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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Zu und
Eingestellt am 21. 12. 2004 19:45


Autor
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lapismont
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Du
ein Traum
kaum ein
Du

Mein
so zart
Heart so
mein

Wir
im Wind
sind im
Wir

Du
noch mal
fahl noch
Du

und zu

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Montgelas
???
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Du - suchende (Emp) Findung !

lieber lap,

in deinen zeilen spricht der resignative meister
der reduktion, der ohne illusionen im fahlen nebel stochert,
um einerseits im "und zu"schlie├čung zu konstatieren
und andrerseits zaghaft zu hoffen.


herzlich

montgelas

p.s. ganz fein sind die worte gesetzt und wundervoll sparsam.

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Ralf,

vielleicht experementierst du hier wieder mit der Reduktion. (Ich erinnere mich an ein Gedicht von dir, welches diese Intention hatte) Ich las die Worte von vorne nach hinten, vermutete Wortspielereien, Doppeldeutigkeiten, aber wurde nicht f├╝ndig. Zwischen Du und Mein und Wir finde ich nicht viel. Leider. Verdichtete Gedichte, Reduktionen sind oft sehr spannend und fast immer ist weniger mehr. Hier kann ich jedoch weder zwischen noch in die Zeilen eintauchen, noch einen Weg finden, der mich zu etwas f├╝hrt.

Lieben Gru├č
Sandra

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Lieber lapsi,

wie Du das Anfangswort der ersten Zeile als Schlusswort der zweiten Zeile in jeder Strophe gleichgesetzt hast, das hat eine kanonartige Wirkung. Auch, dass das erste Wort immer mit dem letzten Wort ├╝bereinstimmt, gibt diesem schmalen Gebilde eine Kontur.
Wie eine Silhouette steht es da, und das stimmt f├╝r mich auch mit dem Inhalt ├╝berein. Das Du wird nicht recht gef├╝llt,es bleibt dem Protagonisten als etwas Hauch├Ąhnliches:
"Traum, Wind, fahl"

das "und zu" l├Ą├čt mir mehrere Deutungsm├Âglichkeiten:
1. Nur weiter so. Der Protagonist findet sich mit diesem Aggregatszustand dieser Beziehung ab.

2. Der Protagonist m├Âchte sich nicht weiter ├Ąu├čern. Alles, was jetzt noch gesagt werden k├Ânnte, soll ein Geheimnis bleiben.

Ich finde Deinen Text sehr kunstvoll. Minimalismus ist nicht so meine Sache, aber Dir ist hier etwas Gutes gelungen.

Liebe Gr├╝├če von Vera-Lena




__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
wie Du das Anfangswort der ersten Zeile als Schlusswort der zweiten Zeile in jeder Strophe gleichgesetzt hast, das hat eine kanonartige Wirkung
Ja, das ist mir auch aufgefallen, jedoch blieb bei mir die Wirkung aus.
Es ist jedoch sch├Ân, wenn es anderen gelingt, in diesen Text einzutauchen.
Was ich oben sagen wollte war "experimentierst", was ich jedoch oben geschrieben habe ist irgendetwas anderes

LG
Sandra

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lapismont
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Hallo,

nun Montgelas, ein Meister bin ich nicht.


Ja, Sandra, ein Experiment hat keine Erfolgsgew├Ąhr.
Reduktion ist immer auch das Obduzieren eines gro├čen Inhalts.
In diesem Fall schnitt das Skalpell vielleicht gerade jene Dinge heraus, die Dir Zugang zum Text verschaffen k├Ânnten.
Der Inhalt ist aber nur ein Aspekt.

Spannend ist bei einer derartigen Minimalisierung von Sprache ihr Bezug zur Form. Wenn die normale Grammatik mit Absicht zerst├Ârt wird, kann der Leser gezwungen werden, normale Lesformen zu verlassen.
In gewisser Hinsicht ergeben die Strophen hier einen Sinn, vermitteln Inhalt. Sie sind aber nur bedingt regul├Ąre S├Ątze, die zweite Strophe ├╝berhaupt nicht.
Dennoch transportieren sie Etwas.
Vera-Lena erkennt in der Form einen Kanon, der in seiner Art tats├Ąchlich durch bewusste Wiederholung Eindringlichkeit erzeugt und nat├╝rlich der Funktion leichte Erlernbarkeit zu gute kommt.
Die Mittel m├Âgen hier billig sein. Auch der bilinguale Reim in der zweiten Strophe ist vielleicht eher ein Joke, als eine thematische Verkn├╝pfung, das liegt im Leseempfinden und das kann ich als Autor kaum beeinflussen.

Dieser Text transportiert seinen Inhalt mehr über den Leser, als durch seine Worte. Ähnlich einer Assoziativkette...
Wenn Du, Sandra, hier keinen Zugang findest, ist das ja nicht falsch, ich habe auch keinen gelegt oder gebaut.

Der Schluss bildete sich dann intuitiv, ich konnte der Versuchung nicht wiederstehen, da er ja tats├Ąchliche mehrere M├Âglichkeiten ├Âffnet, Vera-Lena schrieb es auf.

Ein Experiment, das aus meiner Lust am Sprachspiel herr├╝hrt.

Danke f├╝r Eure Kommentare!

cu
lap

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