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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
armes kleines Mädchen
Eingestellt am 08. 01. 2004 10:30


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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
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Sie hielt mir ihre schmutzige kleine Hand hin und zeige mit dem Finger ihrer anderen Hand auf die Füße, die unbeschuht neben mir herliefen. Schnell holte ich einige Hustenbonbons aus der Tasche, die ich in Massen zu lutschen pflegte, um nicht husten zu müssen. Schnell schloss sie die Hand. Geld wollte sie, um sich Schuhe zu kaufen. Sie gestikulierte und gab nicht auf weiterhin meinem schnellen Schritt zu folgen.

Wir blieben stehen, um uns auf diesem Bazar die uns gezwungenermaßen supergünstigen Angebote anzusehn. Sie wartete ebenfalls und ich tippte auf ihre Schulter. Eine Handvoll Münzen verließen meine Hand und schnell nahm sie diese in ihre kleine schmutzigbraune Hand auf.
Neugierig versuchte sie diese Münzen zu zählen. Es war nicht ihre Währung. Soviel stand für sie fest und noch während sie zählte, verschwand die größte der Münzen in die Hand eines größeren Jungen, der sie im Vorbeigehen rasch an sich nahm.
Armes kleines Mädchen, ich denke an dich, wie du bald die dritte Frau eines reichen alten Mannes sein wirst und
nur noch verhüllt aus dem Haus gehen wirst. Wie du
eifersüchtig ertragen musst, dass dein dich Erwählter
seiner Erstfrau ein Paar neue Schuhe schenkt, während du
von ihm schwanger dein erstes Kind in deinem Bauch spazieren trägst.

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IKT
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe anemone, ein Kinderschicksal heute, und seine traurige Zukunft in einer kleinen Geschichte sehr anschaulich aufgezeigt! Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die Zukunft doch etwas freundlicher ist. Berührt!
Liebe GrüßeIKT

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caruso
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo,

das Thema könnte auch einen anderen Schluss zulassen, in welchem Kinder vorgeschichkt werden um die neuerschlossene Geldquelle ihrer Eltern zu bereichern.

Leider ist dies so in südeuropäischen Ländern und auf dem afrikanischen Kontinent.

Aber die Geschichte hat was Einfaches und zugleich Offenes und Ehrliches.

LG caruso

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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hallo IKT, hallo Caruso

Möglich, dass sie es abliefern musste, so wie alle anderen
Kinder; man kann es nicht ändern.
In diesem Paradies für Männer kann es die größte Freiheit für ein Mädchen sein, bevor sie es abgibt, nachzuzählen,
wieviel sie abgibt.
Ich wünsche ihr, dass sie den Tee erhalten wird, den sie
demnächst bestellen wird und dass sie ihn bestellt und nicht
den Mut verliert.
Ich habe ihn nicht bekommen diesen Tee, den ich mir bestellte. Eine Frau hat keinen Tee zu bestellen!

Liebe Grüße

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caruso
Guest
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Liebe Anemone,

aber in Deiner Geschichte geht es doch um "Schuhe" nicht um "Tee"???
Was hat "tee" mit "Schuhen" zu tun?

LG caruso

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
Kommentare: 977
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hallo Caruso,

ob der Tritt in den Hintern schmerzhafter ausfällt,
ohne Schuhe? Sie soll es auf jeden Fall ausprobieren!

(besser sie als ich)

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