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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
ars matyriatis
Eingestellt am 08. 06. 2006 09:13


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plosiv
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Registriert: Jan 2005

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26.03.06
Ich habe meinen Geburtstag so gefeiert, wie ich ihn geplant hatte. Ich brauche nur S-

27.03.06
Der letzte Eintrag ist abgebrochen, weil ich ein Telefonat mit meiner Mutter gef├╝hrt habe. Es f├Ąllt mir schon schwer, meine Konzentration auf mich und meine Bed├╝rfnisse zu fokussieren, dennoch will ich versuchen meine Gedanken und Gef├╝hle auf den Punkt zu bringen. Ich erhoffe mir, dass die schriftliche Fixierung mir Klarheit und Ordnung verschafft.
Also, heute hat mich die Bewegungstherapie an einem Punkt ber├╝hrt, der sehr schmerzhaft war. Gestern sind alle Therapien wegen Krankheit der Therapeuten ausgefallen. Ich habe gro├če Ungeduld versp├╝rt, denn ich will, dass es voran kommt. Diese Ungeduld habe ich dann heute auch in der Gruppe thematisiert. Ich erwarte, dass mir geholfen wird. Dies ist ein sehr passiver Ansatz, denn ich kann mir nicht selber helfen, kann mich nicht um mich selbst k├╝mmern, weil ich meine Bed├╝rfnisse nicht kenne oder wahrnehme. Fr.B. forderte mich auf, mich um mich zu sorgen, indem ich mir meine Umgebung schaffe, in der ich meine Bed├╝rfnisse wahrnehme. Ich komme mir vor wie ein unbekanntes Land, voller Gefahren und voller Abenteuer. Also:
1. aktiv werden
Wir sollten danach uns mit einem Sportger├Ąt im Raum bewegen. Ich w├Ąhlte den Ball. Ich bin richtig in Spiellaune geraten, allerdings empfand ich st├Ârend, als Fr.B. uns aufforderte, uns einen partner zu suchen, da ich gerade begann, meinen K├Ârper zu erforschen. Ich f├╝hrte Bewegungen abwechselnd mit rechter und linker Hand und achtete sehr darauf, welchen Unterschied ich sp├╝rte. Als ich mir anschlie├čend den Ball mit S. zuwarf, hatte ich Spa├č. Meine Worte, die ich f├╝r diese ├ťbung w├Ąhlte, lauteten: Spielen, nicht siegen.
Ich f├╝hlte mich wie ein Kind und war gl├╝cklich. Ich f├╝hlte keine Konkurrenz.
Anschlie├čend stellten wir uns in einen Kreis und lehnten uns in ein Seil: Dort f├╝hlte ich mich gezogen, ich musste Bed├╝rfnisse ausgleichen, f├╝hlte mich nicht gehallten. Mein Bed├╝rfniss, gehalten zu werden, wurde nicht wahrgenommen, vielleicht, weil ich es nicht kommunizieren konnte:

Ich bin nicht wichtig

Ich bin sehr traurig und habe geweint, weil die Erkenntnis, dass ich mich nicht wichtig nehme, dass ich nicht wichtig bin, sehr wehtut. Weil meine Tr├Ąnen nicht wichtig sind, darf S. mich nicht tr├Âsten. Weil meine Liebe nicht wichtig ist, brauche ich nicht geliebt zu werden. Weil meine Bed├╝rfnisse nicht wichtig sind, werden sie nicht wahrgenommen. Weil ich nicht wichtig bin, nehmen andere mich nicht ernst. Bin ich vielleicht ├╝bergewichtig, weil ich nicht wichtig bin?
Mit diesem Gef├╝hl der Verzweiflung, mit diesem Schmerz, der so tief geht, so elementar ist, so nah ist, bin ich in die n├Ąchste Gruppentherapiestunde gegangen. Aufmerksam Sein, Aufmerksamkeit erhalten und das Bewusstsein, dass jedes Verhalten eine Entschiedung ist, dass meine Bed├╝rfnisse in Konkurrenz mit denen der Anderen stehen, ziehe ich aus dieser Stunde. So. Und jetzt mache ich erstmal Atem├╝bungen, damit mein K├Ârper mit mir sprechen kann. -


(von der Kunst, ein Opfer zu sein)

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