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Leselupe.de > Gereimtes
Zu zwein allein
Eingestellt am 03. 07. 2009 16:45


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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Zu zwein allein

Als Du die Stiegen h├Âher stiegst,
Verlor ich Gl├╝ck und Rang.
Als ich mich drauf zum Himmel schwang,
Da weintest Du. Und schwiegst.

Wer stetig reist wird endlich klug?
Du t├Ąuschst Dich f├╝rchterlich!
Es bleibt nicht viel so unterm Strich:
Das Fliehen wird Betrug.

Ich streich Dir sanft die Wang entlang,
Wenn Du vor├╝ber fliegst
Und dabei Raum und Zeit besiegst:
Mir wird ganz angst und bang.

Ich treffe Dich, und Du triffst mich,
Wir treffen uns im Flug.
Das Treffen ist doch nicht genug:
Wir lassen uns im Stich!




__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 03. 07. 2009 16:45
Version vom 07. 07. 2009 19:09
Version vom 08. 07. 2009 18:41

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hi Tigerauge,

hier ist das Metrum, in dem sich 3- und vierhebige Jamben abwechseln, die gegen die Endreime laufen:

quote:
Als Du die Stiegen h├Âher stiegst,
xXxXxXxX
Verlor ich Gl├╝ck und Rang.
xXxXxX
Als ich mich drauf zum Himmel schwang,
xXxXxXxX
Da weintest Du. Und schwiegst.
xXxXxX

Wer stetig reist wird endlich klug:
xXxXxXxX
Der t├Ąuscht sich f├╝rchterlich!
xXxXxX
Es bleibt nicht viel so unterm Strich:
xXxXxXxX
Das Fliehen wird Betrug.
xXxXxX

Ich streiche sanft die Wang entlang,
xXxXxXxX
Wenn Du vor├╝ber fliegst
xXxXxX
Und dabei Raum und Zeit besiegst:
xXxXxXxX
Mir wird ganz angst und bang.
xXxXxX

Ich treffe Dich, und Du triffst mich,
xXxXxXxX
Wir treffen uns im Flug.
xXxXxX
Das Treffen ist doch nicht genug:
xXxXxXxX
Wir lassen uns im Stich!
xXxXxX
Auch die Form hat hier eine Funktion. Welche, das ├╝berlasse ich den Lesern herauszufinden.

Danke f├╝r Deine Hinweise.

Gru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Heidrun D.
Guest
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Hallo Walther,

zu zweit allein sein zu k├Ânnen, rechne ich der Kunst einer gelungenen Partnerschaft zu (ebenso 4 sonettfreie Wochen ... ).

Bei:

quote:
Wer stetig reist wird endlich klug?
Du t├Ąuschst dich f├╝rchterlich!
Es bleibt nicht viel so unterm Strich:
Das Fliehen wird Betrug.
w├╝rde ich w. o. umstellen; das wirkt m. E. st├Ąrker.

Und dann lieber Walther: Schreib bitte, bitte mal wieder etwas anderes!

Seufzende Gr├╝├če
Heidrun

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anbas
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Hallo Walther,

hier zwei Anmerkungen von mir:

quote:
Ich streiche sanft die Wang entlang,
vielleicht auch Geschmackssache, aber ich w├╝rde bevorzugen
quote:
Ich streiche dir sanft die Wang entlang,
die andere Anmerkung betrifft die Gro├č-/Kleinschreibung der Anrede. Ich neige auch dazu, in Lyrik und Prosa die Anrede gro├č zu schreiben, habe mir aber schon ├Âfters sagen lassen, m├╝ssen, dass sie hier klein geschrieben wird - ist aber vielleicht auch eher Geschmackssache .

Ansonsten gerne gelesen.

Liebe Gr├╝├če

Andreas
__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo Anbas,

Deinen Vorschlag, der was f├╝r sich hat, habe ich oben ├╝bernommen.

Dank und Gru├č W.

Liebe Tigerauge und Anbas,

das LyrIch spricht das "Du" direkt an. Es geht um ein Gespr├Ąch zweier Menschen, die permanent aneindervorbei an der Durchreise sind. Sie treffen sich eigentlich nur noch bei Vor├╝bergehen.

Es war das Konzept dieses Gedichts, einen Spiegelmonolog zu schreiben, weil diese Ansprache jeder Partner dem anderen halten k├Ânnte, und jeder h├Ątte recht. Das Vermaledeite an unserer heutigen Zeit ist ja gerade, da├č solche Leben aneinander vorbeigelebt werden und man viel zu sp├Ąt merkt, was schiefgelaufen ist, weil man ja immer ohne innezuhalten unterwegs war/ist.

Daher m├Âchte ich den Text so belassen, wie er ist. Ich schreibe das "Du" in der direkten Rede eben immer noch gro├č, aus m├Âglicherweise falscher Tradition.

Danke und lieben Gru├č

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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