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Leselupe.de > Ungereimtes
aus liebe zu romanen
Eingestellt am 01. 03. 2011 13:27


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Karl Feldkamp
Routinierter Autor
Registriert: Aug 2006

Werke: 850
Kommentare: 4772
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Eigentlich müsst‘ ichs leiernd reimen,
Dann würde der Verdacht kaum keimen,
Wie wenig Liebe es verträgt,
Wenn nirgends sich was Neues regt.
Um den Verdacht hier zu erhalten,
Lass ich doch eher Prosa walten…

meine alltags geliebte eva geht schon
seit jahren jeden abend getrost mit mir
und unseren zuverlässigen gewohnheiten
ins kirschkernkissen vorgewärmte bett
mit leidenschaft und lust gibt bettlektüre
ihr allerbestes bis augen tränend
wir uns schlaflos in die mitte wälzen
und zurück aus armen weit geöffnet
zu bettvorlegerabgründen garniert mit
schachteln beruhigender tabletten

längst gehobene schätze sind wir jeder für den anderen
morgen hat die erstbegegnung jahrestag
die floristin in amors blumenladen wird schon
die zahl roter langstielrosen wissen
die ich dieses jahr zu kaufen habe
stammkundenservice zwecks kundenbindung

im schlaf red ich nie versichert mir eva
könnte daher getrost träumen
von heimlichen geliebten wenigstens
für sonn- und feiertage sowie
abenteuer und ganz andere spezialitäten

doch dann schlaf ich längst bei gutem gewissen
mit einem liebesroman unterm kissen

Und eigentlich müsst‘ ichs leiernd reimen,
Dann würde der Verdacht kaum keimen…



__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

Werke: 177
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Hallo Karl,

diese Situation eines Paares, das schon lange zusammen ist, hast du treffend auf den Punkt gebracht. Vieles hat sich im Laufe der Zeit eingespielt, aber es ist oft gerade diese vermeintliche Sicherheit, die das Zusammenleben erlaubt.

Es schwingt viel leise Zärtlichkeit in deinem Gedicht mit, aber auch Träume, einmal etwas Unerlaubtes zu tun. Diese Heimlichkeiten hat jede Beziehung und nur so findet man immer wieder zusammen.

Wie du so treffend dein Gedicht eröffnest, man könnte es leiernd reimen, aber manchmal muss man einfach prosaisch sein.
Genau wie das Leben!

Sehr gerne gelesen!

Liebe Grüße
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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