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Leselupe.de > Ungereimtes
auf rebhuhnjagd
Eingestellt am 17. 01. 2009 19:38


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Perry
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Registriert: Aug 2004

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auf rebhuhnjagd


in der morgendämmerung
landeten wir in minsk,
mieteten uns ein allradauto,
schnitten spuren in den schnee.

die gewehre geschultert,
hunde an der langen leine,
pirschten wir durchs öde,
luden schnappend schrot.

wir lieĂźen die meute los,
legten die läufe an,
warteten auf das flĂĽgelburren
der aufsteigenden kette.

streuender kugelhagel
riss sie aus dem gleitflug.
von hechelnden mäulern apportiert
lag die strecke aufgereiht.

frĂĽh sank die novembersonne.
letzte blitze huschten ĂĽbers land.
im gegenlicht sah ich sie aufsteigen,
geisterhaft in eine bessere welt.



Version vom 17. 01. 2009 19:38
Version vom 17. 01. 2009 20:10

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mirami
Guest
Registriert: Not Yet

hallo perry,

als jagdgegner fände ich es ohne die letzte strophe ehrlicher. das lyrische-jäger-ich sollte dazu stehen was es da angerichtet hat. nach den aufgereihten tatsachen dürfte für mein empfinden nichts mehr kommen als ----- sprachlosigkeit---- punkt.

aber vielleicht ist sie ja erforderlich? die letzte strophe? immerhin bietet sie einen einblick wie sich der grünberockte schwachkopf sein erbärmliches tun schön redet. mir scheint, die sonne sank an seinem horizont schon sehr viel früher, wenn er die rebhühner tötet um sie in eine bessere welt zu schicken. insofern hast du den jäger schön vorgeführt. das hat was humoriges.

deiner rebhuhnjagd stelle ich mal ein ironisch gemeintes textlein von mir gegenüber. ich schrieb das mal irgendwann als ich einem tontaubenschießstand vorbeikam, sozusagen zur anregung für alle abertraurige gestalten, die ohne gewisse „turbulenzen“ und ohne ballerei nicht leben können. :-) es geht, wenn’s denn wenn’s ohne ballerei nicht geht, auch unblutig.

---

Turbulenzautomaten
tolle idee!

TONTAUBENSCHIESSEN

gerade jetzt
knallt es

kein schrei
kein blut
nichts

als scherben
aberwitzige

---





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