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Leselupe.de > Kurzprosa
Zwiegespräch (überarbeitet)
Eingestellt am 20. 07. 2007 11:01


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Franka
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Zwiegespräch


Ich schrieb dir schon einmal, kannst du dich erinnern, es ist Wochen her, du hast mir nie geantwortet, dabei war ich damals in großer Not, hätte deinen Zuspruch, deinen Rat, deine Hilfe gebraucht, jetzt brauchst du mir nicht mehr zu antworten, denn dieser Brief, den ich dir heute schreibe, ist ein Abschiedbrief. Nein, nicht was du jetzt vielleicht denkst, ich gehe nicht, ich werde nur eine Andere und dem, der ich einmal war, kannst du nun nicht mehr schreiben. Kannst nicht mal mehr mit ihm reden. Lange habe ich gebraucht, um diesen Entschluss zu fassen, hoffe es ist dafür noch nicht zu spät, Zweifel, Ängste hielten mich bisher ab, auch da hätte ich deine Hilfe bitter nötig gehabt, aber lassen wir das, was vorbei ist, soll auch vorbei bleiben.

Ich werde dieses gastliche Haus, in dem man mich seit Monaten studiert, bald verlassen, war eh schon viel zu lange hier, Schuld daran trägst nur du, hättest du mir geantwortet, wäre ich vielleicht schon eher zu einer Entscheidung gekommen, aber du hast geschmollt, wolltest wie immer die Nummer Eins in mir sein und natürlich bleiben, hast nie begriffen, dass dies nun mal nicht möglich ist, ich mich nicht teilen, in einem Körper nur eine Seele Platz finden kann. So muss eben ich für uns die Verantwortung übernehmen, die Streitereien zwischen uns beenden, nie mehr immer nur du, manchmal nur ich. Erst habe ich gedacht, das bekomme ich nie hin, aber die Medizin kann Wunder verbringen, mit ihr werde ich es schaffen, du dadurch für immer aus meinem Leben verschwinden, die neuen Pillen sind wirklich gut, richtig gut.

Wenn meine Therapie beendet ist , bin ich nicht mehr Jesus, dann bin ich Maria-Magdalena.

Nur wo bleibst dann du, Judas?

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