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Leselupe.de > Ungereimtes
abgeerntet
Eingestellt am 03. 06. 2009 13:17


Autor
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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 1029
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abgeerntet


├Ąhren schwanken hitzeschwer,
lassen sich in sichelnde h├Ąnde fallen.
endlich l├Ąuten die glocken zum gebet,
doch niemand ist bereit den hut zu ziehen,
bevor nicht das letzte fuhrwerk einf├Ąhrt.

ersch├Âpfung torkelt in den schatten,
erste kr├╝ge klirren unter kastanien.
wei├čer schaum malt schnauzb├Ąrte,
aus mundwinkeln tropft gerstensaft
auf verschwitzte hemden, blusen.

ein windsto├č f├Ąhrt durch bl├Ątter,
l├Ąsst staubfahnen wirbelnd tanzen,
doch das ferne grollen geht ins leere.
die k├╝he auf der weide warten
weiter auf eine feuchte labsal.

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

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Hallo!

Also da kann ich die Begeisterung nicht ganz teilen.
Der Titel "abgeerndet" ist erst einmal vielversprechend, aber dann kommt ein Gedicht, das mich an die Werbung f├╝r R├╝genwalder Teewurst erinnert - ein Stimmungsbild, das einen ca. 100 Jahre zur├╝ckversetzt. Das gibt mir lyrisch aber nichts her.
Den Schluss empfinde ich als schwach und er ist auch nicht richtig. K├╝he auf der Weide m├╝ssen nicht auf eine feuchte Labsal hoffen, denn sie haben regelm├Ą├čig eine Tr├Ąnke.

Liebe Gr├╝├če
Manfred

__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

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Ui, perry, sch├Âne Bilder! Nur gut dass ich seit 5 Jahren den Fernseher nicht mehr angeschaltet habe! So funkt mir niemand dazwischen, wenn ich mich durch das Gedicht f├╝├čle.
Ich bin ein klein wenig zu jung um noch Erntegarben erlebt zu haben und Sichel schwingende H├Ąnde habe ich auch nicht mehr erlebt aber daf├╝r noch Pferde vor den Heuwagen. Hoch aufget├╝rmt schwankte so ein Gef├Ąhrt nach getaner Arbeit durch Hoftor...dann hie├č es hinein in die scheune damit. Dazu gab es immerhin schon einen Greifer mit Flaschenzug. Drinne musste das heu noch verteilt werden und dann....
...gabs f├╝r uns Kinder gek├╝hlte Milch und f├╝r die Gro├čen das ersehnte Bier.
Diese Erinnerungen hast du mit deinen Zeilen hervorgelockt. Danke daf├╝r!
Es ist sicher ein gelungener R├╝ckblick in eine andere Zeit.

F├╝r die K├╝he ist im Sommer trotz Tr├Ąnke ein sch├Âner Landregen was feines, vertreibt er doch f├╝r einige Zeit die l├Ąstigen Fliegen und das Gras ist danach auch viel gr├╝ner!

Liebe Gr├╝├če von Maren

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

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Hallo!

Also mein Nichtm├Âgen des Gedichtes hat ganz bestimmt nichts mit einem durch Werbung verdorbenen Blick auf die Vergangenheit zu tun. Das Thema eines Gedichtes ist mir im Prinzip vollkommen egal.
Es geht mir lediglich um die lyrische Qualit├Ąt eines Textes und m.E. ist dieses Gedicht gemessen an Perrys F├Ąhigkeiten schlecht.
Das pl├Ątschert in fast wehm├╝tigen Erinnerungen dahin und endet in einem schwachen Schluss.
Da w├Ąre mehr drin gewesen!

Liebe Gr├╝├če
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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MarenS
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Feb 2005

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Schade, Manfred, dass du mit perrys Gedicht nichts anfangen kannst. Die ersten beiden Strophen sind meines Erachtens wirklich gut, die letzte f├Ąllt etwas ab, das stimmt, aber versaut ist auch die nicht. Unter Umst├Ąnden k├Ânnte man der letzten Strophe noch etwas mehr Gehalt geben, ansonsten, wie geschrieben, klasse f├╝r mich.

Gr├╝├če von Maren

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

ich geb dem @franken recht - hier kommt in die teewurst, was nicht unbedingt hineingeh├Ârt: die sichel war im zeitalter der pferdefuhrwerke bei der getreideernte l├Ąngst aus der mode und die kuh bleibt nicht ├╝ber nacht auf der weide, sondern wackelt abends heim in den stall, um gemolken zu werden; sie wird erst am n├Ąchsten morgen (nach dem fr├╝hmelken) wieder ausgetrieben.

nichts gegen dichterische freiheiten, lieber @perry. aber gerade das posthume besingen von ankerb├Âcken* setzt kenntnisse von ackerbau und viehzucht voraus - sonst wird's, wie hier, nicht recht feierlich, sondern am├╝sant.

tipp: aus den sicheln sensen machen, aus den k├╝hen rinder und aus dem getreide heu, denn eigentlich ist freilandhaltung mitten in der kornkammer eher verp├Ânt - rindviecher stehen seit alters im gr├╝nland.

liebe gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

*doppeltes, ungooglebares wortspiel, kenntnisse ├╝ber den emmentaler voraussetzend.

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bluefin
Guest
Registriert: Not Yet

wo du in meiner kritik selbstbeweihr├Ąucherung ausgemacht haben magst, lieber @perry, ist nicht nur mir v├Âllig schleierhaft.

niemand nimmt dir deine pers├Ânlichen, dichterischen freiheiten. ebenso nimmt der kritiker aber f├╝r sich in anspruch, auf objektive fehler aufmerksam machen zu d├╝rfen, ohne dass er pers├Ânlich herabgew├╝rdigt wird.

einen "anke(r)bock" nennt man berndeutsch ein butterbrot, und albrecht anker (1831-1910) war der berner genremaler. mit den druidensicheln und den im freien kornfeld ├╝bernachtenden milchk├╝hen hast du leider kein historisches bild geschaffen wie weiland der ber├╝hmte maler, sondern einen bock geschossen: einen "ankerbock" (Hier klicken)!

am├╝sierte gr├╝├če aus m├╝nchen

bluefin

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