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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Zum Glück geküsst
Eingestellt am 31. 07. 2006 18:12


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jon
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Text zur Sammlung Überraschungspremiere

Zum Glück geküsst
gesehen am 27. Juli 2006


Manche Filme muss man im Kino sehen, auf manche kann bis zur TV-Ausstrahlung warten. Auf "Zum Glück geküsst" kann man vermutlich sogar ganz verzichten.

Doch halt, ich darf nicht von mir ausgehen! Der als romantische Komödie beschriebene Film findet sicher auch seine Liebhaber.

Die Idee zumindest erscheint mir ziemlich neu: Ashley ist ein Glückskind, Jake ein echter Pechvogel. Während sie grundsätzlich ohne Schirm aus dem Haus kann, "gut ist" bei Rubbellosen, ein Taxi mit Fingerschnipp bekommt und die tollsten Designerklamotten just dann preisreduziert zu haben sind, wenn sie in den Laden tritt, hat er mit Tücken wie Autos-fahren-neben-ihm-durch-Pfützen, Hosen-reißen-beim-Bücken, Mischpult-schmort-durch-wenn-Talentscouts-da-sind und Ähnlichem zu tun.

So wundert es nicht, dass Ashley ratzfatz von der Protokoll-Mit-Tippse zur Vizechefin einer PR-Agentur aufsteigt, während Jake zwar eine megatolle Band an der Hand hat, die aber einfach nicht an den Mann, spricht an den Chef der Plattenfirma, kriegt. Auf einem Maskenball, den Ashley für besagten Plattenboss ausrichtet, schleicht sich Jake als Tänzer ein, die beiden tanzen, küssen sich und – voila! – Glück und Pech sind vertauscht. Während Jake nun also aufgrund aberwitziger Zufälle "seiner" Band peu a peu zum Plattenvertrag verhilft, sinkt Ashley aus gleichen hanebüchenen Gründen bis zur Obdachlosen hinab. Na gut: ganz obdachlos ist sie nicht, sie hat ja zwei Freundinnen, bei denen sie unterkommt. Auf der Suche nach dem Glücksklauer trifft Ashley auf Jake, es gibt die üblichen Missverständnisse und am Schluss das übliche Happy End.

Die Gags auf dem Weg zum Happy End sind nicht gänzlich ununterhaltsam, zum größten Teil jedoch nicht überraschend, ja manchmal sogar detailiert vorhersehbar. Das kann – geschickt gemacht – durchaus seinen Reiz haben. Und wären nicht alle, restlos alle Figuren so unsagbar charakterfrei gewesen, wäre mir vielleicht auch das nuancenlose Dauerstrahlen der Hauptdarstellerin Lindsay Lohan nicht so derartig auf die Nerven gegangen.

Aber die Figuren sind nun einmal weitestgehend charakterfrei und scheinbar auch bar jeder halbweg nachvollziehbaren Vorgeschichte. Während Ashley und Jake wenigstens noch "Glückskind" und "Pechvogel" in mehrfach vertauschter Rolle sind, entbehren die Stichwortgeber – die beiden Freundinnen, die Chefin der PR-Agentur, der Plattenboss etc. – jeglicher über diese Funktion hinausgehender, halbwegs glaubhafter Eigenschaften. Wer auf Charaktere Wert legt, dem wird der Schmerz bis in die Haarspitzen kriechen. Wer auf Charaktere verzichten kann, wird den Film vielleicht sogar mögen.

Ach ja: Die Band ist wirklich nicht schlecht.

Wenn man auch da auf den eigenen Charakter verzichten kann …
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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flammarion
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hä?

biste hier im forum verrutscht?
lg
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jon
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Nein, ich hab höchstens einen "verwunderlichen Weg" gewählt: Im Journalistik-Forum steht der "Klappentext" namens "Überraschungspremiere".
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