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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Zufälle
Eingestellt am 02. 12. 2001 01:39


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Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2001

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Die Taxitüre öffnete sich. Schwarze Plateaustiefel setzten ihre Sohlen langsam auf den regennassen Asphalt. Eine hochgewachsene Person entstieg dem Taxi, vollkommen eingehüllt in einen bodenlangen schwarzen Lackmantel. Sie hielt eine silberglänzende Kette in ihren lederbehandschuhten Händen, zog kurz daran. Eine weitere Person entstieg dem Taxi. Hohe schwarze Pumps betraten mit einem metallischen Laut den Asphalt.
„Komm schon!“ Die Stimme der schwarzhaarigen Schönheit in Lack klang emotionslos aber nicht ohne einen gewissen Druck in der Stimme. Umständlich versuchte die Angespochene das Taxi zu verlassen, diese hohen Pumps boten keinen guten Halt. Die Schwarzhaarige blickte kurz auf, ein herausforderndes Lächeln umspielte ihre Lippen, während sie dem Taxifahrer zwei Zwanzigmarkscheine auf den Beifahrersitz warf.
Nachdem sich das Taxi entfernt hatte, machte sich die Schwarzhaarige auf den Weg. Sie ging zielstrebig einen Gehweg zwischen zwei Häusern entlang, die zu einem kleinen eingeschlossenen Parkplatz führte, gefolgt von stelzig wirkenden Schritten ihrer Sklavin, die hinter ihr an der Kette ging.
Die Schwarzhaarige erreichte eine unscheinbare Eingangstüre, die im Halbdunkel vor ihr lag. Ein Zettel hing an dieser Tür: „Privatparty – nur geladene Gäste“ stand auf ihm. Lederhandschuhe, in ihnen steckten zierliche Finger, berührten den seitlich angebrachten Klingelknopf. Irgendwo dumpf im Hintergrund konnte man ein Summen hören, vermischt mit leisen Tönen von Musik.
Kurz darauf wurde die Türe geöffnet.
„Claudette! Schön dass du kommen konntest!“ Die Frau, die die Tür geöffnet hatte umarmte sanft die Schwarzhaarige und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange.
„Ich lasse mir doch den Geburtstag meiner besten Freundin nicht entgehen!“ herzlich erwiederte Claudette diese Umarmung. „Alles Gute zum Geburtstag Doris! Mein Schatz...“
Doris sah heute wieder fantastisch aus. Der knappe schwarze Lederstretchminirock mit dem weit geöffneten Reissverschluss im Schritt betonte Doris Figur ausserordentlich. Und vorallem ihren Ring, der an einem goldenen Kettchen zwischen ihren Beinen leicht hin und her wippte. Ein knappes Lederbustier in Schwarz liess Blicke auf ihren wohlgeformten Busen zu, die Brustwarzen waren mit einem schlichten Silberpiercing versehen.
„Kommt doch erst einmal herein! Ihr holt euch ja den Tod dort draussen....“ Doris führte Claudette zur Garderobe, die in einem Nebenraum lag, gleich rechts vom Eingang gelegen. Claudette und ihre Sklavin entledigten sich ihrer Lackmäntel.
Doris ging voran in die Partyräume und Claudette, gefolgt von ihrer Sklavin, betrat die Räumlichkeiten, die sie von mehreren Besuchen hier schon kannte. Hier bei „Excentric Dreams“ wurden zweimal im Monat Fetisch und SM Parties abgehalten, ein Treffen für alle Namhaften in der SM- und Fetischszene. Doch heute wurde im engsten Freundeskreis Doris 35. Geburtstag gefeiert. Claudette erkannte viele bekannte Gesichter.
„Excentric Dreams“, ein Fetischladen normalerweise, gehörte Doris. Sie vertrieb Fetischkleidung und auch diverse einschlägige Spielzeuge in ihrem Laden, von den meisten Waren war jedoch bei Parties nichts zu sehen, die Ständer mit den Kleidungen hatte Doris zu diesen Partyanlässen in ihrer Garage verstaut.
Claudette bahnte sich ihren Weg zu der lederbespannten Theke in der Mitte des Hauptraumes, ihre Sklavin im Schlepptau. Einige Bekannte aus der Szene sassen auf den ledernen Barhockern und unterhielten sich. Dies war für Claudette die beste Gelegenheit ihre neue Sklavin in der Szene vorzuführen. Ein Lederhalsband zierte den Hals ihrer Sklavin, ein grosser silberner Ring hielt die Kette fest, die mit einem kleinen Karabinerhaken an ihm befestigt war. Das Ende der Kette ruhte in Claudettes Händen.
Doris war schon wieder hinter der Theke beschäftigt Getränke auszuschenken. Claudette sah sich um. Ihr Blick glitt über die geladenen Gäste. Dort in der hinteren Ecke stand Jochen, der liebevoll genannte „SM Opa“. Er war schon 76 Jahre alt, aber seit Jahrzehnten ein fanatischer Anhänger des SM. Seine Spezialität war die „englische Erziehung“. Von ihm hatte Claudette gelernt, was es heisst, eine Sklavin oder einen Sklaven zu züchtigen. Die Techniken waren nicht einfach zu erlernen gewesen.
Ein Lächeln huschte über Claudettes Lippen, als sie sich an ihre Anfänge in der Szene erinnerte. Was hatte sie sich nicht alles überlegt, um Jochens Aufmerksamkeit zu erregen! Dabei wäre das gar nicht nötig gewesen: Sie war ihm damals sofort aufgefallen. Wie sagte er damals? „Du hast eine bezaubernde Ausstrahlung, Chérie... dir brauche ich nichts beibringen, du hast die Dominanz im Blut, das spüre ich...“
Claudettes Blicke glitten weiter durch den Raum.
„Hallo Claudette! Wer ist diese bezaubernde Schönheit an deiner Seite...?“ Ralf, Doris Mann und Herr kam lächelnd auf sie zu und hauchte ihr einen Begrüssungskuss auf die Wange.
„Das ist meine neue Sklavin, Ralf... ich nenne sie Honey, weil sie so honigsüss ist! Ein wahrer Schatz ist sie!“
Ralfs Blicke musterten Honey. Eine halbe Latexmaske mit Sehschlitzen zierte Honeys Gesicht. Er konnte die Augenfarbe nicht sehen, da Honey ihren Blick gesenkt hielt. Ralfs Finger näherten sich Honeys Kinn und zwangen sie ihm in die Augen zu blicken. Sie hatte wundervolle blaue Augen, die sich aber schnell wieder senkten. Sie war die Demut in Person, entschied Ralf. Honey hatte lediglich einen schwarzen Ledersliptanga an und ein Oberteil, das fast nur aus Ketten und schwarzem Leder bestand. Die Ketten umspielten Honeys harte Brustwarzen, im Halbkreis angeordnet. Sehr schick! Ralf mochte solche Accesoires. Seine Hände glitten langsam die Netzstrümpfe hinauf zu Honeys Po, als plötzlich Claudette seinem Treiben Einhalt gebot, indem sie seine Hände in die ihren nahm: „Na, wir wollen doch nicht Doris ärgern, oder?“
Ralf lächelte etwas betreten, aber nur für den Bruchteil einer Sekunde, dann war er wieder der Herr der Lage.
„Du siehst ja wieder zum Anbeissen verführerisch aus!“ Ralf musterte Claudette mit einem süffisanten Grinsen auf den Lippen, noch immer ihre Hände haltend.
Claudette war wahrlich eine sehr attraktive Frau. Ihre schwarzen Haare waren zu einem schlichten Pferdeschwanz gebunden, ihr perfekter Körper wurde umschmiegt von einem schwarzen schlichten Latexcutsuit, der eine Vielfalt von Reissverschlussen bot. Besonders der Reissverschluss im Schritt verhiess die schönsten Träume.
Claudette lachte auf.
„Ralf, du alter Charmeur! Sieh zu, dass du deiner Frau hilfst die Gäste zu bedienen, sie hat viel zu tun hinter der Theke, schliesslich ist das ihr Geburtstag! Geh ihr mal zur Hand, bevor du mich rumkriegst!“ Claudette liebte diese Scherze mit Ralf.
Ralf trollte sich Richtung Theke als Claudette sich ihrer Sklavin zuwandte.
„Honeyschatz, möchtest du etwas trinken? Ein Glas Prosecco vielleicht?“
Honey hielt ihren Blick gesenkt.
„Herrin... wenn ich darf... gerne...“ Honeys Stimme war leise und demütig.
„Ralf! Zwei Gläser Prosecco für uns, wenn es keine Umstände macht!“ Claudettes Stimme übertönte die Musik.
Diese Musik! Claudette liebte sie! Enigma war zu hören, eine sehr ruhige aber dennoch sehr gefühlvolle Musik. Auch sie liess diese Musik in ihrem Studio laufen, es lockerte die Atmosphäre auf und benahm so Manchem seine Scheu und Scham.
Ralf brachte inzwischen zwei Sektgläser und überreichte sie Claudette und Honey. Claudette liebte Prosecco, binnen kürzester Zeit hatte sie ihr erstes Glas ausgetrunken und orderte bei Ralf ein Zweites. Honey nippte immer noch an ihrem ersten Glas. Hier im Hauptraum unterhielten sich die Gäste. In der hinteren Ecke stand ein niedriges Ledersofa, wo sich zwei Frauen angeregt unterhielten. Wo Honey hinsah: Sündiges Lack und Leder, zumeist in schwarz, manchmal in Rot. Ihr unbekannte Gesichter redeten über dies und das. Schmale Glasvitrininen standen an den Wänden und zeigten die unterschiedlichsten SM Utensilien. Eine sehr schöne mehrschwänzige Peitsche mit durchsichtigen Onixgriff zierte die kleine flache Vitrine zu ihrer Seite, hochhackige Pumps lagen angeordnet daneben. Besonders gefielen Honey die schwarzen Lederpumps, die einen breiten Riemen um den Knöchel schliessen würden, mit einem Vorhängeschloss daran.

Claudette war heute nicht auf Smalltalk aus. Sie begab sich in den Nebenraum.
Hier waren Pärchen und kleinere Gruppen. Dieser Nebenraum war zwar klein, aber mit allem ausgestattet, was ein SM Herz höher schlagen lässt. Die Atmosphäre war etwas anheimelnd, denn nur die dicken schwarzen Kerzen zweier grosser schmiedeeisener Kerzenständer beleuchteten diesen Raum. Eine Art lederbezogenes Andreaskreuz befand sich in der Mitte des Raumes. Daran hing ein junger Sklave. Nackt. Mit Armen und Beinen fest verbunden mit Hand- und Fussfesseln an das Kreuz stehend befestigt. Seine Herrin, so schien es, wollte ihm Beherrschung lehren. Vor ihm stand eine entblösste Frau, die sich nicht bewegen durfte. Diese Herrin, Claudette kannte sie vage, sie hiess Pamela, war gerade damit beschäftigt, der jungen Frau einen grossen schwarzen Dildo einzuführen. Vaseline gänzte an dem Gummidildo, als Pamela diesen behutsam der jungen Frau einführte. Der Sklave stöhnte auf vor Lust, sein steil aufgerichteter Penis glänzte im Schein der aufgestellten Kerzen, er stöhnte verzückt. PENG! Pamelas mehrschwänzige Peitsche knallte auf die Oberschenkel ihres Sklaven. „Hab ich dir erlaubt geil zu werden, du Wurm?“ ertönte Pamelas schrille Stimme.
Claudette musste sich ein Lachen verbeissen. Primitiv war so etwas. Schreien und Zuschlagen. Mehr konnten diese sogenannten „Dominas“ nicht. Wenn diese wüssten, wie wirkungsvoll der Einsatz der Stimme sein könnte.
Claudette zuckte unmerklich mit den Achseln. Das Wort „Amateure“ kam ihr in den Sinn.
Links von ihr befand sich eine schwarze grosse Ledermatratze, wo sich zwei Paare tummelten. Klassische 69er Stellung.
Auch hier war nur zu sehen, wie sich die Paare vergnügten und vor Lust stöhnten, sie liessen sich nicht vor den umstehenden Zuschauern stören.
Links hinten in der Ecke stand ein lederbezogener Bock. Ein klassischer Bock. Eine Sklavin beugte sich über diesen und ergab sich ihren Herrn. Er streichelte sehr sanft über ihre Vagina. Jedoch bei jedem Laut der Lust schlug er mit der flachen Hand zu, kraftvolle Schläge hinterliessen rote Stellen auf seiner Sklavin Po.
„Ja, du liebst es so, nicht wahr?“ Wieder liess er seine Finger in sie gleiten.
„Jaaaa....“
WUSCH! Wieder ein Schlag mit der flachen Hand auf den Po.
Sie wimmerte vor Schmerz und unbefriedigten Vergnügen.

Was Claudette´s Aufmerksamkeit erregte: Die Liebesschaukel war noch frei. Rechts hinten in der Ecke war diese angebracht. Ein mit Leder bezogenes Brett hing waagrecht in der Luft, in etwa hüfthoch, gehalten von vier Ketten, die in der Decke verankert waren. Ein süffisantes Grinsen huschte über ihre Lippen, als sie Honey dorthin führte.
Claudette strich Honey eine Haarsträhne aus dem Gesicht und hob ihr Kinn an, damit sie Honey in die Augen blicken konnte. Wasserblaue Augen sahen Claudette fast reumütig an. Gut so! Claudette beugte sich leicht zu Honeys Ohr und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Honeys Augen begannen zu leuchten, dann setzte sie sich bereitwillig auf das kühle Leder dieser ungewöhnlichen Schaukel. Ein kleines unauffälliges Zeichen von ihrer Herrin liess Honey ihre Beine hochnehmen, sie sass nun mit ausgestreckten Beinen auf dem bequemen Lederbrett. Claudette winkte ihr zu, sie solle mit ihrem Po näher an die Kante rutschen. Während Honey weiter nach vorne rutschte, nahm Claudette ihre Unterschenkel und hielt diese fest. Die Schaukel kam leicht ins Schwingen, beruhigte sich wieder, als Honey ihre Position am Ende der Schaukel erreichte.
„Honey... entspanne dich. Leg´ dich auf den Rücken...“ Claudettes Stimme war nur ein Hauch, aber mit so viel Kraft und Energie, die Honey automatisch dazu bewegte sich flach auf den Rücken zu legen, ihre Arme lagen seitlich daneben.
Claudette liess Honeys Beine sanft auf den Boden gleiten. Ihr Blick glitt an den Halteketten nach oben. Wie erwartet waren an jeder Kette lederne Fussfesseln mit einem Karabinerhaken befestigt. Sie griff nach der ersten Fussfessel und löste sie von der Kette. Mit geübten Bewegungen öffnete sie die Schnalle und beugte sich zu Honeys Füsse um diese Fussfessel ihr oberhalb des Knöchels anzulegen und festzuschnallen.
Die umstehenden Zuschauer sahen gespannt auf Claudette, wie sie Honey die zweite Fussfessel anlegte. Danach hob sie Honeys Beine steil in die Höhe. Ein metallisches Schnappen war zu hören, als Claudette die Karabinerhaken etwas oberhalb ihres Kopfes an den Kettengliedern befestigte.
Pamela warf einen seitlichen Blick auf das Tun von Claudette, die rechts von ihr stand, nun langsam um die Schaukel ging und am Kopfende stehenblieb. Sie beugte sich über Honeys Gesicht.
„Schätzchen... die Arme bitte!“
Claudettes Pferdeschwanz glitt dabei über ihre Schulter und berührte Honeys Stirn.
„Ja... Herrin...“
Honey tat wie ihr geheissen und hob ihre Arme. Ihre Arme wurden ebenfalls mit ledernen Handfesseln versehen und an die Halteketten der Schaukel mit Karabinern befestigt.
Claudette´s Blick glitt über Honey, die sich kaum noch bewegen konnte. Langsam umrundete Claudette die Schaukel, bis sie das Fussende wieder erreichte. Sie stützte ihre Arme in die Hüften und besah sich Honey, die wehrlos vor ihr lag. Langsam streifte sie ihre Lederhandschuhe über ihre Finger. Jeder Zentimeter des Leders wurde behutsam über die Fingerkuppen abgestreift. Die ellenbogenlangen Handschuhe übergab sie achtlos einem Mann, der in ihrer Nähe stand. Honeys Blick war starr auf ihre Herrin fixiert. Was würde Claudette nun tun?
Claudette flüsterte etwas dem jungen Mann ins Ohr, der neben ihr in der Zuschauermenge stand. Dieser verschwand Richtung Hauptraum.
Honey konnte sehen, wie Claudette sich wieder ihr zuwandte.
Claudettes Blicke wanderten über den vor ihr liegenden Körper. Eine leichte Gänsehaut überzog Honeys Arme und Oberkörper, Die filigranen Ketten, die sich im Halbkreis um Honeys Brüste schmiegten glänzten im Schein der beiden Kerzen. Claudette beugte sich langsam nach vorne und berührte leicht mit ihren Fingerspitzen Honeys Bauchnabel. Ihre Finger umkreisten den Bauchnabel zärtlich, Honey schloss ihre Augen.
Honey genoss die sanften Berührungen. Ihre Gesichtszüge entspannten sich.
Vorsichtig glitten Claudettes Finger in kreisenden Bewegungen tiefer, berührten den schwarzen Lederslip, wanderten tiefer...
Honeys Bauchdecke spannte sich ein wenig an, ein leises Seufzen kam über ihre Lippen. Die vagen Berührungen, die sie durch den Slip spüren konnte, erregten sie.
Der Druck von Claudettes Finger wurde stärker. Honey konnte nicht anders, sie kippte ihr Becken leicht nach vorne, um noch mehr spüren zu können.
Claudette nickte dem jungen Mann zu, der nun wieder neben ihr stand. Sie liess sich von ihm eine kleine Schere in die Hand geben.

Neben ihr bemühte sich Pamela, ihre Sklavin mit einer kurzen Peitsche zu züchtigen, damit sich diese zu ihrem Sklaven niederknien sollte, der am Andreaskreuz festgeschnallt war.

Die Schere berührte die Haut von Honeys rechter Hüfte. Kalt war sie, Honey zuckte unwillkürlich leicht zusammen. Claudette durchtrennte das Gummibänder des Lederslips mit einem Schnitt. Auch das Gummiband auf der linken Seite durchtrennte sie, das vordere Slipteil klappte nach unten und liess einen Blick auf Honeys vollkommen rasierte Vagina zu.
„So ist das schon besser!“ stellte Claudette mit einem Lächeln auf den Lippen fest.
Ihre Finger kreisten wieder um Honeys Bauchnabel. Honey wollte mehr! Ihre Hüften bäumten sich auf, so dass die Schaukel leicht hin und her wippte.
Claudettes Finger spielten mit Honeys Hilflosigkeit, nützten diese schamlos aus. Langsam glitten ihre Finger über Honeys Vagina, streichten sanft über ihre Klitoris.... Honey stiess einen spitzen Seufzer aus.... sie wollte mehr, sie konnte nicht anders! Claudette reizte sie bis sie alles mit sich tun lassen würde. Ein Finger Claudettes glitt leicht in Honeys Vagina, spürte die Nässe, die sich dort befand. Honey bäumte sich nochmals auf, streckte ihrer Herrin ihr Becken entgegen, die Lust war ihr ins Gesicht geschrieben, sie handelte nur noch instinktiv, triebgesteuert.
Honeys Geilheit war nicht zu übersehen. Claudette massierte ihre Klitoris sanft und behutsam, nicht zu schnell, denn Honey sollte heute ihre weibliche Lust auskosten können. Honeys Bewegungen waren deutlich: Sie war willenlos geil und man konnte mit ihr machen was man wollte.
Claudette lächelte kurz, als sie sich zu Pamela wandt:e „Kann ich mir deinen Sklaven ausleihen?“ war ihre Frage.
Pamela war verblüfft, niemals zuvor war sie gefragt worden, ob sie ihren Sklaven ausleihen könne. Sie wunderte sich... mein Sklave? Wozu brauchte Claudette ihn?
„Natürlich steht mein Sklave dir zur Verfügung....“
„Gut.... nimm´ ihm die Fesseln ab, ich brauche ihn...“ Claudette wusste was sie tat. Sie wollte Honey einen Orgasmus bescheren, den sie noch nie erlebt hatte.
Pamela entliess ihren Sklaven der Fesseln, er stand nun frei zur Verfügung für Claudette. Nackt war er, ein hochgewachsener Mann, demütig waren seine Augen gesenkt, er erwartete Befehle von Claudette. Er war nun ihr unterstellt.
„Nimm ihre Beine....“ befahl Claudette.
Und er nahm Honeys Beine, umfasste sie, sah die Geilheit, wie Honey sich wandt... wie sie ihn erwartete. Sein Penis schwoll an. Allzugerne hätte er jetzt und hier Honey seinen Penis in die Vagina stossen wollen, aber Claudette gebot ihm Einhalt.
„Nicht so schnell... mein Bester... mach´ sie zuerst richtig heiss! Verwöhne sie mit deiner Zunge! Das liebt sie!“
Er konnte sich Claudettes Befehl nicht wiedersetzen, er beugte sich zu Honeys vibrierenden Unterleib und berührte ihre Klitoris sanft mit seiner Zunge. Ein Zucken durchfuhr Honey. Sie bäumte sich wieder auf, leicht keuchend, erhaschte die leichten Berührungen seiner Zunge.
Pamela liess ihre Peitsche sprechen.
„DU SOLLST LECKEN, DU WURM!“ und drosch auf ihren Sklaven ein. Dieser zuckte zusammen, als er die Kraft der Peitsche auf seinem Po zu spüren bekam. Honey zuckte ebenfalls zusammen.
Claudette senkte Pamelas Peitsche mit einer Handbewegung.
„Lass sie....“ war ihre Antwort. Eindringlich schaute sie Pamela in die Augen. Pamela erkannte, dass Claudette mehr Erfahrung hatte, einfach mehr wusste. Sie zog sich zurück. Ihr Sklave war nun Claudette unterstellt.
„Sie liebt es, wenn du mit ihr spielst....“ waren Claudettes Worte.
Tim, so war sein Name, hörte nun auf Claudette. Er war der Skave, der auserkoren war Honey zu befriedigen. Ihr das zu geben, was sie brauchte. Seine Zunge glitt langsam über Honeys Klitoris.
„Mach´ deine Zunge so spitz wie du kannst! DAS liebt sie! Sei langsam!“ waren die klaren Anweisungen von Claudette.
Seine Zunge berührte nur sanft Honeys Klitoris. Honey wand sich vor sich vor Lust! Ihr Becken schwebte irgendwo, versuchte, sich noch mehr Geilheit zu verschaffen, sie war vollkommen gefangen im Taumel ihrer fleischlichen Lust. Die Schaukel pendelte leicht hin und her. Ihre Schenkel spannten sich an. Tim konnte spüren, dass sich Honeys Oberschenkel anspannten, ihr Becken sich seiner Zunge entgegenstellte und sich aufbäumte. Immer wieder.
Die Ketten der Haltevorrichtung schwangen leicht hin und her. Tim konnte seine eigene Geilheit nicht verbergen. Sein Penis ragte steil nach oben, bereit in die Tiefen von Honey abzugleiten. Honey stöhnte lustvoll auf. Ihre Finger krallten sich um die Ketten, die sie festhielten.
Dann stiess Tim zu. Sein errigierter Penis glitt wie von selbst in Honeys Vagina. Er verharrte einen Augenblick, kostete den Augenblick aus. Langsam liess Tim seinen Penis wieder aus Honey gleiten. Ein Gefühl der Leere überkam ihn. Er musste weitermachen, die Lust trieb ihn fast zum Wahnsinn.
Claudette lächelte, als sie Tim und Honey beobachtete. Sklaven... waren kleine Geschöpfe, die man lenken und steuern konnte, wenn man ihnen genaueste Anweisungen gab. Sie kannte die Methoden der Lust.... und auch der Pein. Jetzt, hier... war pures Vergnügen angesagt.
Sie stellte sich dicht hinter Tim, so dass sie seinen Po berühren konnte. Ihre Hände bekamen Tims Hüften zu fassen. Ein leichter Druck ihrer Hände gaben Tim das Tempo, das Honey brauchte. Nicht zu schnell aber mit viel Druck.
Tim stöhnte lustvoll auf, als Claudettes Hände ihm Ruhe geboten. Sein Glied ruhte tief in Honeys Vagina. Honey konnte das Pulsieren von Tims Glied in sich spüren. Das machte sie noch rasender. Ihr Becken hob und senkte sich, leichte Vorwärtsbewegungen ihres Beckens trieb beide an die Grenzen ihrer Lust. Honey keuchte laut, Tim konnte ein lustvolles Stöhnen nicht unterdrücken. Beide waren an die Grenzen ihrer Fleischeslust angelangt.
„Los jetzt!“ flüsterte Claudette Tim leise ins Ohr und führte seine Bewegungen.
Tim war wie in Trance, er liess sich von Claudette´s Händen führen, kostete dies aus bis zum Schluss. Die Schaukel wippte heftig vor und zurück, als Tim Honeys spitze Schreie nur vage wahrnahm, er war im Taumel der Lust gefangen.
Gleich... gleich.... war es soweit... Tim konnte sich nicht mehr beherrschen, er spürte, wie Honey´s Becken sich ihm entgegendrückte, ihn aufnahm im warmen Nass ihrer annähernden Exstase.




Honey schrie ihre Lust hinaus, ihr Körper zuckte vor Exstase, ihre Vagina verkrampfte sich in der Süsse des wohligen Schmerzes.
Tim bäumte sich auf. Seine Geilheit explodierte förmlich in Honey. Sein Oberkörper fiel nach hinten, so dass sein Kopf auf Claudettes Schulter zum Liegen kam.
Claudette konnte den Orgasmus der beiden regelrecht spüren, miterleben.
Tim keuchte vor Anstrengung, er liess seinen Kopf auf Honeys Brüste sinken. Noch gefangen in seiner Befriedigung küsste er Honeys Brüste, liebkoste sie.
Ein kleines Lächeln huschte über Claudettes Lippen.
So liebte sie es! Diese Art der Spiele mit der Lust beherrschte sie sehr gut und genoss es für sich auf eine besondere Art.
Die Umstehenden waren wie elektrisiert, konnten ihren Blick nicht von dem Trio lösen.
Claudette liess den Beiden Zeit sich zu erholen, dann sagte sie zu Tim: „Nimm´ Honey die Fesseln ab.“
Sie ging kurz in den Hauptraum um etwas zu holen.
Tim war gerade dabei Honeys Fesseln zu lösen als Claudette wieder den Raum betrat. Sie übergab Honey einen weiteren Lederslip.
„Hier... ich will schliesslich nicht, dass du nackt rumläufst!“ Ein schelmisches Grinsen, was Honey galt, untermalte ihre Aussage und schon war sie wieder in den Partyraum verschwunden.
Tim begab sich wieder in die Obhut seiner Herrin Pamela, die etwas verwirrt bei ihrer entblössten Sklavin stand. Honey richtete sich auf und zog den Lederslip an, dann folgte sie ihrer Herrin. Diese stand an der Theke und genoss ein weiteres Glas Prosecco, sichtlich zufrieden mit sich.
„Danke Herrin....“ Honey´s demütige Stimme und ihre schamvoll gesenkten Augen sagten Claudette, dass sie eine gute Herrin war. Lächelnd erhob sie ihr Glas und stiess mit Doris auf den Geburtstag an.

******

Paul sass wie jeden Abend in seinem Wohnzimmer und sah fern. Ein Stapel Videokassetten lag vor dem Fernseher auf dem Boden. Seine Privatsammlung an Hardcorepornos zierte den Teppich. Heute hatte er sich wieder seinen Lieblingsporno eingelegt: „Dominas Life“. Er liebte dieses Tape! Gott verdammt war das geil!
Diese Domina hatte eine Sklavin...
Paul konnte einen nackten Mann sehen, der an eine Art Flaschenzug gekettet war. Dieser war nackt. Vor diesem Mann befand sich ein schlichter Küchentisch, worauf ein junges hübsches Mädchen lag, diese war nackt. (Geile Titten, Mann oh Mann!) Die Domina in schwarzen enganliegenden Lackkleid näherte sich dieser mit einem Riesengummischwanz.
„Das wird dir gefallen...“ hörte Paul die Domina sagen und sah, wie diese etwas brutal den Dildo in des Mädchens Vagina stiess und eindeutige Bewegungen machte. Der Schwanz des Typen der am Flaschenzug hing, richtete sich errigiert auf. Die Domina lachte und beugte sich zu ihrer Sklavin und leckte sie.
„Mann... wenn ich der Typ wär´ ! Ich würd´ mich losreissen und beide durchficken bis sie kommen!“ dachte Paul.
Seine rechte Hand fingerte gedankenverloren an dem Reissverschluss seiner ausgeblichenen Jeans. Diese Szene war einfach zu geil! Die Domina rammte den Gummischwanz der Sklavin in die Muschi während sie abwechselnd den Kitzler leckte und dem Typen den Schwanz blies. Der Typ platzte vor Geilheit, vorallem dann, wenn die Domina mit der Sklavin zu Wege war. Das war schon geil, konnte sich Paul vorstellen, immer wenn die Domina ihre Sklavin leckte, dass der Typ vor Geilheit ausrastete. Konnte man ja sehen! Dessen Schwanz war zum Bersten angeschwollen!
Paul stellte seine Flasche Bier, die er in der linken Hand hielt auf den Tisch neben ihm.
„Gott.... das sollte mir mal passieren...“ Paul´s Finger umschlossen seine Eichel. Sein Schwanz war ebenso prall wie die des Typen im Fernsehen.
„Die arme Sau kann nicht mal wichsen.... der ist ja angekettet...“ dachte Paul und seine Finger glitten langsam aber dennoch mit Druck auf und ab. Paul begann zu schwitzen. Sein Feinrippunterhemd wies einige Stellen von Schweiss auf.
„Gott! Hey Tussi! Blas ihn wieder! DAS ist geil!“ Wie auf Befehl wandt sich die Domina wieder mit ihren Lippen dem Mann zu. Ihre Lippen glitten grob und fordernd über die Eichel.
„JAAA!“ entfuhr es Paul, der nun heftiger seine Finger über seine Eichel gleiten liess.
Paul stand auf, die rechte Hand am Penis, die Linke massierte seine Eier. Er näherte sich der Mattscheibe des Fernsehers.
„Spritz´ ihr ins Gesicht du Sack!“ entfuhr es Paul.
Paul´s Handbewegungen wurden schneller, je schneller die Domina ihre Mundbewegungen vollführte.
„Hey! Blas´ mir mal einen! Aber gut!“ entfuhr es Paul.
„Ja! Er spritzt ihr ins Gesicht!“ Paul schrie fast.
Seine Finger glitten schnell und hart über seine Eichel. Er musste abspritzen! Jetzt!
JAAAAA.....!!!!
Paul´s Ejakulat zierte nun die Scheibe seines Fernsehers. Er keuchte.
„Scheisse!“ Er schnappte sich ein Tempo und reinigte den Fernseher.
„So ein Mist...“ Paul versuchte sein Ejakulat von der Scheibe des Fernsehers zu wischen, aber das erwies sich als zähe Aufgabe. „Scheisse nochmal!“ Paul fluchte....
Stop.
„Scheiss Video! Macht nicht an. Gibt nicht so den Kick...“
Paul war frustriert. Das war nichts, so gab es ihm nicht den Kick. Er musste raus, irgendwie. Er schnappte sich im Flur seine Fliegerjacke und verliess seine Wohnung.

*******

Es war kalt heute Abend, Sybille zog ihre Strickjacke enger als sie den Park betrat. Sie hatte Überstunden machen müssen, ein wichtiger Schriftsatz ihres Chefs musste heute noch getippt werden, wegen den Terminvorgaben. „In der Familiensache Sowieso gegen Sowieso, wird der Unterhalt gefordert...“ Sybille kannte die Schriftsätze ihres Chefs nur zu gut. Aber dieser heute war ziemlich lang, so dass sie Überstunden machen musste. Es war bereits halb Acht als sie die Kanzlei verlies.
„Nur noch schnell nach Hause.... dann ein Bad, das wird mir guttun...“ dachte Sybille auf ihrem Nachhauseweg, sie nahm die Abkürzung durch den Park, das ersparte ihr mindestens 10 Minuten Gehzeit.
Sybille war nicht wohl zumute. Der Park war doch recht dunkel und düster um diese Jahreszeit. Ihre Schritte wurden sichtlich schneller. Sie fühlte ein Unbehagen in dieser düsteren Umgebung. Der Weg war nicht gut beleuchtet, hier und da standen Laternen an den Wegen, die nur ein spärliches Licht auf ihre Umgebung warfen. Sybille fröstelte. Schnell bahnte sie sich ihren Weg durch das Gewirr der Wege des Parks.
Schnell in ihre Wohnung zu kommen, das war Sybilles Anliegen. Sie durchlief den Park fast im Laufschritt, als plötzlich eine Person hinter ihr, die sich in den Gebüschen versteckt gehalten hatte, sie hinterrücks anfiel.
„Sei bloss ruhig Schätzchen!“ zischelte diese Person ihr ins Ohr, platzierte die Klinge eines scharfen Küchenmessers an ihrer Kehle, bereit zuzustechen. Sybille blieb stocksteif stehen. Das konnte nicht wahr sein! Sie spürte die kalte Klinge an ihrem Hals. Die scharfe Klinge drückte gegen ihre Haut, sie konnte spüren, wie sich das Metall durch ihre Haut schneiden wollte. Sie wollte schreien, aber sie konnte nicht. Des Täters linke Hand umfasse ihren Mund, sodass sie nicht fähig war zu schreien.
Sybille wurde in das nächste Gebüsch gezogen, die Äste der niederen Büsche schlugen ihr ins Gesicht, sie wurde weiter gezogen von einem Menschen, der ihr Böses antun wollte. Sie war wie gelähmt, konnte sich nicht wehren. Der Mann stiess sie unsanft zu Boden, immer noch das Messer an ihre Kehle haltend zwang er sie zu Boden, ihren Mund verschoss er immer noch mit seiner Linken. Sybille wollte schreien! Konnte es aber nicht. Was über ihre Lippen kam war ein ersterbender glucksender Laut, der Allem hier Einhalt geboten hätte.
Der Mann zerrte an ihrer Strumpfhose, bekam sie irgendwo zu fassen unter ihrem Rock und zerriss sie kurzerhand. Umständlich riss er an Sybilles Slip, um diesen etwas nach unten gleiten zu lassen. Dann nestelte er an dem Reissverschluss seiner Jeans.
Sybille konnte seinem übelriechenden Atem spüren, als dieser seinen Penis heftig in Sybilles Vagina stiess.
Sybille wollte aufschreien, so weh tat ihr das gewaltsame Eindringen des Fremden. Brutal stiess er seinen Penis in ihre Vagina. Heftige Bewegungen des Peinigers bereiteten ihr Schmerzen. Sie drehte den Kopf zur Seite und betete, dass er von ihr ablassen würde, ohne sie zu töten. Sie ertrug den Schmerz.... in der Hoffnung zu überleben.
Die Bewegungen ihres Peinigers wurden immer schneller, er keuchte, Sybille wünschte sich nur, dass alles vorbei sein würde und dass sie nach Hause gehen konnte. Sie ertrug die Schmerzen, die Demütigung. Das heftige Keuchen ging in eine Art Gestöhne über. Sybille spürte, dass ihr Peiniger gleich einen Orgasmus bekommen würde, er rammte ihr mit unverminderter Heftigkeit seinen Penis in ihre Vagina. Schneller... heftiger.... Sybille hätte aufschreien mögen.... aber sie konnte nicht, sie war gefangen in ihres Peinigers Händen und dessen schweren Körper, der auf ihr lastete. Der Mann über ihr stiess einen unterdrückten Schrei aus, als er in Sybille ejakulierte. Er bäumte sich kurz auf und Sybille konnte im fahlem Schein der entfernten Laternen erkennen, dass dieser eine Tätowierung auf dem linken Handrücken trug. Sie prägte sich diese Tätowierung ein. Ein Herz worin geschrieben stand: Dear Corinna... Niemals würde Sybille dieses Tattoo vergessen....

********

Sybille lag noch immer auf dem feuchten Erdboden. Der Vergewaltiger hatte sich aus dem Staub gemacht, war verschwunden. Mühsam richtete sie sich auf. Sie war allein, allein in dieser Dunkelheit. Ihr Slip hing an ihren Kniekehlen, die Strumpfhose war vollkommen zerrissen.
Sie war vergewaltigt worden!

Mühsam rappelte sie sich auf und schlich Richtung Parkausgang. Irgendjemand musste ihr helfen! Doch hier war niemand. Sie schleppte sich mühsam in Richtung Ausgang, als sie ein junger Student fand, vollkommen aufgelöst. Dieser begleitete Sybille zur nächsten Polizeistation.
Verstört blickte sie die Polizeibeamten an, die ihr Fragen zu stellen versuchten.
„Männer....“
Zu mehr Denken war Sybille nicht fähig. Das waren alles nur blöde Ficker! Rein mit dem Schwanz und „fick sie“!
Eine Polizeibeamtin kam in das Revier. Sie war wohl für Sybille abkommandiert. Wie sich später herausstellte, war diese Beamtin eine sehr feinfühlige Person. Auch sie war in ihrer Jugend vergewaltigt worden, was Sybille im Laufe der anfänglichen Gesprächsversuche ihres Gegenübers heraushörte.
Sybille war einem Nervenzusammenbruch nahe. Sie war unsagbar müde und ihr Unterleib schien in Flammen zu stehen. Die Polizeibeamtin redete sanft auf sie ein. Was wollte diese Person eigentlich von ihr?
"....... Anzeige erstatten wollen, dann müssen Sie nun tapfer sein...."
Wieso tapfer sein? Warum, weshalb? Sybille schaute verwirrt der Beamtin vor ihr in die Augen. Was zum Teufel wollte diese Person von ihr? Sie war vergewaltigt worden! Ihr Unterleib fühlte sich an wie als ob ein glühender Eisenstock in ihr gewesen wäre! Was redete diese Person!
"...... ist es unabdingbar, dass sie sich untersuchen lassen. Wir benötigen eine Spermaprobe, um einen Anhaltspunkt zu haben, den Täter zu finden...."
Die Frau redete doch nur Müll! Resigniert und müde blickte Sybille zu Boden. Sie wollte nur noch nach Hause, alles vergessen....
"Menschenskinder! Reissen Sie sich zusammen! Wollen Sie dass derjenige, der Ihnen das angetan hat, eingesperrt wird und dafür büssen muss, oder nicht?!"
Sybille schreckte hoch.
"Ja, verdammt! Der miese Kerl soll dafür bezahlen für das, was er mir angetan hat!" schrie Sybille der Polizeibeamtin entgegen. Sie war nur noch wütend jetzt!
Die Beamtin nickte ihr zu und ein wissendes Lächeln huschte über ihre Lippen.
"Dann kommen Sie... den Papierkram erledigen wir später. Ich begleite sie in die Rechtsmedizin, dort wird man mit Ihnen Untersuchungen durchführen, die helfen werden den Täter zu finden. Sind Sie bereit...?"
Sibylle war nicht bereit. Aber was sollte sie tun? Den Täter ungestraft lassen, in dem sie nichts tat? Nein!
Sie rappelte sich von dem Stuhl hoch und folgte der Beamtin ins Freie. Die Nacht war kühl, aber dennoch ernüchternd für Sybille, die kalte Luft half ihr wieder richtig zu Sinnen zu kommen. Sie stieg in den Streifenwagen. Die Polizeibeamtin nahm auf dem Fahrersitz Platz, Sybille den Platz neben ihr. Der Streifenwagen setzte sich in Bewegung.
Die Polizeibeamtin sah flüchtig auf Sybille.
"Haben Sie eigentlich mitbekommen, wie ich heisse?" war ihre Frage.
"Nein..."
Die Beamtin lächelte Sybille von der Seite an.
"Dachte ich mir. Mein Name ist Henning.... Amanda Henning."
"Lachen Sie bloss nicht! Ich weiss, meine Eltern hatten nicht bedacht, dass dieser Vorname manchmal seltsam klingt, aber so sind nun einmal Eltern!" Die Polizeibeamtin versuchte geschickt Sybille aufzuheitern. Was ihr auch gelang. Sybille musste lächeln.
"Wie lange dauert es noch, bis wir ankommen?" wollte Sybille wissen.
"Nicht mehr lange. Eine Querstrasse noch, dann sind wir da. Haben Sie keine Angst. Es wird nicht lange dauern, dann kann ich Sie nach Hause bringen.... es fehlen nur noch ihre Angaben, das bekommen wir noch hin."
Wie Amanda gesagt hatte, waren sie beim rechtsmedizinischen Institut angekommen. Der Bau sah nicht sehr freundlich aus, ein altes graues Bauwerk, ein Relikt aus Kriegszeiten lag vor ihnen. Während Sybille durch die hohen Gänge geführt wurde, fiel ihr auf, dass hier noch einiges los war. Es war beinahe Mitternacht und dennoch liefen hier einige Personen geschäftig durch die Gänge. Sie kamen an Türen vorbei, wo Bänke in den Wänden eingelassen waren. Ein grölender Jugendlicher wollte sich nicht in ein angrenzendes Zimmer führen lassen, um eine Blutentnahme durchführen zu lassen. Zwei Beamte schoben diesen förmlich in das Untersuchungszimmer.
"Lassen Sie sich nicht irritieren..." war Amandas Kommentar.
"Hier landen auch diejenigen, die betrunken Autofahren..."
Amanda führte sie weiter, die Gänge hier verwirrten Sybille. Sie wollte nach Hause.
Plötzlich blieb Amanda vor einer Türe stehen.
"Ich sag´ schnell Ann-Kathrin Bescheid, dass wir da sind...."
"Wer ist Ann-Kathrin?" wollte Sybille wissen.
"Ann-Kathrin?" Amanda lächelte leicht. "Ob Sie es glauben oder nicht, sie ist eine alte Schulfreundin von mir... Sie ist eine einfühlsame Person, die Beste hier im Institut, was Untersuchungen angeht. Sie können ihr vertrauen...."
Trotz des Zuspruches empfand Sybille Angst. Was würde nun auf sie zukommen?
"Warten sie hier einen Augenblick, ich spreche mit Ann-Kathrin und dann... wird alles gut, versprochen!" Amanda verschwand hinter der Türe, die vor ihr lag.
Am Liebsten wäre Sybille weggelaufen, weit weg, wo niemand sie belästigen würde, aber sie riss sich zusammen. Durchhalten, Sybille! Da musst du durch, wenn dieser Kerl, dieser Perverse, dingfest gemacht werden soll!
Die Türe vor ihr öffnete sich und eine kleine zierliche Person mit braunem geflochtenen Zopf und runder Brille erschien in der Tür.
"Hallo.... mein Name ist Ann-Kathrin! Kommen Sie... ich werde die Untersuchung durchführen, es wird nicht lange dauern. Ich werde vorher alles erklären, damit Sie wissen, was ich tun werde."
Diese Ann-Kathrin schien echt nett zu sein, ihre Stimme war einfühlsam und vertrauenerweckend. Sybille folgte ihr in den Untersuchungsraum. Hier gefiel es ihr nicht. Sterile graue Kacheln an den Wänden vermittelten nicht gerade eine warme Stimmung, auch der Vorhang zum Hauptraum sah nicht besonders einladend aus, so milchig weiss, wie dieser von der Decke hing....
"Es wird schnell vorbei sein...." Ann-Kathrin schob den Vorhang beiseite. Was dahinter lag, erinnerte Sybille an ihre Besuche bei ihrem Frauenarzt. Ein gynäkologischer Stuhl war umgeben von diversen Beistelltischen, wo die unterschiedlichsten Utensilien bereit lagen.
Amanda stand in Hintergrund des Raumes und hatte einen Notizblock in der Hand. Sie lächelte Sybille zu, als ob sie ihr gut zureden wollte. Aber Sybille war jetzt fest entschlossen! Sie wusste, dass man genetische Fingerabdrücke feststellen konnte anhand von Körperflüssigkeiten! Und dieser Scheisskerl hatte IN ihr einen hinterlassen!
"Entspannen Sie sich.... Frau.... ja... wie ist ihr Name, Frau...?" Ann-Kathrins Stimme hallte leicht von den sterilen grauen Kacheln wieder.
"Scholz... Sybille Scholz... so heisse ich..." sagte Sybille mit leicht zittriger Stimme.
"Okay.... Sybille... " Ann-Kathrin bedeutete ihr mit einem Kopfnicken, sie solle auf den gynäkologischen Stuhl Platz nehmen, was Sybille auch zögerlich tat.
Ungewohnt war das Gefühl, auf einem solchen Stuhl Platz zu nehmen, wo keine Routineuntersuchungen stattfanden, aber Sybille tat es bereitwillig.
Amanda schrieb sich einige Dinge in ihr Notizbuch, während Sybille den Stuhl bestieg.
Ann-Kathrin streifte sich sterile Handschuhe über. Sie lächelte Sybille zu.
"Dann beginnen wir... als Erstes werde ich Ihre Schamhaare ausbürsten um zu sehen, ob dort Schamhaare des Täters vorhanden sind. Dazu müssen sie ihren Slip ausziehen...."
Bereitwillig zog Sybille ihren Slip aus, oder das was noch davon übrig war. Dieser hatte einige Löcher aufzuweisen, nachdem der Täter derb an ihm gerissen hatte. Amanda nahm einen Fotoapparat, der irgendwo seitlich auf einem Tisch stand und machte ein Foto von ihrem Slip. Sybilles Strumpfhose war nur noch ein Fetzen, Kratzspuren von des Täters Fingernägeln zierten ihre Oberschenkel, die Amanda ebenfalls fotografierte.
Nachdem sich Sybille ihres Slips entledigt hatte, konnten die Untersuchungen beginnen.
"Oh..." Ann-Kathrin stellte fest, dass Sybille vollkommen rasiert war.
"Ich glaube, das Ausbürsten der Haare können wir uns schenken...." war ihr trockener Kommentar.
Sybille verdammte insgeheim ihre Eitelkeit, sich rasieren zu müssen. Hier wäre eine Behaarung im Genitalbereich hilfreich gewesen.
"Nun gut...."
"Ich werde nun ein Instrument in Ihre Vagina einführen, die mir ermöglicht, einen Abstrich ihrer Vagina zu machen, um festzustellen ob Spermien vorhanden sind. Sie kennen das sicherlich von ihrem Frauenarzt, also keine Angst, es tut mit Sicherheit nicht weh."
Sybille liess diese Prozedur über sich ergehen. Ann-Kathrin führte behutsam das stählerne Instrument in ihre Vagina ein um dann einen Abstrich zu machen. Sogar zwei Abstriche machte sie. Den einen überführte sie in ein Spezialmedium für weitere Untersuchungen, den anderen tupfte sie auf ein Glasplättchen und besah sich diesen unter dem Mikroskop, was seitlich auf einem Tisch stand.
"Wir haben Glück...." sagte Ann-Kathrin beiläufig.
"Der Täter hat ejakuliert... wir haben seinen genetischen Fingerabdruck in 48 Stunden!" Mit dieser Aussage drehte sie sich wieder zu Sybille.
"Sie können sich wieder anziehen, es ist vorbei..."
Sybille war erleichtert. Sie zog die Reste ihres Slips an und sah, wie Ann-Kathrin den Raum verliess, mit dem Abstrich in der Hand.
Amanda kam auf sie zu.
"Frau Scholz.... ach was... Sybille..."
"Wann es passiert ist, wissen wir schon..."
"Ist Ihnen noch etwas aufgefallen an dem Täter? Irgendetwas Markantes?"
Sybille kam das Tattoo in den Sinn, was sie gesehen hatte.
"Ja.... da war etwas...."
"Ich sah ein tätowiertes Herz auf seinem linken Handrücken.... Dear Corinna konnte ich lesen...."
"Danke Sybille, das hilft uns vielleicht weiter... kommen Sie... ich bringe sie nun nach Hause."
Sybille wurde zu ihrer Wohnung gefahren. Sie war todmüde und wollte nur noch in ihr Bett. Vorher duschte sie noch ausgiebig. Sie wollte sich das Gefühl des Benutztwerdens wegwaschen, aber es gelang ihr nicht. Sie fühlte sich immer noch schmutzig und befleckt, als sie in ihr Bett kroch. Sie schlief Gott sei Dank sehr schnell ein.... sonst wäre sie verrückt geworden bei dem Gedanken, sie wäre Schuld an dieser Vergewaltigung....

******
Acht Wochen später rief Sybille Amanda über ihr Handy an.
„Gibt es Neuigkeiten? Hat sich etwas getan...?“
Nein leider nicht, Sybille... der Täter scheint unbekannt zu sein, er ist noch nie straffällig geworden. Fehlanzeige....“
Amanda hätte Sybille gerne eine andere Nachricht überbracht, aber dieser Täter war der Polizei unbekannt.
Sybille resignierte. Der Täter würde seiner gerechten Strafe entkommen. Sie presste ihre Lippen aufeinander als sie Amanda sagte: „ Schon gut.... ich bin okay... hätte ja sein können... danke Amanda.... für deine Hilfe....“ Sie legte auf. Es hatte keinen Sinn sich weiter Gedanken darüber zu machen. Das Geschehene konnte niemand mehr rückgängig machen. Ein tiefer Seufzer kam über ihre Lippen...

******

„Studio Bizarre.... Sie wünschen?“
Eine angenehme Stimme war am anderen Ende der Leitung zu hören.
Paul war aufgeregt. Noch nie zuvor hatte er in einem Domina-Studio angerufen, aber verdammt noch mal, er wollte einmal in seinem Leben erleben, dass eine Frau ihn beherrschen würde. Warum? Das konnte er nicht sagen, es war ein innerlicher Drang, sich einmal in seinem Leben einer Frau auszuliefern, bedingungslos.
Was würde ihn erwarten? Er wusste es nicht. Der Reiz war da, liess ihn keine Ruhe. Er musste es herausfinden wie das war, Befehle einer Domina entgegenzunehmen, vielleicht wenn noch eine unterwürfige Person... Frau anwesend war?
Darum schnappte er sich die Wochenendausgabe der hiesigen Zeitung und blätterte diese durch. Viele Telefonnummern waren dort zu finden. Sofortkontakte telefonisch in Massen. Mindestens 10 Nummern standen auf besagten Seiten. Noch mehr Nummern, wo sich Privatpersonen anboten. Das war nicht das, was Paul suchte.
Studio Bizarre....
Hörte sich interessant an. Er griff nach dem Hörer und wählte die Nummer.
„Ja.... hallo... bin ich hier richtig?“ seine Stimme klang ein wenig unsicher.
Paul merkte, dass die Person am anderen Ende leicht lächeln musste.
„Richtig sind Sie hier immer, kommt darauf an, was Sie suchen...“
„Ja... ähhh... ja... ich würde mich gerne einmal unterwerfen wollen... Sie wissen schon...“
„Dann sind sie bei Madame Claudette genau richtig....“
Madame Claudette? Hörte sich interessant an, warum nicht? Paul war aufgeregt.
„Muss ich einen Termin ausmachen?“ wollte dieser wissen.
Die Stimme am anderen Ende sagte beiläufig: „Moment...“ und Paul konnte hören, wie diese Person in einem Terminkalender blätterte.
„Passt es Ihnen am Donnerstag, 22 Uhr?“ war deren Frage.
Hatte er Donnerstag etwas zu erledigen? Nein.... nicht dass er wüsste.
„Donnerstag um zehn passt es mir...“ Paul versuchte seine Stimme unter Kontrolle zu halten, er war sehr aufgeregt.
„Eine Frage noch.... wo ist Ihr Studio? In der Anzeige stand nichts...“
Paul hatte das Gefühl, dass die Person am anderen Ende der Leitung leicht lächeln musste.
„Sie finden unser Studio in der Hofgasse 9.... ist nicht zu übersehen.“ war die Antwort.
„Danke....“ stammelte Paul, zu mehr war er nicht fähig. Er hatte es endlich einmal in seinem Leben gewagt, etwas zu tun, was er sich nicht einmal zu träumen wagte. Aufgewühlt legte er auf.
Hofgasse 9.... er würde diese schon finden....

******

Es war kurz vor 22 Uhr als Paul in der Hofgasse ankam. In dieser dunklen Gasse waren nicht viele Strassenlaternen. Dunkle Hintereingänge waren das Einzige, was Paul zu Anfangs sah. Beim Weitergehen konnte er erkennen, dass sich etwas weiter hinten ein beleuchtetes Schild in Neonfarben abzeichnete.
„Studio Bizarre“ war die grelle Beleuchtung des Schildes, die über einem unscheinbaren Eingang im hinteren Teil dieser Sackgasse auftauchte.
Paul näherte sich diesem Eingang. Eine schlichte Eingangstüre war unter dem Schild auszumachen. Geschwungene Buchstaben zierten das ovale goldenfarbene Schild an der Klingel. Er betätigte die Klingel, die leise hinter der Türe wahrzunehmen war. Es war kein aufdringliches Klingeln, eher eine Art Summton, die leicht im Hintergrund ertönte.
Paul wartete.
Es vergingen keine zehn Sekunden bis ihm die Türe geöffnet wurde. Eine zierliche Person, vollkommen in Leder eingehüllt, öffnete ihm die Türe.
Willkommen im „Studio Bizarre!“
Diese Frau sah nur noch bezaubernd aus! Das Lederbustier in schwarz, was nur ihre wohlgeformten Brüste frei liess, zogen Paul in ihren Bann. Der geschlitzte Lederminirock unterstrich ihre schlanke Figur ausserordentlich. Schenkelhohe schwarze Lackstiefel betonten ihre schlanken Beine, Paul folgte fast wie elektrisiert dieser Empfangsdame zu einer Art Anmeldungspult.
Der Empfangsraum war sehr gediegen eingerichtet. Eine schwarze Ledercouch stand einladend in einer Ecke des Raumes, ein kleiner ovaler Glastisch stand davor, mit frischen Blumengesteck in einer schwarzen glänzenden Vase.
Die nette Dame am Empfang wies Paul an, erst einmal Platz zu nehmen.
Paul war etwas aufgeregt. Nervös spielte er mit seinen Fingern, rieb diese an seiner Jeans, wie als ob er kalte Hände hätte.
Die nette Empfangsdame verschwand durch eine der beiden Türen, die sich gegenüber dem Eingang befanden.
Pauls Blicke glitten durch den Raum. Spiegelbilder zierten die Wand zu seiner Rechten. Diese Spiegel zeigten Reliefe von nackten Damen in Posen, die leicht bekleidet waren. Eine Vitrine stand zu seiner Linken, worin sich Bücher befanden, die aufgeschlagen dalagen, zeigten chinesische Stellungen des Liebesaktes. Auch andere Bilder waren zu sehen, sahen altertümlich aus, wie aus des Sonnenkönigs Zeiten, Frauen mit Peitschen in ihren zierlichen Händen standen hinter Unterwürfigen, ob Mann oder Frau und deren Positionen war eindeutig: Sie wurden geschlagen....
Paul schreckte leicht auf als sich eine der Türen öffnete. Eine wunderschöne Frau betrat stolz und dennoch erhaben den Empfangsraum. Automatisch stand Paul auf. Diese Schönheit kam direkt auf ihn zu. Allein die Kleidung die sie trug, benahm ihm den Atem. Sie trug eine rote hautenge Latexhose, ein rotes Latexbustier und einen Umhang aus schwarzen Leder. Die rotschwarzen Plateaustiefel aus Leder gaben kein Geräusch beim Gehen ab, die dicken Teppiche auf dem Boden liessen dies nicht zu.
„Hallo Paul.... schön dass Sie zu uns gefunden haben...“ waren ihre Worte.
„Mein Name ist Claudette.“
Paul starrte auf Claudettes Bustier. Diese Brüste waren einfach genial.
Claudette bemerkte dies und ein geheimnisvolles Lächeln umspielte ihre Lippen.
„Sie waren noch nie hier zu Gast. Wie kann ich Ihnen behilflich sein?“
Paul war etwas konfus.
„Äh... ja...“
„Mich beschäftigt schon lange der Gedanke, dass ich mich sexuell führen lassen möchte, am Liebsten wäre mir ein Szenario mit einer Gespielin.... wenn das möglich ist?“
Paul sah Claudette verunsichert an.
„Natürlich ist soetwas möglich, Paul.“
„Haben Sie schon Erfahrungen im Bereich SM gehabt?“
Pauls Blick verriet Claudette, dass dies nicht der Fall war.
„Nun gut. Haben Sie Utensilien dabei, die Sie verwendet haben wollen? Spezielle Kleidung?“
Paul war verlegen.
„Nein... ich... ich weiss nicht, was erforderlich ist....“
Claudette seufzte unmerklich. Dies war wieder ein typischer Neuling, der nicht wusste, was er eigentlich wirklich wollte. Nun gut. Sie würde ihn einführen in die SM Szene, ganz langsam.
„Folgen Sie mir, Paul. Ich werde sehen, was ich für Sie bereit habe, denn so in dieser Erscheinung wird keine rechte Stimmung aufkommen. Ich habe da noch etwas in meinen Accesoires, was Ihnen passen könnte, wir wollen doch gleich in Stimmung kommen...“
Mit diesen Worten drehte sich Claudette um und hielt auf die Türe vor ihm zu. Paul folgte ihr in angemessenen Abstand. Claudettes Gangart war einfach göttlich, auch wenn er nur ihre Plateaustiefel sehen konnte.
Die Türe zu einem anderen Raum öffnete sich. Ein kleiner Raum empfing Paul. Dort waren viele Spielzeuge aus dem SM und Bondagebereich aufgehängt, oder lagen irgendwo herum. Auch ein Kleiderschrank stand in diesem Raum. Claudette hielt darauf zu und öffnete einen Seitenflügel des Eichenholzschrankes. Hier waren diverse Lederuntensilien auf Bügeln aufgereit. Ein präziser Griff Claudettes förderte einen nietenbesetzten schwarzen Ledertanga für Männer zu Tage. Diesen warf sie achtlos Paul zu, der ihn gerade noch greifen konnte. Desweiteren suchte sie ein Lederkettenhemd heraus, was Pauls Grösse besass.
„Zieh das an Paul.“ waren ihre Worte, irgendwie kalt und dennoch intensiv und eindringlich.
„Okay....“ Paul wusste, er musste sich nun entkleiden, was er auch zögerlich tat.
Claudette drehte sich wieder Richtung Türe und bevor sie durch diese verschwand sagte sie: „Wenn du fertig bist, dann betrete den Raum gegenüber dieser Türe. Ich werde dich dort erwarten.
„Okay...“ das war das Einzige, was Paul über die Lippen brachte.

******

Claudette verliess den Umkleideraum und passierte die gegenüberliegende Türe zu ihrem Studio. Sie wollte noch gewisse Dinge vorbereiten. Honey war bereits anwesend und überprüfte die Ketten des Flaschenzuges, der sich in der hinteren Ecke des Raumes befand.
„Herrin Claudette..... ich bin fertig. Alles ist in Ordnung.“
Honey hielt wie immer ihren Blick gesenkt. Claudette liebte auf ihre Weise ihre kleine Gehilfin und Sklavin. Sie war so hilflos ohne sie, fast unschuldig wirkte sie auf Aussenstehende.
„Danke Honeyschatz....“ Claudettes Stimme strahlte so viel Wärme aus...
Sie überprüfte ihre Spielzeuge, die auf einem Tisch fein säuberlich aufgereit waren: Handschellen, Seile, Gewichte, Nadeln, Kerzen und auch andere kleinere Utensilien zierten ihren Arbeitstisch. Claudette war eine erfahrene Herrin, die genau erwägen konnte, was jeder Einzelne ihrer Kunden wünschte.
Die Türe zu ihrem Studio wurde geöffnet, Paul trat etwas schüchtern ein. Der Lederslip war ihm etwas zu klein, aber das störte Claudette nicht.
Honey stand wie angewurzelt da. Ihre Augen weiteten sich schreckhaft, als Paul das Studio betrat. Ihr Blick fiel auf Pauls linken Handrücken.
Claudette ging auf Paul zu und befahl ihm sich hinzuknien, wie es einem rechtschaffenen Sklaven gebührt. Ihr Blick fiel Honey, die immer noch gebannt auf Paul sah, der sich umständlich hinzuknien versuchte.
Da stimmte etwas nicht.
Honey drehte sich aprupt um und rannte fluchtartig aus dem Studio.
Claudette konnte sich dieses Verhalten von Honey nicht erklären.
„Paul, warte hier. Ich muss noch etwas erledigen.“ waren ihre Worte, als sie das Studio verlies.
Sie fand Honey im Umkleideraum, sie hatte sich in einer Ecke zusammengekauert und weinte bittere lautlose Tränen.
Claudette kniete sich zu Honey nieder.
„Was ist los Schatz?“ waren ihre Worte. Claudette streichte sanft über Honeys Haare.
„Der Typ....“ schluchzte Honey.
Claudette wusste nicht, was Honey ihr sagen wollte.
„Was ist denn mit dem?“ wollte Claudette wissen, sie streichelte sanft über Honeys Arme, die diese um ihre Beine geschlungen hatte.
„Er ist der Typ.....“ Honey schluchzte.
Claudette war irritiert.
„Wie? Er ist der Typ? Ich verstehe das nicht.... erkläre mir das bitte....“
Honey blickte auf und sah in Claudettes Augen, Tränen rannen lautlos über ihre Wangen.
„Ich erzählte dir doch, dass ich vergewaltigt worden bin..... er war es. Diese Tätowierung auf seinem linken Handrücken.....“ Honeys Stimme war brüchig.
Claudette traf diese Aussage wie einen Hammerschlag. Wie konnte das passieren, dass Honeys Peiniger hier aufgetaucht ist? Das war nicht nur unwahrscheinlich, sondern fast unmöglich. Vergewaltiger waren nicht in der SM Szene anzusiedeln. Claudette war bestürzt.
Sie fasste einen Entschluss.
Sie richtete sich aprupt auf. Tausend Gedanken schossen in durch den Kopf.
„Honey.... ich werde wieder in das Studio gehen. Wenn er es ist, dann Gnade ihm Gott, dann quäle ich diesen Perversen, bis er um Vergebung winselt! Das verspreche ich dir!“
Claudette drehte sich schnell um und verliess die Umkleide.
Honey schaute Claudette mit tränennassen Augen nach und schluchzte leise.

*****

Claudette betrat wieder ihr Studio. Paul kniete immer noch auf dem Boden, wie sie es ihm angewiesen hatte.
Dieser Scheisskerl hatte also ihre Honey vor einem halben Jahr vergewaltigt! Dafür würde er büssen müssen! Claudette musste sich zusammennehmen um diesem Kerl nicht einfach ins Gesicht zu schlagen. Nein.... das würde sie nicht tun! Sie hatte etwas ganz anderes vor.
„Paul...“ ihr scharfer Ton war nicht zu überhören.
„Ja?.....“ Paul sah Claudette erwartungsvoll und dennoch etwas irritiert an. In ihrer Stimme schwang ein Unterton mit, der vorher nicht da gewesen war.
„Ich werde dich nun an diesen Flaschenzug hängen... du wirst mir gehorchen, bedingungslos!“ Claudettes Stimme war hart.
„Ja....“ stammelte Paul, er dachte an gewisse Videos, die er gesehen hatte.
„Ich bevorzuge den Namen „Herrin“... „Herrin Claudette“.....“ Claudette kam auf Paul zu.
Im Vorbeigehen nahm sie von ihren Tisch die bereitgelegten Lederhandfesseln. Sie waren mit einem Karabinerhaken zusammengehalten. Diesen Haken löste sie im Näherkommen und öffnete die Eisenschnallen der Handfesseln.
„Streck deine Hände vor“ war ihr scharfer Befehl.

******

Honey kauerte noch immer in der hinteren Ecke des Umkleideraumes. Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Armen, die sie um ihre Beine geschlungen hatte. Die Vergewaltigung, was sie gespürt und gefühlt hatte, kam in ihr wieder hoch. Schluchzend sah sie das Gechehene nochmals vor ihrem geistigen Auge, nur dass nun ihr Peiniger ein Gesicht besass.
„Gott.... was soll ich nur tun?“ sie sah auf die Wand vor sich und wischte die Tränen von ihrer Wange. Sie rappelte sich mühsam auf.
„Amanda... ich muss Amanda anrufen!“ Dieser Gedanke schoss förmlich durch die Bilder, die vor ihrem geistigen Auge abliefen.
Sie lehnte sich an die kühle Wand um sich zu fassen.
Was hatte Claudette gesagt? ....Gnade ihm Gott?
Honey stiess sich abrupt von der Wand ab und betrat den Empfangsraum. Chloé, die Empfangsdame, war gerade nicht anwesend, sie holte sich wahrscheinlich einen Kaffee in den Privaträumen.
Schnell ging Honey auf den Empfangstisch zu, wo das Telefon stand und tippte Amanda´s Telefonnummer.
Es erschien Honey eine Ewigkeit bis Amanda´s Stimme am anderen Ende der Leitung zu hören war.
„Amanda Henning“ meldete sich Amanda`s melodische Stimme.
„Er ist hier Amanda! Komm schnell!“
Amanda stutzte: „Sybille, bist du das?“
„Ja verdammt, ich bin im Studio! Der Typ ist hier bei Claudette, komm schnell bitte!“
„Bei euch im Studio? Bist du sicher?“
„Ich erkannte ihn an seiner Tätowierung am Handrücken! ER ist es! Bitte, bitte komm schnell...“ Sybilles Stimme überschlug sich.
„Okay... wo war das Studio gleich nochmal?“ wollte Amanda wissen.
„Hofgasse 9..... hinten rechts in der Sackgasse...“
„Gut... wir sind gleich da.... Sybille?“
„Ja?“
„Wir kriegen ihn....“
Sybille presste ihre Lippen aufeinander.
„Ja....“ und legte auf.
Sie zitterte am ganzen Leib. Sybille´s Nerven lagen blank. Was sollte sie nun tun? Sie stand in der Empfangshalle und musste doch irgendwas tun... Chloé kam aus einer verdeckten Seitentüre und hielt einen Becher Kaffee in der Hand. Verdutzt sah sie Honey beim Telefon stehen.
„Honey... war etwas?“ war ihre Frage.
„Schon gut Chloé, es war nichts...“ Sybille drehte sich um und ging in Richtung Studiotüre.
Chloé sah wie Honey im Studio verschwand.

******

Sybille hatte sich entschlossen. Sie musste ins Studio, um zu sehen was dort vor sich ging.
Claudette stand vor dem Flaschenzug. Sybilles Peiniger war mit Handfesseln beidhändig an dem Flaschenzug befestigt worden und hing nun steif in seinen Fesseln. Seine Zehenspitzen berührten kaum den Boden unter ihm.
Claudettes Gesichtsausdruck war hart und fast ausdruckslos. Sybille konnte dennoch Hass in ihren Augen sehen. Kontrollierten Hass. Ein flüchtiger Blick Claudette´s traf sie. Unmerklich nickte sie Sybille zu.
„Sooo... mein lieber Paul...“ Claudette´s Augen sprühten vor Hass.
„Jetzt pass´ gut auf....“ waren ihre Worte, als sie von dem Tisch, worauf ihre Utensilien lagen ein dünnes Seil aufnahm.
Sybille stand noch immer bei der Studiotüre und sah diesem Mistkerl in die Augen. Sie näherte sich Claudette.
Paul sah Sybille an. Irgendwoher kannte er sie, aber woher?
Claudette band das Seil straff um Pauls Hodensack. Ihre Bewegungen waren langsam, aber dafür band sie das Seil sehr stramm.
Paul fühlte, wie sich ein schneidender Druck in seiner Genitalgegend breit machte.
„Hey was soll das?! Willst du dass mir der Sack abfällt?!“ entfuhr es Paul, der sich heftig hin und her bewegte, gefangen in seinen Handfesseln, die am Flaschenzug befestigt waren.
Claudette näherte sich seinem Gesicht. Ungestüm packte sie sein Kinn und drehte sein Gesicht abrupt in die Richtung, wo Sybille stand.
„Sieh ihr ins Gesicht, du Perverser!!!“ sie spie ihm diese Worte entgegen.
Paul sah Sybille ins Gesicht. Sein Blick ruhte nun auf Sybille.
Er erkannte Sybille nicht. Er wusste, er hatte sie schon einmal gesehen, aber wo?
Claudette unterbrach seine Überlegungen.
„Vor einem halben Jahr... hast du eine Frau vergewaltigt! DAS ist sie! Sie ist dein Opfer gewesen, du perverses Schwein!“
Claudette zog das Seil strammer. Paul heulte schmerzerfüllt auf.
Sybille stand zitternd schräg hinter Claudette, die das Seil noch strammer zog.
Paul traf Sybilles Blick wie ein Hammerschlag. Er war gefangen! Er konnte nicht fliehen!
„Binde mich sofort los, du kleine Schlampe, oder ich werde.....“ brüllte Paul durch das Studio.
Sein Hodesack schwoll unter diesen massiven Druck des Seiles an, tat langsam verdammt weh. Claudette nahm ein weiteres Seil und band dieses langsam, aber sehr straff um seine Peniswurzel. Durch die fehlende Blutzirkulation richtete sich sein Penis auf. Paul stöhnte schmerzverzerrt auf.
„Du billige Hure!!!“ spie er Claudette entgegen, Schmerzen, die er noch nie gekannt hatte, durchzuckten seinen Körper, unfähig etwas dagegen tun zu können. Mit schmerzverzerrtem Gesicht spuckte er in Claudettes Richtung, traf aber nicht.
Claudette lachte. Sie lachte Paul aus! Sybille wusste, ihre Herrin war nun in ihrem Element. Sie würde diesen perversen Kerl ganz langsam seine Männlichkeit zunichte machen.
„Was du nicht sagst, PAUL!“ Claudettes hasserfüllte Stimme hallte von den Studiowänden wieder.
„Wie gefällt es dir, dass du dich nicht mehr wehren kannst? SAG SCHON! Ich werde dir deinen kleinen geilen Schwanz abschneiden, wenn du nicht artig bist!“
Jetzt lachte Paul auf, trotz seiner Schmerzen im Penis, der dunkelrot in die Höhe ragte und seinem Hodensack, der sich schon blau verfärbt hatte.
Seine Augen bargen den Wahnsinn, der sich hinter ihnen zeigte.
„Du verdammte Schlampe! Dir besorg´ ichs auch noch!“ schrie Paul vor Sinnen und Schmerzen.
Claudettes Mund verzog sich zu einem grausamen Lächeln.
„Ach ja? Du meinst hier Lachen zu können? Dann wird dir das bald vergehen!“ ihre Stimme bekam einen gefährlichen Unterton.
Ihr Blick glitt über ihren Utensilientisch. Ein gefährliches Lächeln umspielte Claudettes Lippen, als sie die Rasierklinge vorsichtig zwischen ihre Finger nahm.
Pauls Augen weiteten sich vor Angst. Claudette hielt die Rasierklinge vor seine Augen und spie ihm entgegen: „ Du kleiner Wurm.... ich werde dich nun von deinen perversen Gedanken befreien!“
Die Rasierklinge wanderte tiefer.... Pauls angstgeweitete Augen verfolgten die Rasierklinge. Er hatte auf ein Mal verdammte Angst.
„Hey! Das kannst du nicht machen!“ kam Paul gepresst über seine Lippen.
Claudette setzte die Rasierklinge an der Unterseite von Pauls Hodensack an, bereit ihm diesen abzuschneiden.
Schweissperlen bildeten sich auf Pauls Stirn. Er versuchte sich zu bewegen.
„Hilfe!!!“ schrie Paul, die Angst in seinem Schrei war deutlich zu bemerken.
„Halte dich ruhig... dann passiert dir nichts.... kein Wort mehr, sonst passiert was...“
Paul keuchte. Diese Person war imstande ihm den Sack und den Schwanz abzuschneiden!
Er konnte die scharfe Klinge spüren, die sich unterhalb seines Hodensacks befand. Er schwitze Blut und Wasser.
„Aber...“ entfuhr es ihm.
„KEIN ABER!“ Claudette´s Hass auf ihn war in ihren Augen zu sehen.
Gleich würde sie es tun, Sybille sah wie hypnotisiert auf diese Szenerie.

Plötzlich flog die Türe zum Studio auf. Amanda erschien mit gezogener Waffe im Anschlag, zwei weitere Polizisten stürmten in den Raum, folgten Amanda auf dem Fuss.
Claudette hielt inne.
Sybille lief auf Amanda zu und umarmte sie. Die Polizisten sahen auf Anhieb, dass der Täter ausser Gefecht war. Claudette wurde angewiesen, die Seile von Paul zu lösen.
Einer der Polizisten las ihm seine Rechte vor.
Sybille weinte. Sie klammerte sich an Amanda. Es kam ihr alles wie in Trance vor. Die Rechte, die dieser Polizist vorlas, kam ihr so unwirklich vor. Chloé übergab Paul widerwillig seine Kleidung, damit er sich ankleiden konnte.
Paul wurde abgeführt in Handschellen, wie unwirklich das auf Sybille wirkte, besonders hier...
Amanda schloss Sybille in ihre Arme.
„Es ist vorbei, Sybille.... wir haben ihn...“
Amanda beruhigende Worte berührten sie. Endlich... endlich würde der Täter seine gerechte Strafe empfangen!
........ obwohl Sybille´s Hass immer noch sagte: Wäre die Polizei etwas später eingetroffen...

******

Es war vorbei. Paul wurde abgeführt in Handschellen. Die Polizisten drängten ihn unsanft in das Polizeiauto. Amanda begab sich hinter das Steuer und fuhr los. Sybille und Claudette standen in der Türe und sahen dem Polizeiauto nach, was sich schnell entfernte.
Sybille sah Claudette in die Augen.
„Hättest du es wirklich getan?“
Claudette erwiederte ihren Blick.
„Ja.“

(c) Sabine Buchmann 2001

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Dominik Klama
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Registriert: Nov 2008

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Okay, erotisch ist die Geschichte allenfalls am Anfang. Okay, ansonsten ist es eine pädagogische Geschichte, die uns sagen will, dass zwischen Dominanz und Unterwerfung beim SM-Sex und Vergewaltigung ein himmelweiter Unterschied ist. Liebe Leser, falls ihr das noch nicht wusstet, jetzt wisst ihr es.

Die „Sabine“, die das geschrieben hat, war bei der Leselupe nur einen Tag zu Gast. Ich nehme mir heraus, trotz des Copyrightnamens unten drunter, erheblich anzuzweifeln, dass der Text von einer Frau kam. Ich tippe auf einen Mann.

Wie auch immer, vergewaltigt wurde diese Frau niemals, bevor sie das geschrieben hat.

Ich bin ein Mann, ausgesprochen vergewaltigt wurde ich auch noch nie. Aber es wurden schon sexuelle Handlungen an mir ausgeführt, die gegen meinen Willen waren. Die nur geschehen konnten, weil der, der es tat, mich einigermaßen hilflos gemacht hatte. Außerdem bin ich schon mehr als einmal in meinem Leben von anderen Männern aus dem Grund, dass ich ein schwuler Mann bin, verprügelt worden. (Einmal hat man es auch mit Elektroschocker versucht, das funktionierte aber nicht, ich spürte gar nichts.) Einmal bekam ich durch solches Verprügeltwerden einen Knochenbruch, musste in Krankenhaus und wurde zweimal operiert.

Mit diesen Erfahrungen als Hintergrund sage ich. Man fühlt sich hinterher nicht so:

> Mühsam rappelte sie sich auf und schlich Richtung Parkausgang. Irgendjemand musste ihr helfen! Doch hier war niemand. ... vollkommen aufgelöst. ...ein Student begleitete Sybille zur nächsten Polizeistation. Verstört blickte sie die Polizeibeamten an. „Männer....“ Zu mehr Denken war Sybille nicht fähig. Das waren alles nur blöde Ficker! Rein mit dem Schwanz und „fick sie!“ ... Sybille war einem Nervenzusammenbruch nahe. Sie war unsagbar müde, ihr Unterleib schien in Flammen zu stehen.

Vielmehr sieht das ungefähr so aus:

- Man stellt etwas verwundert fest, dass plötzlich alles vorbei ist und dass man immer noch am Leben ist.

- Das, was gerade geschah, ist seltsam irreal. So, als sei es ein Film gewesen. So, als sei es nicht einem selbst, sondern nur einer Filmfigur passiert. Merkwürdig ist auch, dass rings um einen die Welt ganz normal ist, sie wirkt nicht, als wäre je so etwas geschehen. Man WEISS aber, dass das, was sich wie Film anfühlt, wirklich passiert ist. Man hat darum Angst, dass es einem nachher irgendwann vielleicht sehr, sehr weh tun wird. Denn jetzt tut es komischerweise so gut wie gar nicht weh. Es ist viel zu irreal, um wirklich weh zu tun.

- Man bekommt mit einem Mal eine wahnsinnige Angst: Sie sind doch wirklich weg? Sie kommen nicht etwa zurück und fangen von vorne an? Sie holen nicht vielleicht weitere Kerle oder Waffen dazu?

- Man ruft um Hilfe, hat man vorher schon getan. Und niemanden hört einen, niemand kommt. (Das war immer so, wenn mir so etwas passierte.) Man erkennt, dass das normal ist. Niemand hilft einem Opfer, der Trick ist, keines zu sein.

- Man fühlt Scham. Man hat bisher im Leben nicht gewusst, dass man so ein Mensch ist, mit dem andere Menschen das hier machen können. Man merkt, offenbar ist man aber so jemand. Man hat das vielleicht in sich, dass man die Gewalt auf sich zieht. Man schämt sich, elend und klein zu sein und nicht rein und stark wie die übrige Menschheit.

- Man fängt an, vernünftig zu sein. Man überprüft sich, was ist verletzt, ist es schlimm verletzt, wie wird es sich in den nächsten Stunden noch entwickeln, ist die Kleidung kaputt, hat man was verloren, sind die Schlüssel noch da, kann man das Blut stillen, sieht man schlimm aus, weil Blut an einem ist? Während man das macht, merkt man, dass man es nicht so ordentlich und richtig macht, wie man das im Leben sonst machen würde. Man merkt, dass man komplett durcheinander ist. Was einem bisher gar nicht aufgefallen war. Man bekommt Panik, weil man so durcheinander ist.

- Man flüchtet, viel zu spät, wie einem klar wird, weg von dem Tatort, hin zu Menschen, zu Hilfe, zu Licht, zu Sicherheit. Man ist sich aber nicht sicher, wem man trauen kann. Man braucht jetzt niemanden, der sagt: „Sie sehen aber schlimm aus! Ist alles in Ordnung mit Ihnen? Was ist passiert? Erzählen Sie mal!“ Kommt einer so, will man an ihm die Wut auslassen, die jetzt, endlich, nach all der Zeit, kommt, die man auf die Täter hat. Denen man dasselbe antun will, was sie einem angetan haben.

- Man (also ich als schwuler Mann jedenfalls nicht) denkt keine Sekunde so einen Scheiß wie: „Männer! Idioten! Immer nur ficken! (Oder: Immer nur zuschlagen!)“ Eher denkt man etwas wie DER!, der Einzelne, der es eben war, oder DIE!, die paar, die es waren, nicht DIE MÄNNER oder DIE HETEROS oder DIE HOMOPHOBEN, nein, ganz genau der oder die, die das waren: Was für dreckige, miese, kleine Scheißkerle das sind! Denen soll es schlecht gehen! Verdammt schlecht gehen! Denn, wenn die wüssten, wie das ist, Opfer sein, dann würden sie das nicht mehr machen. Denkt man. (Weiß nicht, ob sie vielleicht nicht ebenfalls Opfer von etwas sind und es gerade darum tun.)

- Und von da an hat man für ganz, ganz lange Zeit Angst, dass einem das wieder passiert. Dass man jetzt gezeichnet ist vor dem Schicksal und darum wieder mal dran kommt, wenn gewürfelt wird. Und man weiß nicht recht, ist jetzt besser, sehr, sehr vorsichtig sein und also viel Angst haben, ist besser, jetzt erst recht genau so zu leben, wie man es vorher getan hat?

- Und wenn die Täter geschnappt werden, wenn sie vor Gericht stehen und bestraft werden, dann lernt man, dass dadurch nichts, aber auch wirklich rein gar nichts gut wird.

- Dann aber geht es irgendwann wieder weg. Dann ist es einfach nur etwas, was man mal erlebt hat. Macht einen irgendwie sogar interessant, dass man das mal erlebt hat.

Ich halte den Text für viel zu lang. Er sollte gestrafft werden. Beinahe jeden dritten Satz kann man entweder ganz weglassen oder kürzer sagen.

Ich glaube, dass Vergewaltigung nicht sehr viel mit Sex zu tun hat, SM aber viel. Vergewaltigung hat damit zu tun, dass man fühlt, dass man ein mieser, kleiner Charakter ist und dass man das kompensieren will, indem man Macht über die Existenz anderer Menschen bekommt, man sie demütigt und sich fühlen lässt wie miese, kleine Charaktere. Sex hat mit Liebe zu tun. Wirklich, das erhalte ich allen Ernstes aufrecht! Also hat auch SM-Sex mit Liebe zu tun. Also ist auch der Meister, die Herrin, der Sadist, der oder die seinen Sklaven „quält“, jemand, der sich Sorgen um das Wohlergehen seines Sklaven macht. Und das ist ein Vergewaltiger eben grade nicht. Er will, dass es dem Opfer schlecht geht.

Aber ich denke, die meisten Leute haben das schon gewusst. Und pädagogische sind nicht die besten Geschichten, die man schreiben kann.

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14.11.2015 Forum Lupanum Threads Höhe Zeit Aufklärung Verteidiger: Es ist genug.

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