Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92264
Momentan online:
453 Gäste und 12 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
aufatmen
Eingestellt am 25. 03. 2002 15:18


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
Kommentare: 977
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Mein Kopf war hohl, er brachte nichts zustande und das ging jetzt schon ein paar Tage so.
Unkreativ, dabei war es doch mein Job kreativ zu sein, doch was ich auch tat, es kam nichts sinnvolles dabei heraus.

Meine Figuren, die ich anfertigte und in Ton brannte wĂ€ren nicht zu verkaufen. Die Köpfe waren zu dick oder zu dĂŒnn. Ich brach sie allesamt ab und warf sie mit Schwung auf den großen Tonklumpen. – Sicher werde ich die Grippe bekommen! – Das war meine ureigene ErklĂ€rung fĂŒr meinen momentanen Misserfolg. Doch insgeheim wusste ich genau: Daran lag es nicht. Es war etwas anderes.
Ich wusste nicht so recht weiter, wenn auch die Wahrheit langsam, sehr langsam ans Licht kam.

Ich gebe zu, es war kein schöner Zug von uns, aber die Wohnungen waren knapp, besonders die schönen Wohnungen in der Stadt und diese Wohnung, die wir bekamen hatten wir durch Schwindel erworben. Wir bekamen sie durch einen Sozialschein, denn dummerweise stand der uns nicht zu. Wir verdienten beide gutes Geld, JĂŒrgen in der Jugendarbeit und ich mit diesen Volkshochschulkursen und mit einem Trick waren wir dann an so einen Sozialschein gekommen, denn dieser Bauherr durfte die obere Wohnung nur als Sozialwohnung vermieten.

Wir waren gerade jung verheiratet und es sollte unsere erste gemeinsame Wohnung sein.

Dem Bauherrn war unsere Nase schon recht, - Besser als so ein wĂŒstes Volk im Haus – waren wohl seine Gedanken und er hielt meinen Mann fĂŒr einen Lehrer, was doch nicht so ganz stimmte, wenn auch seine Jugendarbeit an einer Schule stattfand, so war er noch lange kein Lehrer. Er erwĂ€hnte es so beilĂ€ufig und ich musste mit dieser LĂŒge leben. Immer wieder fragte mich die Frau des Hausherrn nach der Schule und seinem Job und ich war jedesmal froh, wenn ich ihr davonkam, ohne lĂ€nger auf das Thema eingehen zu mĂŒssen. Er wusste ja gar nicht, was er mir damit antat.


Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Frieda
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2002

Werke: 38
Kommentare: 182
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Oooch wie schade

Hallo anemone,

gerade hatte ich mich etwas "warmgelesen", da war die Geschichte schon wieder aus. FĂŒr mich stellt es sich so dar wie die Einleitung zu einer recht interessanten Geschichte. Oder tĂ€usche ich mich? Vielleicht habe ich es auch nicht richtig verstanden. Den letzten Satz mußte ich mehrmals lesen, und so richtig klug bin ich immer noch nicht daraus geworden. Wer weiß nicht, was er dir antut? Die Frau des Hausherrn? (dann paßt das "er" nicht) Oder dein Mann? Wahrscheinlich ist der Mann gemeint, aber im vorhergeheden Satz ist von der Frau die Rede, ich mußte erst ein paar SĂ€tze "zurĂŒckblĂ€ttern", bis ich drauf kam, wer gemeint sein könnte. Und jetzt noch eine unverschĂ€mte Frage: Gibt es noch eine Fortsetzung? (wĂŒrde sich lohnen)

Liebe GrĂŒĂŸe
von Frieda

Bearbeiten/Löschen    


anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
Kommentare: 977
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
ja Frieda,

das ist der Anfang einer Kurzgeschichte, das siehst du richtig, werde mich heute mittag mal mit der Fortsetzung beschÀftigen.

bis bald
anemone

Bearbeiten/Löschen    


anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
Kommentare: 977
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
2. und letzter Teil

Ich beeilte mich immer sehr, wenn ich durch das Treppenhaus musste, damit sie mir nur nicht wieder entgegenkam, meine Nachbarin. Ich konnte doch einfach nicht lĂŒgen, was fĂŒr JĂŒrgen kein Problem zu sein schien. Ich jedoch, wusste morgen schon nicht mehr, was ich gestern gesagt hatte und verstrickte mich stĂ€ndig in meinen eigenen Falschaussagen. Oh, wie ich diese Situation hasste. JĂŒrgen sah das nicht so eng: „HĂ€tten wir sonst so eine schöne Wohnung?“ fragte er mich, womit er sicher recht hatte, aber was nĂŒtzte es mir. „Dass du aber auch so einen Schwindel aufrecht erhalten willst!“ rief ich empört aus. Ich sah es ja ein, jetzt konnten wir nicht mehr zurĂŒck und ich nahm die Sache wichtiger als sie in Wirklichkeit war, doch ich konnte mich dabei nicht so recht wohlfĂŒhlen.

Oft besuchte mich Maike, die einzige Tochter unserer Hauswirte, meist hielt sie eins ihrer Meerschweinchen auf dem Arm und sah mir bei der Töpferarbeit zu. Schon bald hatte sie den Wunsch es auch einmal zu versuchen und sie war sehr geschickt im Formen neuer Modelle, so daß ich sie auch an die Töpferscheibe ließ. So kam es, dass sie mich hin und wieder begleitete, wenn ich meine KunststĂŒcke auf dem Trödel- oder Handwerkermarkt verkaufte. Dabei durfte auch sie ihre Tonfiguren anbieten und sich ein kleines Taschengeld nebenbei verdienen.

Ich hatte mir fĂŒr die Situation im Treppenhaus fest vorgenommen, meiner Nachbarin bei nĂ€chster Gelegenheit die Wahrheit zu gestehen, entgegen der Meinung von JĂŒrgen, der es mit einem Wink abtat, doch schon lange war mir Frau Turner nicht mehr im Hausflur begegnet und das sollte auch vorlĂ€ufig so bleiben denn sie schien sich nicht mehr sonderlich dafĂŒr zu interessieren. JĂŒrgen fiel es als erstes auf, dass ihr Interesse einem Kollegen ihres Mannes galt, der immer öfter und spĂ€ter fast tĂ€glich wĂ€hrend seiner Abwesenheit im Haus anwesend war. „Siehst du!“ sagte JĂŒrgen zu mir „und du regst dich ĂŒber ein paar bedeutungsloser LĂŒgen auf?“

Er mochte Recht haben, es war dumm von mir und deshalb hatte ich schon einige Tage nur MĂŒll produziert, weil mir gerade jetzt der Vorsatz, es ihr zu gestehen bevorstand, denn sie wollte Maike am Trödelstand abholen.

Sie kam auch in Begleitung des Kollegen ihres Mannes. „Oh, hallo Ferdi“ rief Maike aus, als sie die Beiden sah und ich vergaß sehr schnell, worĂŒber ich mir schon tagelang das Hirn zermartert hatte und als Maike dann noch hinzufĂŒgte: „Ferdi ist der neue Freund meiner Mutter!“ konnte ich endlich erleichtert aufatmen.


Bearbeiten/Löschen    


Frieda
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2002

Werke: 38
Kommentare: 182
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

puh, was fĂŒr ein unerwarteter Schluß. Du hast Dich wirklich geschickt aus der Affaire gezogen, bevor daß Thema zu langatmig wurde.

Viele liebe GrĂŒĂŸe
von Frieda

Bearbeiten/Löschen    


anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
Kommentare: 977
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
hallo Frieda,

es war den Versuch wert, mal etwas anders zu beginnen, als ĂŒblich, jedoch den Übergang dorthin zu finden ist eine etwas knifflige Angelegenheit.

liebe GrĂŒĂŸe
anemone

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂŒck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!