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Leselupe.de > Gereimtes
Zwischenbilanz an einem schwierigen Tag
Eingestellt am 13. 11. 2001 19:16


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Elmar Feische
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2001

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Hin- und Her-getrieben von GefĂŒhlen
die mich verwundbar machen.
Ich entdecke Risse in dem Panzer
der mir bisher ein sicherer Schutz war.
Der Riss ist breit und lÀdt dazu ein
eine Hand hineinzulegen, zum Beweis
daß ich trotz der offenen Wunde am Leben bin.
Aber wie lange noch?
Ich fĂŒhle, daß der Riß auch als Öffnung nach außen dient.
Etwas in mir sucht den Weg ans Licht,
aber ich weiß nicht, ob mir dieses Etwas fehlt,
wenn es mich verlĂ€ĂŸt.
Ich bin unentschlossen und kann keine PrioritÀten setzen:
Möchte ich leben und wenn ja, wie bisher?
Möchte ich nicht leben und wenn ja, wie bisher?
Sollte ich den Begriff „leben“ neu definieren?
Was ist der Unterschied zwischen „leben“ und „nicht leben“?
Ist „leben“ WĂ€rme und „nicht leben“ KĂ€lte?
Ist „leben“ Liebe und „nicht leben“ Haß?
Ist „nicht leben“ negativ und „leben“ positiv?
Oder ist „leben“ eine Strafe fĂŒr nicht „einbindbare“
FĂŒr solche, die sich nicht verstecken, vor dem Wind,
der widrig gegen sie blÀst?
Es ist leicht und schön, wenn der Wind blÀst:
wir breiten uns aus, heben die HĂ€nde,
dorthin, wo frĂŒher der Himmel war.
Wir fliegen, wie auf einer Wolke, nach oben?
Aber es kommt keine Stimme, die uns sagt,
Du bist auf dem rechten Weg, mein Sohn,
ich hole dich zurĂŒck in das Land deiner Sehnsucht,
mache dich zu einem Abbild des Bildes der ewigen Freude,
die uns vorschwebt als Ideal seit immer.
Da die Stimme von oben nicht spricht,
sollten wir sprechen, nicht laut und deutlich,
sondern leise und vielleicht in unserer Wortwahl unbeholfen,
aber sprechen sollten wir,
wenn zu Beginn auch stammelnd,
weil wir es so schnell nicht begreifen,
daß wir große Möglichkeiten haben,
daß wir - ein jeder von uns -
ein Universum in uns tragen.
Wir sollten Worte, SĂ€tze und Geschichten zurĂŒckholen und ihnen Sinn geben,
die uns - warum auch immer - verlorengegangen sind,
Worte wie Liebe, VerstÀndnis, Toleranz,
SĂ€tze wie : „Komm, wir versuchen es gemeinsam“ und
„ich habe mich geirrt“.
Geschichten, die wir uns „gegenseitig“ erzĂ€hlen sollten:
Geschichten, die wir erlebt haben in frĂŒherer Zeit,
Geschichten, die wir gemeinsam ausgefĂŒllt haben,
und Geschichten, die wir nicht erfinden, sondern leben sollten,
so lange wir noch die Chance dazu haben.
Laß uns nicht hadern mit dem Schicksal,
Laß uns nicht TrĂŒbsal blasen,
Laß uns nicht in Resignation versinken.
Wir wollen stattdessen
Dankbar sein, fĂŒr alles schöne, was wir haben,
und daß ist nicht wenig:
-wir haben „einander“ - in guten und in schlechten Zeiten,
-wir haben ein LĂ€cheln in einem Kindergesicht,
-wir haben eine Umarmung, die uns schĂŒtzt
gegen die KĂ€lte der Welt,
wir haben die Gewißheit, daß wir nicht verloren sind,
wenn wir uns die Hoffnung bewahren,
die Hoffnung, daß uns niemand das nehmen kann,
was allein wichtig ist:
wir gehen unseren Weg gemeinsam
und lassen uns nicht in die Irre fĂŒhren,
- denn wir lieben uns.

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