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Leselupe.de > Feste Formen
Zum Meer! (Sonett)
Eingestellt am 10. 04. 2016 18:03


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James Blond
???
Registriert: Aug 2014

Werke: 421
Kommentare: 1477
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Zum Meer!

Komm mit ans Meer! Wir laufen zu den breiten StrÀnden,
leg deine Furcht in meinen Arm und lass sie reifen -
wir wollen uns im Wellental ein Schaumross greifen
und unsre ganze Last an seine Gischt verschwenden.

Die MĂ€hne schĂŒttelnd lĂ€dt es uns, hier auszuschweifen,
der Gegenwind greift zu, den stolzen Lauf zu wenden,
das feine Haar jedoch entzieht sich seinen HĂ€nden
und flieht, zurĂŒckgekĂ€mmt, in langen weißen Streifen.

Schon nimmt das Wellenpferd die ersten flachen Stufen,
fast tĂ€nzelt es und schnaubt aus schaumgeblĂ€hten NĂŒstern,
dann setzt es an zum Sprung mit Tausenden von Hufen:

Ein Donnertrommelwirbel lĂ€sst uns schreiend flĂŒstern,
wenn wir den Meeresgott bei seinem Namen rufen,
kocht uns der Schaum und wir erstarren todeslĂŒstern.

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orlando
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo James Blond,

seit langer entbehrungsreicher Zeit ein Sonett, dessen strenge Form ĂŒberhaupt nicht spĂŒrbar ist. Feinsinnig schmiegen sich Reime und Metaphern aneinander, und es entsteht das Bild eines Ortes, zu dem der Leser einfach hinstreben muss, eines Ortes der so glĂŒcksverheißend wirkt,
einer Schönheit, die so groß ist - dass sie ihren Betrachter ebenso lockt wie einschĂŒchtert.

Perfekt.

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HerbertH
???
Registriert: May 2007

Werke: 874
Kommentare: 6565
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Lieber James,

Ein feines, sehr gelungenes Sonett

Ich habe es erst jetzt entdeckt. Wie konnte das passieren (

Die letzte Zeile ließ mich zunĂ€chst stutzen, und das war gut so.

Beim zweiten Lesen ist mir dann einiges klarer geworden, und das
Sonett zeigte mir seine Tiefe.

Chapeau und liebe GrĂŒsse

Herbert
__________________
© herberth - all rights reserved

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anbas
HĂ€ufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2006

Werke: 737
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GefÀllt mir auch ganz gut. ...und irgendwo im Hinterkopf hatte ich dieses "Dazu gibt es doch ein passendes Bild" - ich habe es gefunden: Hier klicken

Liebe GrĂŒĂŸe

Andreas
__________________
Wenn der Weg das Ziel ist, kann man nicht falsch abbiegen. (anbas)

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shoshin
Guest
Registriert: Not Yet

Wow James,
Obwohl ich eigenltich schon zu mĂŒde bin, um noch gscheite SĂ€tze zu formen: Das ist eine schöne Arbeit! Im ersten Moment scheint es "zu barock" - aber eigentlich ist es zeitlos. Ich mag Alexandriner eigentlich nicht, aber du hast sie hier mE sehr gefĂŒhlvoll verarbeitet, mit einem nicht allzu scharfen ZĂ€surmesser; das Ding hĂ€lt zusammen und ist schön.

LG und gute Nacht!
shoshin

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