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Leselupe.de > Ungereimtes
Zwillingssatz
Eingestellt am 31. 05. 2003 08:40


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Vera-Lena
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Zwillingssatz

Ich will aber,
sagt das Kind
und tr├Ągt mit ganzer Kraft
das schwere Kuchenblech
achtsam zum Tisch.
Die Mutter steht bereit,
um Schaden abzuwenden.
So wird es immer sein.
Dies eine ihrer Kinder
wird etwas wollen,
sich etwas zutrauen,
sich etwas aufb├╝rden,
etwas von einem Standort
zu einem anderen bewegen.
Du musst nichts m├╝ssen,
denkt die Mutter
und hofft, dass dieser Satz
im Herzen ihres Kindes
eine Wohnung findet
gleich nebenan
von
ich will aber.


__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Klopfstock
Guest
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Ausgleich....

Liebe Vera-Lena,

wenn ich es richtig verstanden habe, geht es in diesem Gedicht um Ehrgeiz. Einen Ehrgeiz, der sich schon in Kinderjahren stark bemerkbar macht, mit diesem "Ich will" -
ich will etwas machen, selbst wenn ich es noch nicht so gut kann. Und die Mutter hofft, da├č sich dieser Ehrgeiz nicht so entwickelt, da├č es die sp├Ątere Person auffrisst, sondern dass sich eine gesunde Balance einstellt zwischen "etwas
tun, bewegen, machen wollen" und dem Gegenpol "es nicht unbedingt machen zu m├╝ssen"
Ich hoffe, es richtig verstanden zu haben
Mit dem Titel meinst Du sicher, da├č diese beiden Pole
wie Zwillinge nebeneinander im Herzen des Kindes wohnen
sollen und dadurch eine gesunde Balance entritt, die nicht zerst├Ârerisch auf den Menschen wirkt.

W├╝nsche Dir ein sch├Ânes Wochenende
und sende ganz liebe Gr├╝├če

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Vera-Lena
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auf den Punkt

Liebe Irene,

Du hast es wieder voll auf den Punkt gebracht. Ich kenne mehrere erwachsene Menschen, die sich st├Ąndig kaputt machen, weil sie immer diesen inneren Drang versp├╝ren, alles erledigen, alles ordnen zu wollen und die auch nie "nein" sagen k├Ânnen, wenn sie um etwas gebeten werden, bis dann eines Tages gesundheitlich die b├Âse Quittung kommt. Meistens sind das Leute, die dann auch immer denken, da├č alles an ihrem Einsatz liege und gar nicht darauf kommen, da├č andere ja auch mal etwas machen k├Ânnen.
Ja, und dann ein Kind mit solchen Anlagen zu erleben, da kann man wirklich nur hoffen, da├č es rechtzeitig f├╝r sich den Gegenpol entdeckt und lernt, die Bremse zu ziehen. Ich denke eine behutsame Erziehung kann da etwas ausrichten.

Ich danke Dir f├╝r Deine Interpretation und w├╝nsche Dir ein w├╝ndersch├Ânes Wochenende.)))
Ganz liebe Gr├╝├če Vera-Lena

__________________
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lapismont
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Hallo Vera-Lena,

nun hat Klopfst├Âckchen mir das Interpretieren abgenommen. Da liest sich das Gedicht schon etwas anders.
Die Geschichte in der Mitte braucht man gar nicht.
Die ersten beiden Zeilen und dann ab "Du musst nichts..."
machen den Text schon gut.

cu
lap
__________________
Kunst passiert.

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Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera-Lena,
da mu├č ich ausnahmsweise Lapism├Ântchen doch recht geben, obwohl ich eigentlich stur bin und mit dem "Recht geben"
nicht so um mich werfe
Aber nach dem ich, seinem Vorschlag folgend, die Mitte
in Gedanken ausgelassen habe, fand ich auch, da├č der Text
dadurch dichter wird und noch besser.
Wahrscheinlich siehst Du das aber anders, was selbstverst├Ąndlich Dein sehr gutes Recht ist

Liebe Gr├╝├če an Euch Beide

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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gek├╝rzt

Ihr Beiden Lieben,
ich schreibe Euch einmal hier die Kurzfassung hin, damit Ihr Euch noch einmal entscheiden k├Ânnt, ob das so wirklich besser ist.

Ich will aber,
sagt das Kind.
Du musst nichts m├╝ssen,
denkt die Mutter
und hofft, dass dieser Satz
im Herzen ihres Kindes
eine Wohnung findet
gleich nebenan
von
ich will aber.

Mir fehlt jetz die Charakterisierung dieses Kindes. Wieviele Kinder sagen:"Ich will aber" aus Trotz gegen die Eltern. Wenn dieses Gedicht so verk├╝rzt w├Ąre, h├Ątte ich Angst, missverstanden zu werden. Also ich finde, diese verk├╝rzte Fassung zwar auch pr├Ągnanter aber schwieriger zu interpretieren. Was meint Ihr???

Liebe Gr├╝├če ) Vera-Lena
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