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Leselupe.de > Ungereimtes
absolut unlyrischer morgen
Eingestellt am 29. 11. 2010 11:00


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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im lichtkegel der schreibtischlampe
schwebt gedankenstaub zwischen wahn und wissen
lebensartig sortiert erfahrung langweile am sp├Ątmorgenfenster
mit mutproben ohne folgen dr├Âhnt die erste maschine nach Warschau
├╝ber die d├Ącher unter schneespeicherwolken warten noch nicht entlaubte blutbuchen
der humpelnde spitz geht mit der humpelnden nachbarhauswitwe gassi
heinz hartmann kratzt eis von der windschutzschreibe seines Esjuwies
auf lohmeiers balkon brennen ganztags vorweihnachtslichterketten
graue m├╝lltonnen quellen immer montags ├╝ber

und das reicht doch wohl nie
f├╝r angewandte poesie



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Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

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HAllo Karl,

"im lichtkegel der schreibtischlampe
schwebt gedankenstaub zwischen wahn und wissen"

es gibt so Gedichte, da bleibe ich lange sinnierend an einem Wort h├Ąngen.
Hier war es " Wahn":

Wahn kommt als Subst.aus dem altger. Wort "waeno"
und bedeutet soviel wie "Hoffnung , Erwartung"
hier im nhdt im Zusammenhang mit "w├Ąhnen"
als adjkt. " wana" leer, unverst├Ąndig



oft eingesetzt im Zusammenhang mit "Wana sinan"
Wobei sinan " Sinn" in etwa " Weg, Spur" bedeutet

Vor der Christianisierung Mitteleuropas hatten die Menschen
Respekt vor dem " Wahnsinnigen".
Dachte man doch, das die von diesem Wesenzug betroffenen Menschen um besondere Wege, gef├Ąhrliche m├Âglicherweise, zu Erkenntnissen w├╝ssten, die den "Normalen" verwehrt blieb.

So hat der " Wahn" seinen Sinn und vielleicht m├╝├čte man ab und zu auf diesen verschlungenen Pfaden wandeln?!

Ach, ich wei├č nicht was dies Alles mit deinem St├╝ck zu schaffen hat, aber manchmal ├╝berholen einen die Gedanken...

Lg
Ralf

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

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Lieber Ralf,
danke f├╝r deinen Gedankenausflug. Habe dabei wieder eine Menge gelernt. So erweitert sich f├╝r mich der Begriff Wahn erheblich und ganz in meinem Sinne, denn Wahn als irres, verr├╝cktes Wahrnehmen war mir immer zu einseitig negativ.
Gru├č
Karl
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