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Leselupe.de > Kurzprosa
Zuviel
Eingestellt am 25. 05. 2008 16:56


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Aurica
Hobbydichter
Registriert: Sep 2007

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Manchmal wei├č ich einfach nicht weiter. Alles scheint mir zuviel. Zuviel Arbeit, zuviel Menschen, zuviel Verpflichtungen, zuviel Freiheit, zuviel Zwang. Einfach zuviel von allem. Dann wache ich mitten in der Nacht auf und denke ich muss weg. Einfach weg, fort von diesem Zuviel.
Aber bis jetzt bin ich immer geblieben. Habe weitergemacht, so schlecht und recht.
Doch nun sitze ich im Zug. Ich werde weggehen. Denn heute Nacht bin ich wieder aufgewacht. Ich habe mich in meinem ├╝bervollen Zimmer umgesehen. Die Regale ├╝bervoll mit B├╝chern und Krimskrams. Der Kleiderschrank ├╝berladen mit Klamotten von denen ich nur die wenigsten anziehe. Der Schreibtisch voll mit Papier, Stiften und meinem mit Dokumenten, Bildern, Filmen, Musik und wei├č der Kuckuck was allem noch beladenen Laptop. Ich meinte schon die Decke sich zu mir herab biegen zu sehen von der Last an Kartons welche den Speicher besiedeln. Kartons gef├╝llt mit Dingen die ich nicht brauche. Dingen von denen ich mich aber bis heute nicht trennen konnte. Wie oft habe ich sie schon neu sortiert, versucht wegzuschmei├čen und doch bleibt eine Flut an Kindheitserinnerungen, geschenkten Geschenken, Bildern, Erinnerungen die in meine Tr├Ąume eindringen und mein Zuviel vervielf├Ąltigen.
In dieser Nacht f├╝hlte ich mein Herz erneut rasen, meine Augen feucht, meinen K├Ârper erdr├╝ckt werden. Doch diesmal bin ich nicht vor Angst erstickt liegen geblieben. Ich bin aufgesprungen, habe mich angezogen und bin gegangen. Gegangen und habe das Zuviel hinter mir gelassen. Nur das habe ich mitgenommen von dem ich nicht zuviel habe. Kein Zuviel an Identit├Ąt, Lebenswillen und ja, nat├╝rlich kein Zuviel an Geld. Ich habe das hinter mir gelassen von dem ich zu viel hatte. Und endlich sehe ich das vor mir von dem ich viel mehr brauche.

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