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Leselupe.de > Kurzprosa
Zweifel
Eingestellt am 19. 11. 2002 19:41


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Lady_Unicorn
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2002

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Zweifel


Warum hat er das nur getan? Weshalb hat er mich verlassen?
Was mache ich jetzt?
Was soll ich tun? Springen oder nicht?
Wind kommt auf. Er greift in mein Haar, als wolle er mich daran in die Tiefe ziehen. Wie Recht er doch hat.
Was soll ich nur tun?
Ich beginne wieder zu weinen. Doch diesmal ohne Tränen. Ein lautloses Schluchzen der Verzweiflung.
Wie soll es weiter gehen? Ist er es tatsächlich wert?
Meine Finger tun weh, von den endlosen Minuten, in denen sie steif um das Geländer gekrampft waren. Ich spüre den Schmerz nur nebensächlich. Er ist so bedeutungslos...so nichtig...
Ich blicke hinunter in die grenzenlose Tiefe. Elf Stockwerke. Alles erscheint klein und unscheinbar. Doch was macht es fĂĽr einen Unterschied.
Gott, hilf mir! Ich habe Angst, so schreckliche Angst. Doch wie kann ich weiterleben? Hilf mir! Was soll ich tun? Mein Luftschloss der Sicherheit ist zerstört. Das Gebilde jener Hoffnung, die mir jetzt im Nachhinein lachhaft scheint. Es ist zerplatzt, wie eine Seifenblase. Die blosse Erinnerung an einen schönen Traum, den ich vor so endlos langer Zeit, wie mir scheint, geträumt habe. Nichts als blosse Vergangenheit, die verschwimmt, wenn man sie in Gedanken zu greifen sucht. Er hat alles kaputt gemacht.
Und nun bin ich allein, so schrecklich allein. Kein Zuhause, keine Freunde, kein Leben. Noch nicht einmal eine Spur von Hoffnung.
Warum hat er das getan? Warum konnte ich ihn nicht halten. Ihn, den einzigen Menschen, den ich auf dieser Welt jemals richtig geliebt habe und an mich liess, nachdem ich alle, die mir etwas bedeutet haben in dieser unmenschlichen Welt, verlor.
Angst, Zweifel bestimmen mein Leben. Das einzige von Beständigkeit, Melancholie und Tränen.
Meine Finger lösen sich langsam, fast widerwillig von ihrem Halt, aber mein Entschluss steht fest.
Er hat mich verlassen. FĂĽr immer.
Mein Körper entlöst sich der letzten Sicherheit, die ihm das Balkongeländer bot. Ich falle....
Mit betäubender Wucht wurde ihr klar,
es war der falsche Weg.


__________________
Lady Unicorn

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Thinker
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Jan 2001

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Guten Abend Lady-Unicorn,

ich habe mir auch deine Werke zu gemĂĽte gefĂĽhrt und ich muss sagen sie gefallen mir gut.
Besonders diese Geschichte. Sie hat etwas das einem packt und bis zum Schluss nicht loslässt. Du hast die Stimmung der Person besonders gut zu dem Leser tranportiert. Man fühlt ihr richtig nach.

Thinker

Post Scriptum
s'freut mi das au da veröffentlichsch. Und übrigens mir isch de abrupt schluss durchus ufgfalle...



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Lady_Unicorn
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2002

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danke thinker
*glĂĽcklich
tut gut wenn der erste kommentar positiv ausfällt
__________________
Lady Unicorn

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damaskus
Guest
Registriert: Not Yet

Zweifel


Warum hat er das nur getan? Weshalb hat er mich verlassen?
Was mache ich jetzt?
Was soll ich tun? Springen oder nicht?
Wind kommt auf. Er greift in mein Haar, als wolle er mich daran in die Tiefe ziehen Damaskus sucht vergebens nach dem Zusammenhang. Warum will er dich in die Tiefe ziehen, wo kommt er ĂĽberhaupt her???. Wie Recht er doch hat. Soll er es doch tun (z.B.)
Was soll ich nur tun?

Ich beginne wieder zu weinen.Komma Doch diesmal ohne Tränen. Ein lautloses Schluchzen der Verzweiflung.
Wie soll es weiter gehen? Ist er es tatsächlich wert?
Meine Finger tun weh(man tut nicht tut sagen *g* ...) schmerzen, von den endlosen Minuten, in denen sie steif um das Geländer gekrampft waren. Ich spüre den Schmerz nur nebensächlich. Aber ich spüre den Schmerz kaum (z.B.) Er ist so nichtig und bedeutungslos...so nichtig...
Ich blicke hinunter in die grenzenlose Tiefe. Elf Stockwerke. Alles erscheint klein und unscheinbar. Doch was macht es fĂĽr einen Unterschied.
Gott, hilf mir! Ich habe Angst, so schreckliche Angst. Doch wie kann ich weiterleben? Hilf mir! Was soll ich tun?
Mein Luftschloss der Sicherheit ist zerstört. Das Gebilde jener Hoffnung, die mir jetzt im Nachhinein lachhaft scheint.unklar Es ist zerplatzt, wie eine Seifenblase.hmm ... abgedroschene Vergleiche magst du manchmal viel zu sehr Die blosse Erinnerung an einen schönenden Traum, den ich vor so endlos langer Zeit, wie mir scheint, geträumt habe. hatte, ist Nichts als blosse Vergangenheit, die verschwimmt, wenn man sie in Gedanken zu greifen sucht. Er hat alles kaputt gemacht. besser: Zerstört
Und nun bin ich allein, so schrecklich allein. Kein Zuhause, keine Freunde, kein Leben. Noch nicht einmal eine Spur von Hoffnung.
Warum hat er das getan?
Warum konnte ich ihn nicht halten. Ihn, den einzigen Menschen, den ich auf dieser Welt jemals richtig geliebt habe und an mich liess, nachdem ich alle, die mir etwas bedeutet haben in dieser unmenschlichen Welt, verlor. das wĂĽrde nur einen Sinn und Zusammenhang haben, wenn du sagst, warum du sie verloren hast
Angst, Zweifel bestimmen mein Leben. Das einzige von Beständigkeit, Melancholie und Tränen.
Meine Finger lösen sich langsam, fast widerwillig von ihrem Halt hmm, das ergibt ein schlechtes Bild oder? Besser: vom Geländer , aber mein Entschluss steht fest.
Er hat mich verlassen. FĂĽr immer.
Mein Körper entlöst sich der letzten Sicherheit, die ihm das Balkongeländer bot.

Ich falle....
Mit betäubender Wucht wurde ihr ihr oder dir? klar,
es war der falsche Weg.


Irgendwie klingt der letzte Satz so, als hättest du die Geschichte selbst erlebt, bist aber nicht gesprungen und hast am Ende einfach deine Hauptfigur springen lassen.
Wirklich trauern kann man schlecht um sie, die Situation kennt jeder, es ist wieder mal nichts neues, was du erzählst, das gute daran ist, dass sich ´ne Menge Leute in der Geschichte (womöglich) wiederfinden. Aber wirklich leid hat es mir nicht getan, dass sie gesprungen ist ... ich meine, ich kenne sie ja nicht ... nur ihre Verzweiflung eben ... (das ist jetzt nur auf die Geschichte bezogen)

Solltest du nochmal ĂĽberarbeiten, da kann man noch mehr draus machen ...

LG Damaskus

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Lady_Unicorn
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2002

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Abend Damaskus
Sehr ausfĂĽrhliche Kritik, exakt was ich brauche
Hm, ich nehms vorweg, ich überarbeite meine Texte immer wieder, wenn ich Zeit finde und schon lange keinen Blick mehr darauf geworfen habe. Dieser hier ist schon älter, dennoch ist meine Wortwahl nicht ganz so willkührlich, wie sie dir erscheinen mag.
Einige deiner Vorschläge gefallen mir, andere Worte würde ich eher lassen. So zum Beispiel, ihre Finger lösen sich von ihrem Halt. Ich wählte bewusst Halt, nicht Geländer, um einerseits eine Wiederholung zu vermeiden (zu Balkongeländer), andererseits um die Situatin zu verdeutlichen. Es ist nich bloss ein Geländer. Für sie ist es in diesem Moment mehr, es ist der Halt, an den sie sich klammert.
Was den Wind anbelangt ( ...als wolle er mich in die Tiefe ziehen. Wie Recht er doch hat), sollte man die Situation mehr aus ihrer Sicht sehen. Dieses Ich ist verzweifelt, aus ihrem Blickwinkel mag es scheinen, als wolle selbst der Wind, dass sie springt.
Ich will dem Leser nicht alles vorgeben, deshalb liess ich offen, warum oder wie sie alle verloren hatte, die ihr etwas bedeuteten. Ich finde, es geht hier nicht um das "WIE" sondern um das "DASS".
Hm, zum Schluss: Ich möchte betonen, es handelt sich hier um ein lyrisches Ich, nicht um ein ich Ich. Vielleicht bin ich der falche Mensch, eine solche Situation niederzuschreiben, da ich mich in meinen bisherigen Leben nicht einmal ansatzweise an einem solchen Punkt befunden habe. Der Wechsel zwischen ich und ihr habe ich dennoch mit Absicht gewählt. Um genau zu sein, stand an dieser Stelle anfangs sogar "ich", aber irgendwie fand ich dies unpassend. Dieses "ihr" distanziert, was in jener Situation angebracht scheint, finde ich. Dies ist kaum mehr als eine persönliche Meinung...
Ich denke, ob man sich mit diesem Ich identifieren kann oder nicht, ist eine individuelle Frage. Nicht einmal ich sehe mich in der Lage dazu, da ich mich mir nie in einer solchen Situation vorstellen könnte. Aus diesem Grund legte ich auch Wert darauf, dass die Verzweiflung dieser Person im Vordergrund steht...
Ich werde jedoch versuche, mehr aus dem Text herauszuholen.
lg
__________________
Lady Unicorn

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