Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92194
Momentan online:
286 Gäste und 7 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
aus lehm
Eingestellt am 01. 02. 2011 00:35


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
Kommentare: 2919
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ralf Langer eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

aus lehm

im anfang war kein wort
war nur gerÀusch

ein gedanke
gesellte sich dazu

dann kam der augenblick
der worte

sie waren lehm

und gingen ausgesprochen
schnell

__________________
RL

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
sie waren lehm

und gingen ausgesprochen
schnell


Diese Stelle finde ich am interessantesten.
Scheint ein Widerspruch zu sein: Lehm ist zÀh
und Worte, die Lehm waren, gingen ausgesprochen schnell.

Lehm ist etwas aus dem man etwas herstellen kann (auch bauen)
und zwar Ton - dieser ist dann nicht mehr zÀh,sondern
er klingt, wenn man ein TongefĂ€ĂŸ anschlĂ€gt.
Aus anfÀnglich ZÀhem (Lehm) wurde etwas Kulturelles (Ton)
Nach anfÀnglich schwerem sich entwickeln der Sprache,ging es dann ziemlich schnell mit dem Tönen

sie gingen ausgesprochen schnell

könnte man als ein schnelles sich VerÀndern der Sprache, durch immer mehr sich entwickelnde Worte, sehen.

LG Pelikan

Bearbeiten/Löschen    


Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Ralf,

mir schießt die Heilige Schrift durch den Kopf, an die du als lupinischer Erzphilosoph bestimmt auch gedacht hast:

quote:
Johannes 1,1
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
Das widerlegst du gewissermaßen anhand einer logischen Betrachtung: Am Anfang kann kein Wort gestanden haben; im Chaos gedeiht nur GerĂ€usch.

Erst der denkende Mensch formt sich Sprache, sei diese nun ein Gottesgeschenk oder nicht. - Worte sind nicht immer ersprießlich. Sie sind zĂ€hlebig, lehmig, Abfall, der hinuntergespĂŒlt werden muss ... (ebenso wie ein schlechtes Gedicht ).

Deines ist dies aber ganz gewiss nicht, wenn auch nicht wirklich experimentell.

Dir einen lieben Gruß
Heidrun




Bearbeiten/Löschen    


Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
Kommentare: 2919
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ralf Langer eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hallo heidrun,
ja johannes natĂŒrlich

und auch ein bischen der golem, eine figur aus lehm
in menschengestalt mit einem zettel im kopf.

ich fand dies stĂŒck sehr kryptisch und dachte im experimentellen
sei es besser aufgehoben.

da habe ich mich wohl geirrt, was mich eher erleichtert.

lg ralf

__________________
RL

Bearbeiten/Löschen    


Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Ich wusste es *lÀchel)

Der griechische Ausdruck ho lĂłgos hat ja in der griechischen Philosophie einen hohen Stellenwert und fließt m. E "nur" in die christliche Genesis ein, in der durch das in Weisheit gesprochene Wort die SchöpfungstĂ€tigkeit Jehovas verdeutlicht werden soll.

Und natĂŒrlich auch in den jĂŒdischen Golem, eines meiner Lieblingsgeschichten.

Dir einen lieben Gruß
Heidrun

Bearbeiten/Löschen    


1 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Experimentelle Lyrik Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!