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Leselupe.de > Ungereimtes
augustwünsche
Eingestellt am 17. 08. 2006 18:42


Autor
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nisavi
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2006

Werke: 105
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I

die schimmernden
lettern des sommers
aus dem gewirr
der blattadern lesen
und eilig
hinter die lider kritzeln
bevor sie vergilben
auf grätenpergament

II

um eine einzige Schnuppe
bat ich
als ich in den nächtlichen Himmel schaute

dann würde alles gut werden

kalt glänzen die sterne

die zeit des wünschens ist vorüber

ein porzellanmond
entgleitet meinen händen


__________________
On a poet's lips I slept.
(P.B.Shelley)

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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 850
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Wunderbare Bilder

Liebe/r Nisavi,
dein Gedicht ist ein wunderbares Sommer-Nacht-Gedicht, das bei aller Romantik nicht sentimental daher kommt.
Mir gefällt es.
Gruß
Karl
__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Venus
Häufig gelesener Autor
Registriert: Oct 2003

Werke: 99
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Werte/r Kollegin/a,

gerne lasse ich mich erstaunen, was die LL birgt. So auch hier.

Bitte, gestatte mir wenige persönliche Anmerkungen.
Beinahe mutet es, „als schlugen hier zwei Herzen in einer…“. Die beiden Strophen scheinen wie von unterschiedlichen Autoren komponiert; noch frage ich mich, ob (und in wie fern) dies dem Zwecke der Empfindung dient.

Strophe 1 ist geradlinig und sauber. Hier berichtet der Mensch, der an Jahren und Einsicht gereift…

Strophe 2 weckt im Betrachter (mir) das Kind. Resultierend aus dem Einsatz des Wortes: schaute und dem (lass mich sagen:) unlyrischen: dann würde alles gut werden und die zeit des wünschens ist vorüber

Mit diesen beiden Aussagen brichst du aus der Lyrik und wechselst in die Prosa.

Warum?

Weil nur Kinder Wünsche an die Sterne richten?
Weil hier die Naivität der Hoffnungslosigkeit unterstrichen sein möchte?
Weil nur der Wunsch an sich bloß wenig oder kaum hoffnungsreich weiß?



...nämlich kommt dann der Schluss!
Die gereiften Jahre greifen wieder. Fein säuberlich verpackt, in ihre Zerbrechlichkeit!
…und es bricht doch.
Das kleine kümmerliche. Herz -



Wie angemerkt:
Ich bin noch nicht im Reinen mit meiner Erkenntnis und ob der daraus resultierenden Zufriedenheit. Ich bin jedoch ergriffen. Allemal!

Gerne lerne ich von dir und genieße derweil so oder so – deine feine Art zu schreiben.

Recht freundliche Grüße,
Gabriele


__________________
den wind im rücken, sterb ich mich ein
in den großpassat -
und lebe erst recht

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