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Leselupe.de > Gereimtes
abendhelle Schattenbrise
Eingestellt am 18. 05. 2006 09:13


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Nina K
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Schenke mir die Schattenbrise,
hĂŒlle mich in Sehnsucht ein,
fahre schĂŒchtern durch die Falten,
lass den Rostton Glanz behalten,
fĂŒhle mich und ebendiese
sanfte Glut im Mondenschein.

TrĂ€nke meine TrostgelĂŒste,
schmeichel meinem Trauerkleid,
siehe Kraft in Farben fließen,
lass das Licht sich schwarz ergießen,
Silber glĂ€nzend zeigt die KĂŒste
heute die Vergangenheit.

Webe mir in weichen Wellen
wÀrmend die Erinnerung,
stĂŒrze mutig in die Zeiten,
hole Luft und lass Dich gleiten,
drÀngen doch die abendhellen
Stunden Dich bald von mir fort.


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Udogi-Sela

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Morgendunkle Udo-Brise:

Als Ganzes betrachtet: Ein Gedicht voller Melancholie.
Ein melancholisches Abschiedsgedicht.

Aber diese Melancholie ist seitens der Autorin erwĂŒnscht, ja geradezu gefordert. Sie will sich baden in einer traurig angehauchten Abschiedsstimmung („TrostgelĂŒste“, „Trauerkleid“), dass ein Mensch sie bald verlĂ€sst, der zwar im Moment noch da ist, aber „bald von den abendhellen Stunden fortgedrĂ€ngt“ wird und (Er? Sie?) schon (www.) „in weichen Wellen wĂ€rmend Erinnerung webt“.

Und ich wusste, und weiß es eigentlich noch immer nicht so recht, ob mit den ersten Zeilen jener „fortgedrĂ€ngte“ Mensch angesprochen wird, oder ob die Autorin, bzw. die Protagonistin, sich selbst anspricht:
„Schenke (DU) mir die Schattenbrise“ oder
„(Ich) Schenke mir die Schattenbrise“;
anwendbar auf die ersten vier Zeilen jeder Strophe.

Und, ein Schalk, wer Böses dabei denkt: Bei den Zeilen: „lass den Rostton Glanz behalten, fĂŒhle mich und ebendiese sanfte Glut...“, dachte ich, es könnte sich um eine schon nicht mehr ganz so junge Dame handeln, die schon einen gewissen Rostton (nicht nur) im GefĂŒhl hat. Aber das meine ich nur augenzwinkernd.
Jedenfalls ist: „...fĂŒhle mich und ebendiese...“ fĂŒr mich nicht ganz verstĂ€ndlich.

Ich ergÀnze: Alles in allem: Ein egoistisch-melancholisches Abschiedsgedicht.

Herzlichst
Udo

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

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Nina K
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GrĂŒĂŸ Dich Udo,

mir gefÀllt Deine Auseinandersetzung mit dem Werk. Und wahrlich, Du brauchst nicht zu zögern, die gealterte Weiblichkeit in dem "Rostton" zu erraten - um genau diese geht es doch. ;-) Letztendlich ist es vielleicht die Jugend des Angesprochenen (denn angesprochen werden soll er mit den StrophenanfÀngen), die ihn fortgedrÀngt werden lÀsst?! Dass man das nur hineinahnen kann, da nicht benamst, gebe ich freilich zu.

Das "ebendiese" ist schwer zu erklĂ€ren, erscheint mir aber stimmig: Es ist diese ganz bestimmte sanfte Glut, die der Mond nicht oft zu bieten hat. Mondlicht hat viele Gesichter, von fahl ĂŒber kalt bis hin auch zu dem Glut-Aspekt. Vielleicht bringt Dir dieser Gedanke die Formulierung ein wenig nĂ€her? Nunja, falls nicht, nicht schlimm, lĂ€chel.

Der Ausdruck "egoistisch" störte mich beim ersten Lesen und ich musste kurz schlucken, um Dir recht geben zu können und einmal durchatmen, um nun zu wissen, das es genau das wohl ist.

Merci und lieben Gruß
Nina

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