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Leselupe.de > Kurzprosa
Zwiegespräch mit Gott
Eingestellt am 18. 07. 2008 16:43


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Lyrischa
Festzeitungsschreiber
Registriert: Feb 2004

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Zwiegespräch mit Gott

Ja Herr, ich wars. Ich gebs zu. Ich habe den Apfel genommen.-

Nein Herr, es tut mir nicht leid. Ich bereue es nicht. Ich würde es wieder tun.
Bis zu meiner letzten Stunde, in der du mich für ewig rufst, werde ich versuchen, Früchte von diesem Baum zu holen. -

Wozu, Herr, hast du den Baum der Erkenntnis gepflanzt?
Warum soll er reiche Früchte tragen, wenn keiner davon Nutzen haben darf? -

Ohne die Frucht der Erkenntnis, wie sollten wir die Bedeutung, die Pracht deiner Welt schätzen?
Deine göttliche Schöpfung bliebe ohne Nutzen:
Ein glänzendes, aber starres Bild, das ewig gleich bleibt, nie etwas Neues zeigt! -

Herr, das würde dich langweilen, würde dich wütend machen, bis du schließlich fragst: "Wozu nützt du mir eigentlich, Schöpfung?", und mit einem Handstreich würdest du diese schöne Welt ins Nichts befördern. Das kannst du nicht wollen, Herr! -

Nichts in deinem All, Herr, ist ohne Sinn, ohne Nutzen! Ich preise deine Schöpfung!-

Mit jedem Apfel von deinem Baum, Herr, muss ich dich preisen: Du bist der Allmächtige!
Wäre ich dazu fähig ohne die Frucht der Erkenntnis? Ohne sie würde ich das nicht sehen, nicht spüren, nicht verstehen. -

Den Apfel? Ja, den musste ich pflücken; er kam nicht von selbst zu mir. -

Herr, vergib deinen geliebten, ungehorsamen Kindern, und lass uns immer wieder vom Baum der Erkenntnis kosten! Nur so wird deine Schöpfung sich stetig erneuern, wird ewig leben...

Zu deinem Ruhme, Herr!

__________________
MaKüScha

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Thys
Guest
Registriert: Not Yet

Hi Lyrischa,

netter Text, der sich Gedanken macht. Könnte man stundenlang
drüber diskutieren, auch im Zusammenhang mit noel's Kommentar .
Nur soviel. Sinn? Sinn ist und Sinn ist nicht. Sinn ist, weil
es ist. Wäre es nicht, wäre es ohne Sinn. Nicht mehr und nicht
weniger.

Gruß

Thys

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