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Leselupe.de > Ungereimtes
Zwei Spiegel
Eingestellt am 02. 02. 2005 02:33


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werther
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2003

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Stecheisen,
weichendes Fleisch,
Knochen treten zurĂŒck,
voll Ehrfurcht.
ein Schrei in den Augen,
doch nur ein Gurgeln,
dringt zu mir durch.
wie wenig Blut,
fließt doch nach Außen,
und der Schmerz,
dringt nicht heraus,
erregt kein Mitleid.
KĂ€lte bleibt
Anfang und Ende


Schweiß auf der Stirn,
zwischen den Furchen,
glÀnzend wie Tau,
auf alten Knochen.
dazwischen
wÀssrige BÀlle,
drehend und kreisend,
umrandet von Lappen,
grau wie von Ruß,
haarig und schlaff.
gelbliche Landschaft,
uneben durchsetzt,
von WĂŒlsten und Haaren.
ein Berg von Knorpel,
thront in der Mitte,
und wirft lange Schatten,
auf BlutsÀcke.
spröde und karg,
Alles in Allem




__________________
"zu schreiben, als ob sich Leben darin ausdrĂŒcke und zu leben, als ob sich Philosophie darin fĂ€nde."

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

alles in allem zu viel.
trotzdem in der dichte nicht uninteressant.

doch zu viel.
bon.

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werther
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2003

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Menge

Es sollte von der Form her eigentlich nebeneinander stehen, um die Gleichwertigkeit und gleichzeit auch Trennung hervorzuheben. Diese Form hier regt leider zum runterlesen an, da kann es erstens wie eine bloße Doppelung wirken, zweitens langweilen. Stimmt schon
__________________
"zu schreiben, als ob sich Leben darin ausdrĂŒcke und zu leben, als ob sich Philosophie darin fĂ€nde."

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

werther, liegt an meiner minderen auffassungsgabe.

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MH
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2004

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hallo werther,

zwei spiegel - einer im anderen, grundsÀtzlich austauschbar (alles in allem). in diesem skurill-abstrakten mordszenario zeigst du die subjektivitÀt aller rollen im extremsten bilde, zumindest kommt das bei mir so an.
sprachlich herausragend, vor allem die ersten vier zeilen reissen den leser in den text hinein. keine einzige der folgenden zeilen enttÀuscht, man braucht nicht einmal einen hang zum morbiden haben, um dieses gedicht zu mögen.

wĂŒrde der text tatsĂ€chlich nebeneinanderstehen, wĂ€re der damit offenbar erwĂŒnschte "spiegeleffekt" schon alleine aufgrund der zeilenanzahl nicht schlĂŒssig - mehr symmetrie tĂ€te dem text hier gut.

ohne ein wirklicher kenner seines werkes zu sein, fĂŒhle ich mich ein wenig an gottfried benn erinnert.
mag aber tÀuschen.

fazit: eines der besten gedichte hier, das mit einem letzten formalen schliff perfekt werden könnte.

mfgMH

__________________
Aberglaube bringt UnglĂŒck.

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werther
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jan 2003

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Kritik

Erstmal ein Dank fĂŒr die wohlwollende Kritik, ich muss leider zugeben, dass die ZeilenlĂ€nge noch nicht ganz passt. Auch wenn ich den Interpretationsspielraum nicht zu eng stecken möchte muss ich dennoch betonen, dass es sich eben nicht nur um ein einzelnes Szenario handelt, wie schon aus dem Titel hervorgehen sollte. Die GegenĂŒberstellung der beiden Abschnitte möchte hier nicht allein als förmliche Spiegelung der jeweiligen Szenen dienen. Vielmehr treten die EindrĂŒcke der beiden Abschnitte als getrennte Spiegelelbilder der Seele auf, die jedoch dieselbe Emotion reflektieren: Den Ekel des Lebens. Dieser Genitiv ist durchaus mehrdeutig.
Ich hoffe, ich verrate dadurch nicht zuviel und versuche lediglich eine Spur zum besseren VerstÀndnis zu legen.
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"zu schreiben, als ob sich Leben darin ausdrĂŒcke und zu leben, als ob sich Philosophie darin fĂ€nde."

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