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Leselupe.de > Ungereimtes
ausweg
Eingestellt am 28. 03. 2008 20:51


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neo
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2007

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rastlos kriechend durch
schÀumende meere
geplatzter seifenblasen
in schlafloser
alptrÀumerei

der letzte akt
eines rollenlosen
schauspielers
der letzte wink
in die leere menge


das gebet ist gesprochen
die tĂŒr fĂ€llt ins schloss

__________________
"It's better to burn out then to fade away"
Kurt Cobain

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Hakan Tezkan
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo neo,

auch mich spricht die dĂŒstere AtmosphĂ€re deines Gedichtes an.
So wird bereits in den den ersten beiden Zeilen ein lyr.Ich prĂ€sentiert, das, ohne zur Ruhe zu kommen, durch das GewĂ€sser zerbrochener TrĂ€ume watet. Nicht nur, dass das lyr.Ich nicht fĂ€hig ist, eine Rast einzulegen, zu sich und vor allem in sich zu kehren, nein, das stĂ€ndige Hin- und Hergetrieben-Werden erfolgt darĂŒberhinaus im trĂ€gen Akt des "Kriechen[s]".
Dass das lyr. Ich nicht schlafen kann, drĂŒckt auch die Ruhelosigkeit aus, die das lyr.Ich zu bestimmen scheint.
Die trotzdem zu erleidenden AlptrÀume zeugen von starken AngstzustÀnden, die bis hin zur Deppression reichen können.

In der zweiten Strophe wird durch eine Anapher ("der letzte/der letzte") die Trost-und Hoffnungslosigkeit verstĂ€rkt, die bereits zuvor mithilfe der "geplatzte[n] Seifenblasen" transportiert wurde. Auch dass der Schauspieler eigentlich keine Rolle hat, verstĂ€rkt im Leser das GefĂŒhl von Sinnlosigkeit und er fĂŒhlt sich leer und einsam in Anbetracht der "leere[n] Menge".

Unerwidert und unaufgefĂŒhrt fĂ€llt fĂŒr das lyr. Ich in der dritten Strophe die TĂŒr "ins Schloss". Dies lĂ€sst ein Ende vermuten, und da dieses Gedicht bis dahin sehr dĂŒster war, erscheint es plausibel, dass hier der Selbstmord als Ausweg angesprochen wird.

Fazit:
Ein gelungenes Gedicht, obschon ich an der ersten Strophe noch werkeln wĂŒrde. So gefĂ€llt mir die Reihenfolge und der Rhtythmus noch nicht.
Trotzalledem verdienst du dir hiermit gute 8 Punkte...


Liebe GrĂŒĂŸe,
Hakan

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