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Leselupe.de > Ungereimtes
Zum 20. März 2004
Eingestellt am 19. 03. 2004 22:45


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Dietrich Stahlbaum
Häufig gelesener Autor
Registriert: Aug 2002

Werke: 23
Kommentare: 19
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Nach 60 Jahren

Immer, wenn die Sirenen heulen,
höre ich wieder Bomben pfeifen
und danach nichts.

Ich sehe das Gesicht
einer Mutter
unten im Keller
und die Sandsäcke draußen
hinter dem Fenster.

Das Gesicht ist voller Angst.

Die Mutter hält einen Säugling
behutsam unter der Schürze.

Der Säugling ist heute
ein erwachsener Mensch.

Dieser Mensch
glaubt an keinen Führer
und an keine Wunderwaffen.
Er mischt sich ein.
Er zieht ohne Waffen
gegen den Krieg.



Wenn einer dir den Krieg erklärt,
erkläre ihm den Frieden.


S. a. Seite "Pazifismus" im ZEITFRAGENFORUM:
Hier klicken



__________________
Der Stein des Sisyphus rollt immer wieder bergab. Aber besteht unser Menschsein nicht darin, dass wir ihn auch immer wieder den Berg hinauftragen, damit er nicht unten liegen bleibt?
[ In Anlehnung an Camus, Le mythe de sisyphe. Essai]

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ThomasW
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2002

Werke: 8
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Dieses Gedicht wurde nicht mit leichter Hand, sondern mit dem erhobenen Zeigefinger geschrieben.
Zuerst erzählt es etwas, so knapp und pauschal, wie ich es schon hundert Male gelesen habe, erklärt mir dann, wie der Autor sich selbst bewertet, und schreibt mir letzten Endes noch vor, wie ich zu denken habe.
Heraus kommt bei mir dabei eine Antipathie gegen Gedanken, die ich sonst eher teile.
Lyrik ist wie die Musik ungeeignet, seine moralischen Ansichten verbreiten zu wollen. Eine eindringliche Erzählung des 20. März 1944, die dem Leser noch die Freiheit lässt, seine Schlüsse daraus selber zu ziehen, bringt dich weiter, als wie hier den Moralinhammer zu schwingen.
Du scheinst bei den Antworten wert auf Textarbeit zu legen, nun, dies hier ist Textarbeit, du hast für dein Ansinnen die falsche Form gewählt, da macht es keinen Sinn, über Wortwahl und Metaphern zu reden (wobei du, nebenbei, nur umgebrochene Prosa schreibst), es kann so nichts werden.




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Lotte Werther
Guest
Registriert: Not Yet

Das Gesicht ist voller Angst.

Die Mutter hält einen Säugling
behutsam unter der Schürze.

Der Säugling ist heute
ein erwachsener Mensch.


Ich teile die Meinung von ThomasW zu diesem Text.
Besonders störend waren für mich die Zeilen oben.
Es ist doch klar, dass der Säugling, wenn er noch lebt, heute ein erwachsener Mensch ist. Und auch die Angst im Gesicht ist keine lyrische Reflexion sondern nüchterne Tatsache.

Eine andere Verarbeitung des dir wichtigen Themas wäre angebrachter. ThomasW hat eine Möglichkeit vorgeschlagen.

Lotte Werther

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