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Leselupe.de > Anonymus
Zwölf Punkte zur Absenkung der literarischen Qualität
Eingestellt am 05. 10. 2006 09:15


Autor
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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

1. Zentraler Punkt deines Denkens muss sein: die Welt dreht sich um dich. Um deine Probleme, dein Sein, dein Wollen und deine Bestimmung. Erst mit deiner Existenz und deinem Wirken ist sie gerechtfertigt.
2. Deine Weltsicht ist radikal, total, einmalig. Einfach unwiederholbar.
3. Deine Sensibilität ist für alle Zeiten unübertroffen.
4. Wer deine intellektuellen Fähigkeiten nicht auf Anhieb erkennt, ist kein akzeptabler Gesprächspartner.
5. Deine Persönlichkeit wird immer in Entwicklung begriffen sein – im Gegensatz zu anderen –, aber die minderen Stufen jener hast du lange hinter und unter dir gelassen. Darüber muss nicht mehr diskutiert werden. Das ist ein fact. Eine unbestreitbare Tatsache.
6. Du bist den anderen in deiner Entwicklung Lichtjahre voraus. Sie werden nie so weit kommen.
7. Ihre Bestimmung ist das Wurmsein im Staub der Kleingeistigkeit.
8. Du bist erwählt, ihnen mit deinen Werken ihre Denkfehler aufzuzeigen, ihre Trugschlüsse, ihre Verwirrung, geistige Trägheit und Unsensibilität.
9. Sei aber nicht zu zurückhaltend. Sie brauchen deine Anstöße. Sie warten darauf wie Ertrinkende auf den Rettungsring, auch wenn sie lieber ersaufen würden als das zuzugeben.
10. Ignoriere Kritik. Vergiss nicht: überwiegend entsteht sie aus Neid, Missgunst oder dümmlicher Verkennung deiner Fähigkeiten.
11. Sei großzügig und grundsätzlich mit deiner Kritik an anderen. Schone nichts und niemanden, außer denen, die dir nützen könnten.
12. Spätere Zeiten und Generationen werden deine Werke und deine direkte, brutale Form der Kritik vorbehaltlos anerkennen. Sie werden dich feiern. Wer dies heute nicht klar sieht, ist mit Blindheit geschlagen.

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

wenn du mir jetzt noch sagst, dass du u.a. dich selbst
meinst, dann ist das wirklich ganz ganz groß.
ich habe aber das gefühl, dass du lediglich kabarettistisch
auf andere zielst. soweit so gut.

bon.

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Stimmt alles, was du diesmal sagst, Bon: Wir sind alle nicht frei von solchen Denkweisen. Und: Lit. isses nich, es ist ein Schnellschuss auf bestimmte Diskussionen hin; wenn du diesem gar kabarettistisches Format zuerkennst, bin ich richtig stolz!

lG

A.

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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

ich mag`s, wenn man sich nicht zu ernst nimmt.
nur keine debatte über literarische qualität ....!

bon.

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dubidu
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Nov 2002

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Profil
Lieber Anonymus,

unter deinem Deckmantel steckt einiges an berechtigter Kritik, der Stil ist allerdings zu spröde - zu wenig literarisch. Außerdem wirkt der Schreiber enttäuscht, fast schon verbittert. Das ist keine gute Grundlage für einen besonderen Beitrag. Mehr Witz und Ironie hätten dem Thema besser zu Gesicht gestanden. Mir hätte es auch besser gefallen, wenn du diesen Text unter deinem wahren Decknamen veröffentlicht hättest, z.B. im Forum oder in der Plauderecke. Dann hätte man über dieses Thema diskutieren können, denn er ist diskussionsfähig- und würdig.
Einige von dir als kritisch empfundene Punkte erscheinen mir auch durchaus positiv besetzt, zum Beispiel Elemente von §§ 1 und 8.

Gruß
gez. das dubidu

__________________
Die Tollkühnheit des Schreibers und sein spontanes Bedürfnis nach Wahrheit müssen allemal größer sein als dessen Furcht vor den Konsequenzen seiner Aussagen.
RAFAEL SELIGMANN

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Anonymous
Unbekannter Verfasser
Registriert: irgendwann

Hallo Dubidu,

danke für den Kommentar. Wenn der Text zu spröde daherkommt, liegt es an mir. Ich schreibe in der Regel mehr so rezeptähnliche Dinge...
Literatur sollte es nicht sein, Bon wies, glaube ich, schon darauf hin.
Bei einem Autor eine "Verbitterung" zu bemerken, steht natürlich jedem frei. Ich werde nicht das Gegenteil behaupten, das halte ich für müßig. Allerdings denke ich, dass ich einerseits das falsche Alter habe für solchart anstrengende Lebenshaltungen, andererseits: kann man sich einen Schreiber vorstellen, der sich, voll von Verbitterung, derart selbst auf die Schippe nimmt? Ich weiß nicht...

Diskutieren kann man über das Thema auch in diesem Forum. Die "richtigen" Falsch- bzw. Decknamen, wären sie angeführt, änderten nichts daran. Es ist also egal, wo so ein Beitrag erscheint. Ich fürchte nur, der Kreis der Diskussionswilligen könnte sehr klein geraten..?

Die von dir als positiv empfundenen §§ 1 und 8 dürften nicht die einzigen sein. Literatur ist eine sehr ambivalente Sache, sie setzt wahrscheinlich tatsächlich eine sehr subjektive, ich-bezogene, egoistische Weltsicht voraus bzw. kann ohne solche Grundhaltungen nicht entstehen.

A.

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