und würde damit zu sehr in Kontrast treten. Ich würde gern alles in eins sehen.
__________________
Winfried Kerkhoff

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Winfried Kerkhoff
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Hallo Hakan Tezkan! Ich muss zurückfragen, ob Du die Wörter Liebe bzw. Schmerz aus Deinenem persönlichem Repertoire verbannst? Es gibt die Wörter, auch die Zustände. Man kann beides nicht ersetzen. Nur spasam damit umgehen. Da würde ich Dir Recht geben. Aber hier, so meine ich, ist die Beschreibung der Situation nur mit dem Wort Liebe zu benennen. Wie anders? Ich weiß es nicht. Vielleicht Du?

Euch beiden alles Gute
Winfried
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Winfried Kerkhoff

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Heidrun D.
Guest
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Lieber Winfried,

schade, dass du nicht auf Mirami hören möchtest ... Auch in meinen Augen würde das Gedicht so gewinnen. Ich würde sogar noch einen kleinen Schritt weitergehen:

quote:
Die Worte gingen zuletzt.
Es ist spät, zu spät.
Zuerst gingst du.
Dann die Liebe.

Wäre die Liebe
nur verloren,
könnte man
sie suchen.
Doch sie starb dahin
wie eine Flamme
am Docht ohne Wachs.

Auch die Worte sind verraucht.



So fände ich es passend.

Die Sache mit dem Docht gefällt mir sehr gut.

Liebe Grüße
Heidrun


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Duisburger
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Das Zauberwort heisst "Umschreibung" >> mit Methapern arbeiten, eingängige Bilder nutzen.
Davon ist hier nichts zu sehen. Zu direkt, ein wenig platt, wie ich finde.
Das Dochtbild (das Einzige hier) ist auch schon reichlich abgenutzt, wirkt hier wie ein mühsam gewollter Abschluß. Letztlich bleibt die Frage, was dieser kleine Text eigentlich transportiert / transportieren will?
Die Liebe erloschen, ein Gehen, ein letztes Wort, dann nichts mehr.
War es das?
Mir ist Umsetzung und Inhalt zu wenig ausgearbeitet. Gerade bei Thema Liebe muss man sich aus den Legionen von Liebesgedichten abheben können, sonst ist es nur ein weiteres unter Zigtausenden, die sofort wieder vergessen werden.

lg
Duisburger

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mirami
Guest
Registriert: Not Yet

einspruch!

beim versuch unverbrauchte worte und originelle bilder zu finden gerät manch ein autor schon mal an die grenze der lächerlichkeit. muss man tatsächlich immer alles in (die manchmal abstrusesten) metaphern verpacken um eine recht einfache aussage für den leser interessant zu machen? inmitten solcher tausendfachen versuche etwas (ganz einfaches, für das es auch entsprechende zeitraffende worte gibt) möglichst kompliziert zu umschreiben, erscheint mir dieses gedicht hier (nicht obwohl, sondern gerade WEIL es sich kurz fasst und offensichtlich bleibt) klar und unnervig. ich unterstelle dem autor hier kein unvermögen die “verbotenen worte der liebeslyrik“ zu verkleiden sondern absicht.

die flamme/docht ohne wachs- metapher ist nicht neu. stimmt. aber sie passt hier um den, für mich, finalen tragenden satz entsprechend vorzubereiten. merke: wo rauch ist, bzw. war – muss wohl vorher auch feuer gewesen sein.... :-)

vielleicht haben ja auch verschiedene stile auf der großen lyrikwiese platz? nicht nur der umschreibende, bildhafte? ich mag jedenfalls beide.


@winfried,

und wenn du gar keine absätze machen würdest? nur den titel und die letzte zeile abheben würdest?
zu spät – auch die worte sind verraucht?

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