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Leselupe.de > Ungereimtes
atemnot
Eingestellt am 14. 04. 2008 14:26


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Karl Feldkamp
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aprilregenb├Ąnder
schn├╝ren mich
ein atme gegen
himmelgrau

sch├╝rfe mit
fingern├Ągeln
am unterarm
nach hellerem blut
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

Version vom 14. 04. 2008 14:26

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Hakan Tezkan
Guest
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Hallo Karl,

dein Gedicht beginnt mit einem interessanten Neologismus, der den Leser direkt in einen regnerischen Apriltag wirft.
Im Folgenden finde ich es interessant, dass der Akt des Einschn├╝rens mithilfe eines Enjambements beschrieben wird. Dies erm├Âglicht eine anregende Zweideutigkeit. So schn├╝ren die "Aprilregenb├Ąnder" das lyr.Ich nicht nur ein, also beengen das lyr.Ich in seinem Dasein(sowohl physisch, als auch psychisch), sondern schn├╝ren es dar├╝berhinaus wie einen Schuh. Dies dr├╝ckt zweierlei aus: Es steht f├╝r Ordnung und Sauberkeit, abe erneut auch f├╝r Enge und Zwang. Hieraus k├Ânnte man lesen, dass das lyr.Ich sich durch das Leben in der Gesellschaft(Beruf, Freunde, anderweitige Pflichten) eingeengt f├╝hlt, und scheinbar einer gewissen Ordnung unterworfen ist, welche es zu qu├Ąlen scheint.
In den letzten beiden Versen der Strophe wird quasi der Verusch beschrieben, aus dieser Gr├Ąue(welche durch die Ordnung gegeben ist) auszubrechen, es versucht gegen die ├ľdnis "anzuatmen".
Dass das lyr.Ich in der zweiten Strophe mit seinen Fingern├Ągeln am Unterarm kratzt, kommt einem verzweifelten Verusch gleich. Diese Verzweiflung spiegelt sich auch bereits im Titel "atemnot" wieder.

Da du die zweite Strophe noch vor mir entfernt hast, kann ich keinen Vorschlag zur Verbesserung des Gedichtes mehr machen(Hatte heute Mittag das Gedicht bereits gelesen, musste dann aber zum Training)...

W├╝nsche einen sch├Ânen Abend!

Liebe Gr├╝├če,
Hakan

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Karl Feldkamp
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Liebe Hakan,
sehr ├Ąhnliche Gedanken und Gef├╝hle haben mich beim Schreiben des Textes auch bewegt.Die ehemalige zweiten Strophe passt nicht, weil sie eigentlich die Erkl├Ąrung f├╝r dei beiden anderen Strophen war. Und Erkl├Ąrungen sind in der Lyrik unn├Âtig und in der Regel schlecht.
Danke f├╝r deinen ausf├╝hrlichen Kommentar. ich habe mich dar├╝ber gefreut.
Herzliche Gr├╝├če
Karl
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