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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Zwecklos
Eingestellt am 03. 01. 2011 23:22


Autor
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snapple
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jan 2011

Werke: 2
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Aufregung, Adrenalin, all diese bunten Gef├╝hle nahmen seinen ganzen K├Ârper ein. Er wiegte sich hin und her. Es war eiskalt, tiefster Winter und trotzdem tobte die Hitze in seinem K├Ârper. Das musste es sein. Sie war attraktiv, wahnsinnig schlau, zugell├Âs, vern├╝nftig, bunt aber unauff├Ąllig, genau das was er nie hatte, aber wonach er sich immer gesehnt hat. Und nun da er sie endlich gefunden hatte, ├╝berstr├Âmte ihn das Gl├╝ck.
Als sie n├Ąher trat, schien das Fass fast ├╝ber zu laufen. Er wusste nicht was zu sagen, nicht was zu tun und doch lief alles genau so wie es sollte. Sie lachten, sa├čen in einem Caf├Ę, lernten sich kennen und tauschten Blicke aus. Blicke die nichts verrieten, aber alles sagten. Alles was n├Âtig war um zu verstehen. Seine Gedanken kreisten um sie, ihre Augen, ihre Lippen, ihre H├Ąnde, ihre Stimme. Er bek├Ąmpfte das Verlangen einfach aufzustehen, ihr Gesicht in beide H├Ąnde zu nehmen und sie zu k├╝ssen. Es war zu fr├╝h. Er wollte alles richtig machen. Diesmal wollte er alles richtig machen, denn sie war wichtig und war einzigartig. Sie war sie. Es war Liebe. Es war Verlangen. Er schaute ihr genau ins Gesicht. Die Augen die noch mehr strahlten, als das Kerzenlicht. Die liebliche Nase, deren Nasenfl├╝gel sich jedesmal mit ihrem Lachen mitbewegten, der herzgeformte Mund, der nur darauf wartete gek├╝sst zu werden. Er wusste, dass er alles daran setzen musste, sie gl├╝cklich zu machen. Gl├╝cklich ÔÇô f├╝r den Rest ihres Lebens.

Ihr Gesicht brannte vor K├Ąlte. Der k├Ąlteste Winter seit Jahren und sie war m├╝de. Erst ein langer Tag, dann ein langer Abend. Auf dem Weg nach Hause war sie ersch├Âpft. Sie war nicht sicher ob sie zufrieden war mit dem was sie im Begriff war zu tun. Ein Herz zu stehlen, eines das sie eigentlich gar nicht wollte. Sie wollte es nicht brechen, sich nicht festlegen, daf├╝r hat er sie nicht genug ├╝berzeugt, aber andererseits wollte sie dieser kleinen Romanze eine Chance geben. Schauen was noch kommen w├╝rde.Er war ein Freund, k├Ânnte er mehr sein? Verwirrende Gef├╝hle, die aber unbedeutend genug waren sie nicht aus ihrem Alltag zu bringen. Sie lies sich einfach leiten, sagte ja, nicke und tat dennoch wonach ihr gerade war. Heute war es das Treffen, was w├╝rde es morgen sein? Sie war sich nicht sicher und das war ok.

Er sah sie an, als s├Ąhe er sie zum ersten Mal. Ein erstaunter Blick huschte ├╝ber sein Gesicht und lies es in dem schwachen Licht ihrer Schreibtischlampe fast erschrocken aussehen. Sie sah es nicht. Die Augen geschlossen, ihm zugewendet, auf seiner Brust liegend.
Er h├Ârte in sich hinein. Aber es war still. Er lies den Blick durch das kleine Zimmer wandern, die beengenden W├Ąnde, die ihm in den letzten Wochen soviel W├Ąrme gegeben haben, f├╝hlten sich jetzt kalt an. Er versp├╝rte das Verlangen aufzustehen und den Raum zu verlassen, sie abzusch├╝tteln und hier zu lassen. Denn das ist wo sie hingeh├Ârte. Nicht zu ihm, nicht in seine Welt. F├╝r einen kurzen Augenblick verstand er sich selbst nicht mehr. Das war doch was er unbedingt wollte. Vor 2 Monaten w├Ąre er gestorben f├╝r nur eine Seknde mit ihr, in ihrem Bett, mit dem Geruch ihrer Haare in der Nase. Aber das war vorbei. Er sch├╝ttelte den Gedanken ab. Er hatte sich geirrt und dessen war er sich mehr als hundert Prozent sicher. Abermals schaute er auf ihr auf ihn gerichtetes Gesicht. Ihre Augen viel zu weit aneinander, den Glanz verloren. Ihre Nase ein viel zu gro├čer Klumpen in ihrem Gesicht, die Lippen, die bereits jeden Zentimeter seines K├Ârper ber├╝hrt hatten und einfach ihren Reiz verloren haben. Nichts mehr lockte ihn mehr an ihr. Er wollte sie nicht mehr. Es war vorbei.

Sie schloss die T├╝r hinter ihm und wusste dass es das letzte mal gewesen war. Was war passiert. Er sagte nichts, sie folgte ihm. Sie verstand nicht, er machte keine Anzeichen. Doch tief in ihrem Inneren wusste sie was es war. Es kam nicht unerwartet, es war ein langsamer Prozess, der sich von hinten an sie heran schlich. Erst leise tapsend, dann mit immer schwereren Schritten. Es war vorbei. Sie kniete sich langsam nieder, schlang ihre Arme fest um ihre Beine. Die Tr├Ąnen liefen ihre Wangen herab. Sie liebte ihn doch. Er hatte sie verzaubert, allen Zweifel geraubt und mit wohligen Gef├╝hlen ersetzt. Er gab sich M├╝he, er eroberte sie ÔÇô und nun als sie ihm alles gab, in dem Moment in dem sie sich v├Âllig ├Âffnete, trat er aus ihrem Leben und verschwand. Sie wusste, egal wie schnell sie rennen w├╝rde und wie sehr sie sich ins Zeug legen w├╝rde, es hatte keinen Sinn. Sie hatte ihn verloren, obwohl nicht sie die jenige war die nach ihm gefragt hat. Nun tat alles weh, mehr als jemals zuvor und sie war allein.

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KaGeb
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo snapple,

herzlich willkommen auf der Lelu!
Dein Einstandstextlein finde ich ok, auch wenn ich gern mehr ├╝ber seinen Beweggrund erfahren h├Ątte. Warum hat sich alles f├╝r ihn so pl├Âtzlich gewandelt? Da w├Ąren Hinweise wom├Âglich gut gewesen. Er, der sich am Anfang fast zerfetzt h├Ątte aus purer Liebe - und pl├Âtzlich nichts mehr ...

LG KaGeb

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