Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
52 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Zügel (gelöscht)
Eingestellt am 19. 10. 2005 09:37


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
lapismont
Foren-Redakteur
Häufig gelesener Autor

Registriert: Jul 2001

Werke: 223
Kommentare: 7558
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um lapismont eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Der Text wurde vom Autor gelöscht.
Gemäß den Forenregeln bleiben die Kommentare jedoch erhalten.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


vicell
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2004

Werke: 14
Kommentare: 118
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um vicell eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Meine Güte, lapl, sind das Bilder ... sprachlich gewandt verpackt, die Stimmung sehr bizarr und doch einprägsam, sie wirft konkretes auf und verwischt schnell wieder, manchmal war es mir beim Lesen, als würde ich aus dem Fenster eines rasenden Zuges schauen.
Bin noch am Überlegen, in welche Gehirnwindungen ich diese Lyrik einordnen soll.
Aber ich habe es gerne einfließen lassen...

In diesem Sinne,

Greetz von der

Bearbeiten/Löschen    


Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 468
Kommentare: 8220
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

mei, wie ich es hasse nichts zu verstehen.
Kein Bild sich mir ins Hirn brennt, mit dem ich was anfangen kann.
Und ich wünsche mir nur eins: Den Gedanken eines Kollegen folgen zu können.*schmacht*

Hi Lap,

tja, da haben wirs mal wieder, mein Problem.
Ich möchte Dir, da nicht einfach ne 5 geben mag, nur weil ichs nich verstehe..sagen an was ich dabei SPONTAN dachte.

Meine alten Freunde..Clique..
viele Lagerfeuerfeste.
Es war fast Herbst.
Und es kam sogar mal die Polizei.
Weil an manchem Ort man kein Lagerfeuer machen durfte.
Runaway. *lach*

Ich werte nicht, eben weil ichs nicht versteh, weioich ull Zugang finde. Und auch so sehr ich das Reduzierte, die Moderne, das Experimentelle liebe....
und oft Zugang finde...HIER nicht.

Es setzt jetzt nicht voraus, dass Du es mir erklärst.
Mein Vorrdener hatte sicher auch seine eigene Interpretation. So wie sie jeder hat.

Vielleicht aber macht es mich auch ärgerlich *grübel*
wenn ich nichts nachvollziehen kann, keine Bilder bekomme. Kann sein. *smile*

Und ich unterlasse eseinfach mal,jede Zeile auseinander zu nehmen.

lG
Sanne


nein...ich nehme keine Drogen. Manchmal wäre es aber besser..bei lesen.*ggg*

Bearbeiten/Löschen    


lapismont
Foren-Redakteur
Häufig gelesener Autor

Registriert: Jul 2001

Werke: 223
Kommentare: 7558
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um lapismont eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Sanne,

so schwer ist das ja gar nicht. Du hast exakt die Grundstimmung des Textes empfunden.
Der Rest ist natürlich personalisiert.


Ich habe versucht, eine persönliche Analyse dieser Stimmung zu gestalten. Das Verbrennen von abgeschnittenen Teilen, das Leben in Zwängen, die Einsamkeit.

Hallo Vic,

vermutlich hast du Deinen Schreibaufgabentext noch nicht angefangen?
Aber das Thema verführte mich dazu, da Sachen zu mischen, die mich schon eine Weile beschäftigen. Das Feuer löste dann die starren Blickwinkel. Das mit dem Zug ist interessant, da ich dachte einen ruhigen Text geschrieben zu haben.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

Bearbeiten/Löschen    


Sandra
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo lap,

ich brauchte einen kurzen Schubs, aber jetzt ist die beschriebene Situation klar.
Die ersten drei Verse dienen der Beschreibung.
Ich finde mich jetzt in die Atmosphäre ein, das, was mich nicht selbst darauf kommen ließ, waren u.a. die Feuerfedern. Ein unglaublich starkes, facettenreiches Bild. Ein Phoenix ist mir vor Augen, nichts Geringeres erwarte ich nun. Da diese Metapher direkt am Anfang des Gedichtes auftaucht, lenkt sie mich auf eine falsche Fährte, ohne dies, wäre es für mich einfacher gewesen, eine Situation am Lagerfeuer vor Augen zu haben. Ähnlich ging es mir mit den Landebahnen. (Ein anderer Ort wird angesprochen, eine andere Größe wird eingenommen.) Hier wäre für mich weniger mehr.

In der Luft segelt
ein Ascheschwarm.
Stühle stur
Der weiße Rest verbrannter Äste
flattert hilflos,
füllt dann doch die Leere
zwischen Plastikteilen.


Ich persönlich empfinde: "Stühle stur", als ein unglaublich gutes Bild. Es ist für mich in dem Moment schon klar, dass sie unbesetzt sind, weil der Stuhl und nicht der Mensch Erwähnung findet. "Stur" ein Adjektiv, welches den Stuhl alleine zurückgelassen hat und somit auf einen Charakterzug des Prot. oder denjenigen weist, der den Stuhl so zurückgelassen hat.


Das lyrische Ich taucht erst zum Schluss (bewusst) auf. Man hat zumindest den Eindruck, dass es so ist, weil er hier erst Erwähnung findet. (Im zweiten Vers opferst du ein Scheit Holz, hier nehme ich den Prot. aber nicht bewusst wahr. Es wird auch sofort wieder von ihm abgelenkt) Hier verschenkst du m.E. die Möglichkeit, dass man als Leser die Stimmungen der Umgebung mit dem Mensch in Einklang bringen kann. Damit will ich sagen: Lese ich von einer stürmischen Nacht, dann von einem Menschen, der durch diese Nacht läuft, im dritten Vers von Donnergrollen und peitschendem Regen, so habe ich bei dem letzten Bild nicht nur das Wetter vor Augen, sondern auch den aufgewühlten Zustand des Protagonisten. Du beschreibst mit wunderschönen Bildern - das muss hier einfach auch Erwähnung finden:

Kämpft der Mond schwer und bloß
gegen Schatten,
lenkt lautlos durch den Tau
sein Heer aus Glanz.
Markiert die Grenze warmen Feuerscheins.
Bescheint auch das Fenster,
lässt das Drinnen dort.


Hier habe ich eher den Mond als Hauptakteur vor Augen, weniger den einsamen Menschen, der um das Lagerfeuer sitzt. Und das Drinnen, drinnen sein lässt. Ich würde den letzten Vers an die vorletzte Stelle setzen. Für mich wäre es so stärker im Ausdruck. Gerade die sehr gelungene Klangwiederholung

in der Glut,
Pflanzenblut.

halte ich für ein hervorragendes Ende.


LG
Sandra

Ich hoffe, ich darf:


In der Luft segelt
ein Ascheschwarm.
Stühle stur.
Der weiße Rest verbrannter Äste
flattert hilflos,
füllt dann doch die Leere
zwischen Plastikteilen.

Brennt das Stück Nacht.
Kämpft der Mond schwer und bloß
gegen Schatten,
lenkt lautlos durch den Tau
sein Heer aus Glanz.
Markiert die Grenze warmen Feuerscheins.
Bescheint auch das Fenster,
lässt das Drinnen dort.
Kerzen und Wein, Lachen.
Manchmal fliegt es ins Feuer,
dass es stiebt.
Erschrocken opfer' ich
ein kaltes Scheit Baum.

Aufgezäumt durch Stunden
sitz ich hier
und fange mein Glas,
dass es nicht zerbirst,
dass die Tür sich nicht öffnet,
keine Frage das Lied übertönt,
dass nur Asche bleibt
und kein
zerbrochenes Geschirr.


Wuchs dem Herbst entgegen.
Lange schon
Störung nur.
Natur Kontrolle,
dass es dampft und zischt
in der Glut,
Pflanzenblut.






Bearbeiten/Löschen    


lapismont
Foren-Redakteur
Häufig gelesener Autor

Registriert: Jul 2001

Werke: 223
Kommentare: 7558
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um lapismont eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Sandra,

wenn man die beiden letzten Strophen vertauscht, wird ja der Zusammenhang zerrissen.
Die Ablenkung vom Ich erfolgt ja durch den Gedankenübergang.
Das geopferte Scheit soll ja in die Gedanken übergehen:
"Wuchs dem Herbst entgegen.
Lange schon
Störung nur."
Das verbindet der Prot. mit sich selbst. Wenn ich hier den Zusammenhang verlasse, wird das nicht mehr deutlich, denke ich.

Die ersten beiden Strophen skizzieren die Szene, bewußt subjektiv. Der Mond ist der einzig Aktive, der Mensch träumt, bis das Lachen ihn vom Alleinsein in die Verlorenheit zurückholt.
Dann schürt er das Feuer, überlegt und resigniert.

So eine Mondnacht ist magisch.


Die Feuerfedern an Anfang. Da bin ich wirklich am Grübeln. Es ist zwar kein schlechtes Bild, aber auch leicht kitschig oder albern. Die Landebahnen sind tatsächlich überflüssig oder sogar falsch.
In deiner Version ist die erste Strophe nun aber etwas dünn, finde ich.
Das muss ich mir überlegen.
Danke!

cu
lap

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!