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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Zweiter Advent
Eingestellt am 09. 12. 2002 08:59


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Andrea1694
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Zweiter Advent

Wie schon so oft zuvor sa├č ich vor meinem Schreibtisch, starrte fast schon verzweifelt auf diesen nackten, noch so jungfr├Ąulichen Bildschirm, auf dem sich einfach nicht meine Gedanken zu Worten bilden wollten.

Langsam wurde ich m├╝de, st├╝tzte mein Gesicht auf meine Hand-Innenfl├Ąchen und schlo├č ganz langsam und zaghaft meine Augen.

Ich lie├č meinen Gedanken freien Lauf, dachte an nichts bestimmtes und sp├╝rte in mir, wie sie sich sammelten, um sich langsam und behutsam zu einem Reigen zu gruppieren. Sie schienen sanft und federleicht in meinem Kopf herumzuschweben und sich erst langsam, dann immer schneller, im Kreis zu bewegen. Schwirrten immer weiter bergab, immer tiefer in meine Vergangenheit hinab.

Ein schwaches Licht durchbrach die Dunkelheit in meinem Kopf und ich beugte mich nieder um etwas mit meinen H├Ąnden aufzuheben, um es n├Ąher betrachten zu k├Ânnen. Es war ein St├╝ck einer Mauer, meiner Mauer, die ich einst vor vielen, langen Jahren selber um mich herum aufgebaut hatte.

Ich zuckte leicht zusammen als mir j├Ąh ein Schauder ├╝ber den R├╝cken lief w├Ąhrend ich im
Halbdunkel meiner Vergangenheit schlief.

Langsam und ein wenig versonnen blickte ich zum Horizont empor, drehte mich um meine eigene Achse und sah mit schreckgeweiteten Augen die kahlen, nackten, eisig kalten W├Ąnde dieser, meiner Mauer, die mich einst umgaben. Nirgendwo war ein Loch in ihr ├╝ber das ich mich h├Ątte retten k├Ânnen, nirgendwo hing eine Leiter herunter ├╝ber die ich h├Ątte einfach aus ihr herausklettern k├Ânnen.

Doch dort, ja da, ich konnte mich nicht irren, erblickte ich einen winzig kleinen, sehr schmalen Spalt durch den ein Lichtstrahl zu mir hereinzudringen versuchte.

War er schon immer da? Auch in dieser, meiner Vergangenheit? Wollte er schon damals versuchen, diese Dunkelheit, welche mit damals umgab zu durchbrechen und eventuell einfach nur mit oder zu mir sprechen?

Ich erschrak, konnte das im Halbtraum Erlebte so bewusst sp├╝ren als w├Ąre ich wieder da, dort, innerhalb dieser kahlen W├Ąnde, die mich einst umgaben.

W├Ąhrend mich ein Sog, erwacht in meinem Halbschlaf, immer weiter in diese schwarze Tiefe zu ziehen drohte, drang pl├Âtzlich ein sanft klingender Ton einer Stimme an mein Ohr.

Zun├Ąchst weit, sehr weit entfernt und dann immer klarer, h├Âhrbar nah. Abrupt ├Âffnete ich meine Augen und sah direkt in die deinen, in dieses leuchtende, strahlende Blau, tief, endlos und ruhig wie ein See. Deine Worte ÔÇ×Schatz, ich liebe dichÔÇť umgaben mich wie einen, mich beh├╝tenden Schleier und in diesem einzigen, kurzen Augenblick, durchstr├Âmte mein Herz ein wohliges Gef├╝hl, weil diese, meine dunkle Vergangenheit mich nun nicht mehr umgab.

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Michael Schmidt
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Ich zuckte leicht zusammen als mir j├Ąh ein Schauder ├╝ber den R├╝cken lief w├Ąhrend ich im
Halbdunkel meiner Vergangenheit schlief.

Warum schlief?

Ich gebe zu, die Geschichte nicht verstanden zu haben. Kannst du mir einen Tip geben?

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Andrea1694
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Hallo Michael,

versuche es Dir gerne etwas n├Ąher zu erkl├Ąren :-)

Gestern (zweiter Advent) hockte ich wirklich real vor meinem Rechner und starrte wirklich real den leeren Bildschirm an, weil ich eigentlich ein Gedicht im Kopfe hatte, sich jedoch diese Gedanken nicht zu den richtigen Worten auf dem Desktop bilden wollten.

W├Ąhrend ich so still dasa├č wurde ich m├╝de und meine Augenlider wurden sehr schwer.

Ich befand mich sozusagen in einem Halbschlaf und lie├č meinen Gedanken freien Lauf.

W├Ąhrend dieses Halbschlafes dachte ich selber an meine Vergangenheit zur├╝ck und bemerkte einen eisig kalten Schauder der mir wirklich REAL ├╝ber den R├╝cken lief obwohl ich mich in diesem Halbschlaf befand.

Ggf. k├Ânnte man auch Halbschlaf durch die erkl├Ąrendere Bezeichnung ".... war eingedusselt ...." erg├Ąnzen.

Und?
Verstehst Du jetzt in etwa, was ich mit dieser, MEINER Geschichte her├╝berbringen wollte?

Herzliche Gr├╝├če sendet Dir,
Andrea

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Michael Schmidt
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Ja, jetzt wird es klar.

Nur den letzten Absatz w├╝rde ich nochmal ├╝berdenken, liest sich etwas m├╝hsam.

Gru├č,
Michael
( mit ebenfalls leuchtend blauen Augen)

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Andrea1694
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Lieber Michael,

sch├Ân das Du auch blaue Augen hast :-))

Du, der letzte Absatz bzw. dessen Worte waren es aber gerade die mich aus meinem Trauma holten und irgendwie
f├Ąllt es mir schwer, diesen etwas anders klingen zu lassen.

Liebe Gr├╝├če,
Andrea

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