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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
alter mann
Eingestellt am 08. 05. 2008 01:17


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sai
Wird mal Schriftsteller
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alter mann


deine worte sind bewandert
wie der thron himalayas
doch auch die knochen wanderten
bis ins tiefste tal
bis in den rollend' thron
f├╝ge dich dem schicksal

und denk nicht dran zu fliegen
selbst gehen kannst du nicht
bleib auf dem boden, alter mann
wo man schatten besser werfen
als fliegen lernen kann

schreibe nicht mit stiften
schreib' auch nicht mit blut
schreib' mit der vergangenheit
der worte quell' und brut

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sai
Wird mal Schriftsteller
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ihr seid geil!

(nicht falsch verstehen, ich mag diese seite wegen ihrer ..ich sag mal... kanterkritik. ich muss sehr h├Ąufig lachen und lachen soll ja gut sein.)

deine kritik ist die feinste ihrer art, um sie komplett wegzulassen, rene. was bringt sie mir als autor? wem willst du damit etwas sagen? und vor allem: was willst du mir damit sagen? - soll ich aufh├Âren zu schreiben, weil ich es als lyriker nicht bringe? ich denke da an den geschmack der dinge und bevor du dir jetzt ein urteil bildest, lese!(du wei├čt, was ich meine)

schlag doch mal vor wie es feiner wird.
bin gespannt.

experimentell ist es sehr wohl, weil ich eben in so einem stil niemals zuvor geschrieben habe. und es ist, auch wenn es holpert, etwas, was zumindest mir neu war.

lg, sai (mit einem grinsen im gesicht)

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R. Herder
???
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Es verh├Ąlt sich so: ich sehe dich, um es kantisch zu verkitschen, als m├╝ndigen, selbstdenkenden - schei├č halt auf die Neurowissenschaften - Menschen.

Wenn ich nun dir, dem quasi-Autoren, einen spontanen Leseeindruck oder eine freie Textassoziation mit deutlich negativer Konnotation hinterlasse, bilde ich mir ein, du w├╝rdest dir, wenn auch nur grob oder horizontisch entfernt, wohlgleich jedoch unbewusst wohlwissend ahnend, vorstellen k├Ânnen, woran das liegen mag.

Nun entsprach meine Kritik folgendem Begriff: Gedankenstottern. Wenig honigumrandet, das sehe ich ein, ist dieser Begriff kein bereitwillig zum Kuss gespitzter Botoxmund f├╝rs Ego-Ich-Ich-Ich.

Jedoch - diese unfreundliche Buchstabenfolge eines Fremden vorgemerkt, eventuell gar insgeheim als ├ťberschrift gesetzt - lie├če sich von schriftstellender Seite dieser alte mann noch einmal selbstkritisch ├╝berlesen.

Was veranlasst einen Leser zu solch unfreundlichem Geschreibsel? Ist er bl├Âd oder komplexbeladen? Oder hatte er das Gef├╝hl, ich wollte ihn mit meinem wirren, v├Âllig poesiebefreiten Antideutsch verschei├čern?

Konkreter gesprochen, sind bereits die Einstiegsverse, = die ersten zwei, absolut unter aller Sau. Bewanderte Worte? Ja, derma├čen bewandert, die sind so bewandert wie der Thron des Himalaya! Wieviel Bier muss man f├╝r Schenkelklopfer dieser Klasse getrunken haben?

sai, an diesem Text kann man absolut nichts verbessern. Der ist von Anfang bis Ende unreparierbar.

Ich erledige nicht deine Hausaufgaben, bevor du ihnen nicht wenigstens einen Blick gewidmet hast.


Gr├╝├če,
Ren├ę.

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sai
Wird mal Schriftsteller
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autsch - ich verstehe....

fein interpretiert; nur leider v├Âllig in die falsche richtung.
in der - wie du sie nennst - "buchstabenfolge" geht es nicht einmal "unfreundlich" zu. und selbst wenn es so w├Ąre, halte ich das schreiben ├╝ber unfreundliches f├╝r unvorwurfsvoll.

"deine worte sind bewandert" steht als metapher. (bewandert = klug, intelligent, erfahren, etc.) umgedeutscht k├Ânnte ich auch schreiben: du bist ein erfahrener mann, bist schlau und kannst dich gut artikulieren. (oder so) h├Ârt sich nur nicht experimentell an, wenn du verstehst.

"wie der thron himalayas" den kann man auch bewandern, man kann dar├╝ber denken wie man m├Âchte. allerdings liegt hier ein stilmittel vor, dass sich Zeugma nennt. Wer's nicht kennt, sollte es nicht verp├Âhnen, sondern hinterfragen.



jaaa... zwei thr├Âne... wenn du hier jetzt noch richtig dechiffrierst, kommst du bestimmt auch darauf, warum das wort in dem zusammenhang hier von mir gew├Ąhlt wurde. Wenn du hinter die worte blicken k├Ânntest, w├╝rdest du es auch nicht als platt identifizieren.

"denk nicht dran zu fliegen" kann man auch einfach so lesen wie es da steht oder hinterfragen: wieso fliegen, was meint denn der autor damit? und sich gedanken machen. h├Ąttest du das getan, w├╝rdest du das gedicht auch nicht als "unfreundlich" abstempeln. (und den autoren ebenfalls nicht, hier ist n├Ąmlich keine spur von unfrendlichkeit.)
nachtrag dazu: fliegen k├Ânnen Sagen nach zB Engel, Verstorbene im Himmel. (ist es nicht sch├Ân *sch├Ąmisch grinsend*)das hei├čt nicht: hey alter mann, du kannst gar nichts, sondern: hey alter mann, denk nicht daran zu sterben!

schon mal einen engel, bzw geist einen schatten werfen sehen? nee? ich auch nicht.

und wenn du den letzten Vers auch nicht verstehen solltest, dann frage nach, aber ich denke er sollte soweit klar sein. Wenn nicht antworte ich gerne auf fragen und auch zu ├╝bereilter kritik. Ich sag dazu immer gerne: oberfl├Ąchlich lesen und kritisieren ist eine eigenschaft, die manchmal nicht gut ankommt. ich bin neu hier. aber ich bin hart gesonnen. wei├č mit kritik auch gut umzugehen. (wobei es sich hier wirklich lediglich um ein experiment handelt!)
was f├╝r mich soviel bedeutet wie, mal gucken wie es die leser aufnehmen, wenn ich so, auf diese weise ein gedicht schreibe.

Ich hatte eigentlich mit nichts anderem als oberfl├Ąchenkommentaren gerechnet, weil vielen der geist fehlt, sich hineinzulesen. (oder die zeit? man wei├č es nicht)
ich will mich gar nicht herumkrampfen, ich tue das hier gerade nur, um dir zu zeigen, dass da vlt. doch mehr drin steckt , als du zuerst dachtest. will dich auch gar nicht dazu ├╝berreden, das gedicht gut zu finden. wer einmal seine meinung hat, der hat sie auch. ist auch gut so.

nimm den kommentar bitte nicht pers├Ânlich, ich bin nur halt ein mensch mit sehr sarkastischem charakter. da kommt es (und kam es auch schon vorher) ab und zu gerne mal zu missverst├Ąndnissen.
bin mal auf deine stellungnahme gespannt.

lg, sai

(ps: ich habe dieses gedicht auf anderen lyrikseiten auch ver├Âffentlicht, auf einer seite zweifeln und diskutieren die leser ├╝ber den inhalt einiger zeilen, aber finden die technik gelungen. auf der anderen zweifeln sie eher, wie du, am werk an sich, weil sie es nicht zuordnen k├Ânnen. Ich pers├Ânlich finde, es ist bis jetzt ein sehr gelungenes Experiment [nicht das werk, sondern das nachher besprochene macht es (f├╝r mich) gelungen]) man lernt ja nie aus....

Tante Edith: 4 halbe Liter und 25-30 Lyrikb├╝cher sowie 4-5 Vorlesungen sind da wohl Minumum, sch├Ątze ich - der keinen Alkohol trinkt... ;-)

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R. Herder
???
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Mein Gott. Mit unfreundlich meinte ich meine Kritik "Gedankenstottern". Soviel zum Thema genau lesen.

Danke sehr.

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sai
Wird mal Schriftsteller
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entschuldige, niemand ist perfekt, ich habe das falsch verstanden. aber was sagst du denn zum rest?

und warum, das interessiert mich am meisten, findest du die ersten zwei einstiegsverse "unter aller sau"?

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