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Leselupe.de > Kurzprosa
Zuneigung
Eingestellt am 03. 09. 2008 22:44


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ninnicatania
Hobbydichter
Registriert: Apr 2007

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Schon erledigt. Der Punkt ist gesetzt. Der Satz zu Ende. Ich lasse dich frei. Fliege hinaus. Du erlangst wieder die Freiheit. Eine unklare Beziehung ist nicht mehr existent. Sie bestand doch nur aus Konsonanten. Aus Vokalen. Ich gebe zu: nur eine Illusion. Und doch vermittelte sie mir Gef├╝hle. Verbarg jede Silbe einen Gedanken, der zu dir fliegen sollte. Um dich zu umarmen. Zu ber├╝hren. Doch bliebst du fern. Bliebst stumm. So lief ich lange Wege um die Welt, nur um dich zu erreichen. Nacht f├╝r Nacht. Die Tastatur war mein Wort, meine Finger meine Sprache. Ich wartete geduldig bis sie ankamen, die Satzkonstrukte. So lieb auserkoren, die W├Ârter, so vorsichtig ausgew├Ąhlt, die S├Ątze. Darauf bedacht, jede Verletzung zu vermeiden. Wie oft wartete ich geduldig auf das Zeichen deiner Anwesenheit. Wie oft vergebens. Du kamst nicht und die Traurigkeit ├╝berkam mich. Wie seltsam mir das alles erschien, als ich merkte, dass mehr entstanden war als nur ein Zeitvertreib. Sogar mehr als nur dilettantische Gespr├Ąche ├╝ber die Welt, Auseinandersetzungen ├╝ber uns und die Philosophen, die wir aus der Schulzeit hin├╝bergerettet hatten. Und wie wir immer wieder versuchten, unsere Gem├╝tszust├Ąnde zu deuten. Dein \"Hmm\", das ich nie verstand, und du, darauf bedacht, geheimnisvoll zu bleiben. Nie gabst du mir eine eindeutige Erkl├Ąrung. Die Unverst├Ąndlichkeit kann manchmal dazu f├╝hren, das nicht Vorhandene als gegeben zu deuten. Es ist allerdings nichts Anderes, als der Versuch, die Wirklichkeit zu recht zu biegen. So verbog ich immer wieder Zweideutigkeiten in Eindeutigkeiten und ma├čte mir an, deine Gef├╝hle f├╝r mich einzunehmen. W├Ąrst du doch nur verst├Ąndlich gewesen. W├Ąrst du doch die Vervollkommnung meiner W├╝nsche geworden. So w├Ąren meine Tr├Ąume zu W├╝nschen geworden und wie im M├Ąrchen h├Ątte ich ihre Verwirklichung an mich gerissen. Alles ist zerronnen. Ich kann dich nicht mehr entf├╝hren in meiner Welt. In meiner Phantasie. Die nach dir ausgestreckte Hand, sie ber├╝hrt nur die Leere, die du hinterlassen hast. Die Augen irren umher, betrachten die Umgebung. Sie k├Ânnen dein Gesicht nicht erkennen. Wo du dich versteckst, dieses Wissen werde ich niemals erlangen. Versuche, mich dagegen zu wehren, diese Wahrheit anzunehmen... Vergebens. Ich muss hinaus, ich muss Dich finden. Voller Zuversicht mache ich mich auf den Weg. Nichts wird mich davon abhalten, den eingeschlagenen Pfad zu verlassen. Werden auch viele Jahreszeiten meinen Weg s├Ąumen, so ist mir dies bedeutungslos. Sollen doch harte Winter und hei├če N├Ąchte versuchen, mich zu bezwingen. Meine Zuversicht werden sie mir nicht nehmen. Stark genug f├╝hle ich mich. K├Ąmpfen werde ich um Dich. Stunde um Stunde. Bis der anbrechende Tag mich aus dem Traum entf├╝hren wird, der zumindest eine Nacht lang mir den Glauben gab, irgendwann deine Hand ergreifen zu k├Ânnen.

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