Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5506
Themen:   94023
Momentan online:
328 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Zwischen Büchern
Eingestellt am 12. 08. 2016 01:52


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Aina
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Mar 2016

Werke: 10
Kommentare: 116
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aina eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Zwischen Büchern

Manch einer würde sagen, dass es nur ein Job ist, wenn man Bücher in Regale einsortiert und Lesewünsche von Bibliotheksbesuchern befriedigt. Nicht so Kari. Sie erlebt in dieser Tätigkeit ihre Erfüllung. An den meisten Tagen erscheint ihr der Regaldschungel sogar als großer Abenteuerspielplatz.
Heute hat sie die ruhigere Spätschicht. Da nur noch wenige Bücher auf dem Rückgabewagen liegen, kann sie der „Philosophenecke“, jetzt, gegen Ende des Nachmittags, einen Besuch abstatten.
Weit abgelegen, am Ende eines verwinkelten Ganges, befinden sich die tiefgründigen Fragen und Antworten rund um den Sinn des Daseins, die der Abteilung ihren inoffiziellen Namen geben. In den Reihen darüber, deutlich über Augenhöhe, ist die erotische Literatur mit der Lüsternheit aus mehreren Jahrhunderten einsortiert.
Entweder trifft man hier Studierende der Philosophie, die den oberen Regalen keine Beachtung schenken, oder die Eingeweihten, die die erotischen Perlen der Literatur ergründen.

Auf dem Weg dorthin, stellt Kari zwei Romane und einen Bildband an ihren Ausgangspunkt zurück. Dabei fällt ihr ein junger Mann auf, der ein wenig unsicher durch die langen Reihen geht. Seine legere Kleidung und die suchende Körperhaltung lassen einen Studenten-Neuling vermuten. Abgelenkt durch eine Besucherfrage verliert sie ihn aus den Augen. Wenig später entdeckt sie ihn jedoch zu ihrer Überraschung auf der Leiter in der Philosophenecke wieder. Mit geneigtem Kopf studiert er die Buchrücken. Sie wartet einen Moment am Ende des Ganges und beobachtet wie er eine der Sammlungen herauszieht, in denen erotische Texte von mehreren Verfassern zu finden sind.
Kari weiß wie angenehm Intimsphäre in der Philosophenecke ist. Deshalb geht sie noch eine Runde in der Hoffnung, dass er in Ruhe aussuchen kann und sie danach ihre Zeit dort genießen kann. Sie bringt einige Kinderbücher in ihre quirlig bunte Regalheimat zurück.
Um sich bei den Philosophen ein paar Minuten ruhige Lesezeit zu ermöglichen, lässt sie den Wagen vorne im Gang stehen. Das hindert die meisten Besucher daran sich weiter nach hinten zu drängen. Kaum biegt sie um die Ecke, entdeckt sie den Studenten, der noch immer auf der Leiter steht und sich ganz offensichtlich in der Erotiksammlung festgelesen hat. Wie er da oben in entspannter Haltung steht, wirkt er wahrlich attraktiv. Seine Gesichtszüge sind markant, seine Haut ist leicht gebräunt, die halblangen, dunkelbraunen Haare hat er hinter die Ohren geschoben.
Als sie in seinem Blickfeld auftaucht, klappt er seine Lektüre hastig zu und klettert, wie auf frischer Tat ertappt, die Leiter herunter, während er den Buchdeckel unauffällig zu verbergen versucht. Die Verlegenheit ist in seinem Gesicht unverkennbar und Kari kann sich ein Schmunzeln nur mühsam verkneifen. Sie will nicht länger verweilen als nötig, zieht daher irgendeinen Hegel aus dem Regal und tritt den Rückzug an. Im Augenwinkel kann sie erkennen, wie sich der junge Mann danach sehnt der Situation zu entrinnen. Er wendet sich scheinbar interessiert der Buchreihe gegenüber zu, das schamauslösende Werk vor den Bauch haltend, und greift wahllos einzelne Exemplare heraus, die er, ohne sie näher anzublicken, wieder hineinstellte. ‚Nur nicht vergraulen‘, denkt Kari. ‚Wäre doch schade, wenn er das Weite sucht, nur, weil er nicht genug Intimsphäre hat!‘

Zusammen mit dem Hegel verlässt sie die stille Nische und macht sich auf den Weg, um den Wagen weiter zu entladen. ‚Es gibt so Viele, die sich ihrer Lust schämen‘, sinniert sie unterwegs bekümmert. ‚Wie schön wäre ein unbefangener Umgang mit dieser wunderbaren Energiequelle! Ob er die Sammlung wohl mitnimmt und wiederkommen wird?‘ Zwanzig Minuten später kehrt sie mit dem Hegel zurück. Noch immer ist er da und liest selbstvergessen fasziniert in seiner Erotiksammlung. Als er sie bemerkt, erneut das betretene Zuklappen und Wegdrehen zum anderen Regal. Mit einer gemurmelten Entschuldigung geht Kari an ihm vorbei, stellt den Hegel zurück und steigt die Leiter hinauf in die sinnliche Region, sucht ein wenig und lässt ihren Fund versehentlich fallen. Schon auf der Vorderseite ist zu erkennen, dass es hier um nicht jugendfreie Literatur geht. So schnell wie er sich im Reflex danach bückt, kann sie gar nicht von der Leiter steigen, also muss er es unweigerlich in die Hand nehmen und anschauen. „Eines meiner Lieblingsbücher“, lächelt sie von oben „ich kann es dir nur empfehlen!“. Mit einem zaghaften Lächeln streckt er ihr das Buch entgegen. Sie steigt nicht hinunter, sondern bietet ihm stattdessen den Anblick ihrer Beine, die unter dem hellblauen Sommerkleid verschwinden. Sein Blick folgt ihnen und scheint ganz offensichtlich erfreut zu sein. Dann treffen sich ihre Blicke. Unerwartet helle Augen strahlen sie für einen kurzen Moment an, ehe sie sich scheu senken. Kari streift ihre vorherigen Gedankenschlagworte: „Befreit die Welt von falscher Scham!“, gleich daneben: „Hör auf deine Gefühle!“. Und die melden sich derart vehement, dass sie definitiv nicht zu überhören sind.

‚Also dranbleiben!‘, fegt es ihr durch den Kopf. Das ist leichter gesagt als getan, wenn die Leiter plötzlich wacklig erscheint, der Kopf nicht mehr klar funktioniert und die Welt zu schwanken beginnt. Da fehlen auf einen Schlag die geistreichen Sätze. Sie versucht es mit einem reizenden Lächeln von oben und fragt: „Kann ich noch irgendwie mit Literaturtipps behilflich sein?“ Kaum ist es ausgesprochen könnte sie sich dafür schlagen. Tipps! Was für ein blödes Wort, so banal und platt! ‚Was ist, wenn er ‚Nein‘ sagt?‘ Bleibt sie dann einfach hier oben stehen, wartet bis er geht und holt sich eines der Bücher zum Trostmasturbieren, weil sie es gerade vergeigt hat?
Er scheint nachsichtig oder genauso hirnfunktionsreduziert zu sein wie sie, denn er streckt ihr nur weiter das Buch hin und stammelt: „Äh, nein, alles ok, ich wollte nur, also, danke für die Empfehlung“, und nimmt das Buch schließlich an sich. ‚Wenn ich jetzt nicht langsam von der Leiter runterkomme, wird das hier Garnichts‘, denkt Kari und versucht dies so elegant wie möglich zu bewerkstelligen. Unterwegs der Gedankenfetzen, dass sie gerade bei der Arbeit ist und ihre Gefühle völlig fehl am Platz sind.

Unten angekommen, steht er noch immer da, unschlüssig mit den beiden Büchern in den Händen. Kari gibt sich einen Ruck: „Bist du zum ersten Mal hier?“ „Ähm, ja, ich bin neu hier“, antwortet er zögerlich. „Wie neu? In der Bibliothek oder in der Stadt?“ ‚Neugierig und plump bist du ja gar nicht!‘ tadelt sie sich innerlich. ‚Gibt es noch ein Fettnäpfchen, in das du treten kannst?‘ Bevor sie sich weiter selbst kasteit, beantwortet er ihre Frage: „Beides irgendwie, aber vor allem neu auf dem Gebiet der erotischen Literatur.“ ‚Holla! Damit hätte ich nicht gerechnet‘, schöpft Kari Hoffnung und entspannt ein wenig. „Dann kannst du dich auf viele Lesestunden freuen. Unsere Sammlung ist groß und enthält alles, was auf diesem Gebiet Rang und Namen hat.“
„Du kennst dich wohl damit aus?“ „Ein wenig, ich habe fast alles gelesen, was da oben steht“, jetzt ist sie wieder auf sicherem Terrain und kann frei auftreten. „Suchst du was Bestimmtes?“ „Nee, ich weiß noch nicht. Mit was sollte ich denn anfangen?“, gibt er ihr den Spielball zurück. „Es kommt darauf an, was du dir von der Literatur erhoffst und was sonst so dein Geschmack ist. Wir haben die Klassiker hier, wie zum Beispiel das Kamasutra oder Marquis de Sade, wenn du an die geschichtlichen Anfänge der erotischen Literatur gehen willst. Aber auch bekannte und unbekanntere Werke vor allem des letzten Jahrhunderts. Das hat viele gute Autoren hervorgebracht. Und dann haben wir natürlich die aktuelle Literatur. Sprache und Stil sind sehr unterschiedlich, kommt darauf an, was deine Vorlieben sind. Magst du es lieber, wenn es schnell zur Sache geht, wenn es um Dominanz und Unterwerfung geht oder lieber eine ausführliche Beschreibung, eine angedeutete Sinnlichkeit? All das kannst du hier finden“, schließt sie atemlos und hofft, dass sie ihn mit ihrer Begeisterung nicht überfahren hat. Ein lang gezogenes „Okay…“, ist seine unentschiedene Reaktion. „Vielleicht ist am Anfang eine Sammlung, wie du sie dir rausgesucht hast, das Beste“, versucht sie das Gespräch am Laufen zu halten.




Genau zum richtigen Zeitpunkt unterbricht ihre Kollegin: „Ach, da bist du! Sorry, ich will nicht stören, aber es ist sonst niemand mehr da, bist du so lieb und machst heute alleine den Schluss, dann kann ich ein paar Minuten früher gehen?“ „Klar, doch!“, kommt ihr Kari entgegen, „Nur noch diese Beratung… Schönen Feierabend!“

„Es gibt da noch ein paar schöne Sammlungen, die ich dir empfehlen kann“, kommt sie ihrem Vorhaben der Beratung nach und steigt nach oben. Sie kehrt mit zwei Büchern zurück und erklärt ihm deren Vorzüge und Inhalte. „Gute Geschichten machen Bilder im Kopf, lassen Gefühle entstehen und dich miterleben was darin geschieht, finde ich. So wie hier“, und beginnt ihm vorzulesen. Nach der ersten Seite setzt er sich auf den Boden und bedeutet ihr wortlos, dass sie neben ihm Platz nehmen kann. Sie liest die Szene ein Stück weiter und meint: „Weißt du was ich meine?“ Er schaut prüfend auf die Wölbung seiner Hose und erkennt, dass sich eine Antwort erübrigt. Sie liest weiter. Er lauscht, die Augen geschlossen, den Kopf an das Regal gelehnt mit entspanntem Gesichtsausdruck. Karis steigende Erregung ist spürbar, ihr Leserhythmus wird langsamer, ihre Konzentration wird nicht nur von der Leselust beansprucht. Ihre pulsierende Mitte, das pochende Herz und die anregende Nähe des jungen Mannes neben ihr, fordern ihre ganze Aufmerksamkeit.

Die lustvolle Sinnlichkeit der gelesenen Szene lässt eine Nähe entstehen, die es unnatürlich erscheinen lässt, dass sie nur nebeneinandersitzen. Sie gibt sich dem Augenblick hin, schiebt weg, dass sie gerade bei der Arbeit ist, dass sie noch nicht einmal seinen Namen kennt und legt ihre Hand während des Lesens auf seinen Oberschenkel, ganz in die Nähe seiner Wölbung.
Ein scharfes Einatmen ist seine Reaktion. Nichts weiter. Kein Zusammenzucken, kein Augenöffnen, kein Wegschieben ihrer Hand. Sie liest weiter bis die Liebenden erschöpft auf den durchwühlten Laken zusammensacken, lässt das Buch sinken und genießt die erregte Stille, die sich um sie herum gebreitet hat.
Langsam öffnet er seine Augen, dreht sich mit einem verschleierten Blick in ihre Richtung. Während sich sein Gesicht langsam nähert, flattert der Gedanke ‚Wie im Drehbuch eines kitschigen Liebesfilms…‘ an ihr vorbei. Weiter kommt sie nicht, dann spürt sie seine schmalen Lippen auf den ihren. Unerwartet weich und anschmiegsam. Sanft, fast fragend bietet er sie ihr an. Sie erinnert sich an wilde Kussspiele mit heftiger Bewegung, Leidenschaft und Freude am Experimentieren. Aber das hier ist ganz anders. Kari lässt sich überrascht auf das langsame Tasten und Suchen ein. Vorsichtig erforscht er mit seinen Lippen die ihren, leckt und fühlt sich an ihren Linien entlang. Seine Hand legt sich weich an ihre Wange, streicht behutsam entlang, findet seinen Halt in ihrem Nacken. Schließlich deutet er mit seiner Zunge an, dass er den nächsten Schritt gehen möchte. ‚Jetzt nur nicht verschrecken oder entmutigen‘, denkt Kari. Diese fragile Zärtlichkeit bedarf einer Disziplin, die sie sonst nicht lebt. In ihr pocht der Trieb unerbittlich, will sie nach vorne treiben. Wild und ungestüm das erobern, wonach sich ihr Körper gerade verzehrt. „Dräng dich an ihn, besteig ihn, lass ihn dich schmecken, saug ihn ein, melke ihn bis ihr nicht mehr könnt, bis er dich gefüllt hat und ihr keuchend und schwitzend ineinander zusammensackt!“, fordert ihre Lust. Doch sie ignoriert diese Stimme, überlässt ihm das Tempo und den Raum, in dem er sich bewegen will und konzentriert sich ganz auf ihn.

Er zeichnet den Rand ihrer Lippen mit seiner Zungenspitze nach. Forschend, achtsam erstastet er sie, sucht nach ihr und kommt zur Ruhe als sie ihm mit ihrer Zunge begegnet. Als wäre die erste Etappe einer aufregenden Reise geschafft, lässt es sich an ihren Lippen nieder und genießt reglos die weiche, feuchte Wärme.
Kari will diese Rast nicht mit ihrer ungezügelten Wildheit unterbrechen. Zugleich spürt sie, dass es an ihr ist, zu übernehmen. Sie nutzt ihre Hand als Akteurin, um das feine Netz der Zärtlichkeiten weiter zu spinnen. In kleinen Kreisen entfernt sie sich von seiner Hose, streicht über sein T-Shirt, fährt drunter, nimmt Kontakt mit seiner muskulösen, leicht behaarten Brust auf. Schiebt sein T-Shirt Stück für Stück nach oben. Sie legt ihre Hand auf seine Brust, nimmt seine kleine, feste, Knospe zwischen die Finger und drückt sanft zu. Im selben Moment löst sie ihren Mund von seinem, gibt ihn frei damit er heftig atmend, den neuen Reiz erleben kann. Es ist der perfekte Zeitpunkt sich anders zu platzieren. Sie setzt sich auf seinen Schoß, die Beine gespreizt über seinen Oberschenkeln. Die zweite Hand schiebt sie unter sein T-Shirt und kann es nun mit einer weichen Bewegung nach oben schieben. Mit geschmeidiger Nachgiebigkeit hebt er die Arme und lässt es sich ausziehen. Er streift seine Haare hinter die Ohren und hebt den Blick. Eine tiefgründige Ruhe liegt darin. Seine Hände senken sich und legen sich angenehm warm um ihre Taille.

‚Andere hätten jetzt sofort damit begonnen meine Knopfleiste wild zu bearbeiten‘ denkt sie, während sie auf seiner Wölbung einen anregenden Sitzplatz bekommt und ihre Hände sanft an seine Wangen legen kann. ‚Ist es seine Scheu, ist es das erste Mal oder einfach seine Art sich Frauen zu nähern? Egal!‘ Es ist anders, ganz anders, als das, was sie bisher erlebte.
Sie spürt seinen Atem, einen kleinen Strom, der sie lockt und zu seinem leicht geöffneten Mund leitet. Er zieht sie näher, ganz nah an sich heran, hält sie umfasst als könnte sie nichts mehr trennen und begleitet die kleine Bewegung ihrer Hüfte auf seiner harten Lust. Die kleinen Kreise, die ihre feuchte Muschel reiben werden rhythmisch. Kari weiß, dass sie sich nun sehr auf ihr Gegenüber konzentrieren muss, wenn das kein robuster Alleingang werden soll. Sie öffnet die Augen, konzentriert sich auf ihn, löst seine Hände hinter ihrem Rücken und führt sie nach oben. Kein Zeichen von Zögern oder Widerstand, nur ein fließendes „Ja“ zu ihrer Führung. Sie legt seine Hände auf ihre Brüste und gibt ihm das Handlungszepter zurück. „Wenn du magst…“, ermuntert sie ihn vage. Abermals dieses unwiderstehliche Lächeln, das Unsicherheit oder ein geheimnisvolles, tieferes Wissen bedeuten könnte.
Er übernimmt tatsächlich und bewegt seine Hände bedächtig, gefolgt von einem verträumten Blick über ihre Rundungen an die Außenseite ihrer Brüste und hält sie in seinen schlanken Händen. Zunächst spürt sie nur den leichten Druck und das Gehaltensein, dann beginnt er mit kleinen knetenden Bewegungen der Finger Ströme von Sehnsucht in ihre Spitzen zu senden. Wie hatte sie nur ohne diese feinen, anregenden Bewegungen leben können? Unwillkürlich schließt sie die Augen, lässt den Kopf nach hinten fallen und klammert sich an seinem Nacken fest. Er beugt sich nach vorne, schmiegt sein Gesicht in ihr Dekolleté und atmet tief ein. Genüsslich, als gälte es alle Komponenten ihres Duftes zu entdecken und in sich aufzunehmen. Sachte legt er seine Wange an ihren Busen und verweilt bewegungslos.

Kari beugt sich wieder nach vorne und betrachtet das Bild, in dem sie sich befindet. Er ruht mit geschlossenen Augen auf ihrem Busen der durch seine Hände in Wellenbewegungen wie ein bewegtes Kissen erscheint. Unter der friedlichen Ruhe schwebt die drängende Lust, die dieser innigen Umarmung die würzige Süße gibt. Sie atmen beide deutlich hörbar, kündigen an, dass es nicht die Ruhe ist, die sie ersehnen.
Kari sucht mit ihren Händen den Weg unter sein Kinn zu den Knöpfen ihres Kleides. Findet einen nach dem anderen und löst die Enge um ihre Oberweite. Er nimmt es wohl wahr, lässt jedoch seinen Kopf auf ihrem Busen liegen, löst die Hände langsam und streicht nach oben, um ihre Träger auf die Seite zu schieben. In einer fließenden Bewegung gleiten seine Hände von ihren Schultern die Arme entlang, über den Rücken und schieben den Stoff hinunter bis zu ihrer Hüfte, so dass sie sich Haut an Haut begegnen können. Seine Wange liegt zwischen ihren entblößten Brüsten, wohin seine Hände wandern und mit federleichten Kreisen ihre Größe und Form ertasten. Ob es die Schüchternheit ist, die bewirkt, dass er die Augen geschlossen hält oder ob er dadurch seine Wahrnehmung verfeinert, kann Kari nicht bestimmen. Andächtig, als wäre das, was er gerade erfährt von einer unfassbaren Bedeutung, ertastet er ihre wohlgeformten Hügel, deren Gipfel mit ihren einladenden Vorhöfen geschmückt sind. Weich umschließt er sie beide mit seinen Händen, knetet sie in einem ruhigen Rhythmus, lernt sie mit Bedacht kennen. Als Kari gerade das Gefühl bekommt, der Spannungsfaden zwischen ihnen könne sich verlieren, dreht er seinen Kopf nur ein kleines Stück in Richtung ihrer wild entschlossen aufgerichteten Knospe und umschließt sie mit seinen Lippen.
Auch jetzt gibt er dem Drängen der treibenden Lust nicht nach, sondern behält die Sanftheit seiner Bewegungen bei. Die Begierde nach einem erhöhten Tempo an sich vorüber gehen zu lassen, wird für Kari zur Herausforderung. Und zugleich reizt es sie, sich in seine Welt zu begeben, seiner Form der Lust zu folgen, wo immer das hinführen mag.

Ihre Aufmerksamkeit lenkt sie vollständig auf sein Handeln und die Farbpalette der Gefühle, die er damit auslöst. Er zieht ihre erregte Erhebung mit einem leichten Saugen zwischen seine festen Lippen und umschließt sie mit leichten Druck. Seine Zungenspitze umkreist den harten Knopf, stetig, reibend, liebkosend. Keine Rhythmuswechsel, keine wilden Drehungen, kein Knabbern, nur das beständige Streichen und Berühren in einer ungeahnten Intensität treibt sie weiter und weiter in einen Zustand, den sie nicht für möglich gehalten hätte. Lust, mehr noch, Wollust in einem Schwebezustand, die eine zwingende Unausweichlichkeit besitzt und zugleich zum Verweilen einlädt. Wenn sie wüsste was Ewigkeit ist: so sollte sie sein.

Als er ihre Brust aus seinem Mund gleiten lässt, spürt sie den kühlen Hauch, der die Knospe unverzüglich erhärtet und ihre volle Aufmerksamkeit fordert. Seine offensichtlich auch, denn er betrachtet sie mit liebevollem Interesse, als gäbe es nichts Spannenderes im gesamten Universum. ‚Und jetzt die andere …‘, freut sie sich still. Doch ganz anders. Er legt seine Hände um ihr Gesäß und drängt seine eherne Männlichkeit ruhig, aber bestimmt an sie. Damit hat sie nicht gerechnet, ist überwältigt von der sprühenden Wärme, die sich über ihre sehnende Mitte ausbreitet. Er legt seine Brust an die ihre, zieht sich an ihr empor, indem er seine Hände von hinten auf ihre Schultern legt und an ihr aufrichtet. Mit jedem kleinen Druck seiner Hände auf ihre Schultern schmiegt sich seine Stattlichkeit fester an sie und steigert seine anregende Wirkung.
Er hebt seinen Kopf, legt seine Stirn an die ihre, kein Blickkontakt, lediglich die kleine Bewegung seiner Hüfte, die ihre Perle entflammt. Kari wird gewahr wie aus dem ruhigen atmen ein Keuchen wird, kurz und rhythmisch. Sie sucht seinen Mund mit ihren Lippen, sie möchte spüren wie sich der Kreis der Erregung in ihren Leibern schließt. Als würde sich das Eindringen, das sich in ihren Becken als Wunsch ankündigt, durch ihre Zungen vorwegnehmen lassen. Feucht und weich, eng ineinander geschmiegt, in ruhigen Wellen mit einer leicht treibenden Bewegung an ein noch unbekanntes Ziel. Weit und weiter hinaus.

Mit einem sanften Streicheln über ihren Rücken löst er sich aus dem Rhythmus, in den sie sich gewiegt hatten. Er schaut sie an, wartet bis sie sich ihm mit ihrem Blick zuwenden kann. „Darf ich…?“ und fährt ohne abzuwarten mit seinen Händen an ihren Obernschenkeln unter ihr Kleid und hebt sie ein wenig an. Es scheint keine Frage gewesen zu sein, sondern die Ankündigung, sie von sich runter zu heben. Mit einer Hand stützt er ihren Nacken, mit der anderen umfasst er ihre Taille und legt sie neben sich mit dem Rücken auf den Boden. Es gibt keinen Moment der Verbindungslosigkeit und keinen Zeitpunkt, in dem sie sich unsicher gefühlt hätte. Zunehmend erwächst in Kari der Eindruck, dass er sehr wohl weiß, was er hier tut. Vielleicht auf eine scheue, in jedem Fall eine sehr behutsame Art und dennoch mit einer festen Vorstellung von dem, wie es gut werden kann.
Die eine Hand verweilt unter ihrem Nacken, die andere lässt er über ihre Oberschenkel wandern, schiebt das Kleid nach oben über die Hüfte und streift in der Abwärtsbewegung ihren Slip herunter. ‚Was wohl als nächstes kommt?‘ Kari ahnt, dass es nicht den vermuteten Verlauf nehmen wird. Und richtig, er übergeht das Streicheln ihrer pochenden Venus und er lässt sich nicht dazu hinreißen sie ausgiebig zu lecken. Er zieht seine Hand unter ihrem Nacken behutsam hervor, öffnet seine Hose und streift sie nach unten. Mit den Füßen schiebt er sich die Schuhe weg und dreht sich zu ihr. „Darf ich…?“ Sie ist darauf gefasst, dass dies wieder keine echte Frage, sondern lediglich eine Ankündigung ist. Er legt sich behutsam auf sie, schiebt mit seinen Knien sachte ihre Oberschenkel auseinander, stützt sich auf seine Oberarme und verfolgt ihren Gesichtsausdruck sorgsam. Mit einer Hand streicht er eine Haarsträhne aus ihrer Stirn. Er liebkost ihr Gesicht, zeichnet ihre Linien nach und vertieft sich ganz in ihren Anblick. ‚Die Kunst das Unerwartete zu tun‘, denkt Kari für einen kurzen, klaren Moment. Dabei gibt sie sich seinen Berührungen hin und lässt ihren Reaktionen den freien Lauf. Ihr Becken beginnt sich in kleinen Kreisen an seiner Manneskraft zu reiben. Noch liegt er auf ihr, doch mit den größer werdenden Bewegungen gleitet er zwischen ihre feuchten Lippen. Sie erträgt es nicht länger: sie stellt die kreisende Bewegung ein, spreizt ihre Beine und legt ihre Unterschenkel auf ihm ab.

„Du darfst…“, keucht sie. So wenig wie es vorhin bei ihm eine Frage war, ist es jetzt bei ihr eine Erlaubnis. Es ist die flehentliche Bitte sie zu erlösen. Er lächelt, betörend, wissend und löst seine Hand von ihrer Stirn, um seiner Männlichkeit den richtigen Weg zu weisen. So achtsam wie bei allem, was er bisher tat, dringt er in sie ein. Aufreizend langsam, behutsam und gleichwohl mit einer Bestimmtheit, die keinen Zweifel daran lässt, dass er nichts Anderes will, als sie vollkommen auszufüllen. Es nimmt ihr den Atem. Wie hatte sie den Akt des Eindringens bisher nur als ein profanes raus und rein erleben können, wo ein einziges Hineingleiten eine solche Sensation sein kann? Nichts Vergleichbares könnte sie beschreiben. Fliegende Sterne, züngelnde Flammen, schillernde Wellen, bebendes Surren in einer einzigen fließenden Bewegung. Sie ist ihm dankbar, dass er ihr eine kurze Pause gönnt, ehe er sich weiter in ihr bewegt. Ob er es an ihrem heftigen Atmen abgelesen hat? Vermutlich. Jede weitere Bewegung steigert diesen Empfindungswahnsinn, lässt die Wellen in ihr höherschlagen, führt sie näher zu ihm, zu sich selbst und in eine flutende Weite, die schwingt, fließt und pulsiert. Sie lässt sich forttragen, löst sich von den letzten Resten einer Erwartungshaltung und empfängt mit seinen treibenden Stößen das Geschenk des Schwebens in eine andere Dimension. Unerwartet sanft ist der Übergang in die Schwerelosigkeit, geleitet von der Süße tausender Rosen, der Sanftheit eines warmen Windes, der unendlichen Weite des Himmels, einer unfassbaren Tiefe, die sich türkisblau über ihr öffnet. Er drängt tief in sie hinein, Stoß um Stoß mit steigender Intensität. Kari öffnet die Arme, als wolle sie fliegen, schweben, sich öffnen, völlig hingeben und sich nichts entgehen lassen. Mit langen Druckwellen bäumt er sich an ihr auf, ergießt sich, flutet sie und keucht seine erlöste Lust in die Bücherwelt. Sie atmet tief, so tief, als wolle sie die Rosen, die Weite, das Türkis in sich einsaugen und für immer dort bewahren.

Bedachtsam sinkt er auf sie nieder, legt seinen Kopf an ihren Hals und lässt die Wellen der Lust durch sie hindurchziehen. Erst als sich ihr Atem beruhigt hat, lenkt er seinen Blick auf ihre Gesichtszüge, betrachtet sie aufmerksam und lächelt, als sie zu erkennen gibt, dass sie aus der Schwerelosigkeit zurückgekehrt ist.
Noch lange liegen sie nah beieinander. Zwischen den Büchern.

__________________
Carpe diem!

Version vom 12. 08. 2016 01:52

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Jo Phantasie
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Jun 2013

Werke: 23
Kommentare: 93
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Jo Phantasie eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Liebe Aina,

du gibst hier ohne Frage die Romantikerin unter den Autoren, auch wenn du damit hundert Jahre zu spät kommst. Zarte Herangehensweise, vorsichtige Erotik, die schlussendlich doch ans Ziel gelangt. Gekonnt!
Allerdings solltest du dir die Frage stellen, ob heute junge Studenten nach diesem Muster agieren. Sagen wir einmal so, guten Sex würden sie natürlich nicht auslassen, die Zeiten der Eichendorffs und Brentanos als Liebhaber sind jedoch vorbei.
Deswegen ist es so schäään!

LG
Jo


__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein

Bearbeiten/Löschen    


Susi M. Paul
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Oct 2013

Werke: 21
Kommentare: 142
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Susi M. Paul eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Aina, die Romantikqueen der Kuschel- und Erotikecke der LL? Ja klar, Jo, das ist sie bestimmt. Machen die Studis da mit? Aina scheint sie entsprechend ziehen zu wollen, und die Rückmeldungen hier geben ihr ja recht. Wobei zu bezweifeln ist, dass sich unter den KommentatorInnen und BewerterInnen viele Studis befinden. Egal. Wieder mal Glückwunsch, Aina. Du und deine Kari kommen immer besser rein und du schreibst uns hier ganz nebenbei etwas ganz wichtiges ein. Die Langsamkeit. Erotik ohne Hektik, mit Bedacht. Hast recht, Jo, scheee is des.

Bearbeiten/Löschen    


Wipfel
Häufig gelesener Autor
Registriert: Feb 2008

Werke: 58
Kommentare: 722
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Wipfel eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hi Aina,

der Sommer ist endgültig vorbei - Zeit jetzt deine Geschichte zu würdigen. Getragen wird sie - sehr vorhersehbar - von deine Erzählkunst. Mit geschliffenem Wort gelingt es dir den Spannungsbogen aufrecht zu halten, man(n) will mehr wissen von den beiden, mehr Bilder sehen. Respekt! Mir gefällte deine Geschichte ausgezeichnet.

Im letzten Satz würde ich trennen. Für mich eine Stilfrage.

quote:
Noch lange liegen sie nah beieinander. Zwischen den Büchern.

Grüße von wipfel

Bearbeiten/Löschen    


2 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.



Werbung