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Leselupe.de > Erotische Geschichten
bahnbegegnung
Eingestellt am 10. 06. 2007 07:54


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collecteur
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: May 2007

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xxx (name bei mir zu erfragen) beschreibt in seinem b├╝chlein (├╝brigens sehr empfehlenswert f├╝r radfahrer und sonstige abenteurer) eine situation w├Ąhrend einer reise mit der bahn, in der er sein reserviertes bett bereits besetzt vorfand und die darin befindliche dame ihn streitlustig auf ihre anspr├╝che hinwies.im ├╝brigen kommentiert er dem sinn nach, dass die dame mit 55-60 gesch├Ątzten jahren leider zu alt f├╝r ein abenteuer gewesen sei.
das konnte ich nicht unbeantwortet stehen lassen:


Elsa sprang in letzter Minute durch die ge├Âffnete Wagent├╝r. Dabei hatte sie sorgf├Ąltig eine T├╝r ausgew├Ąhlt, die ihr Mann, der auf dem gegen├╝berliegenden Gleis die Wagenstandsanzeige pr├╝fte, auch f├╝r den Fall, dass er sich nach ihr umdrehte, nicht sehen konnte. Ihr Herz schlug heftig, w├Ąhrend der Zug langsam aus dem Bahnhof rollte und sie die T├╝r zum Gang des Schlafwagens aufstie├č; das freute sie, es passte gut zu ihrer Stimmung und h├Ątte auch ohne die k├Ârperliche Anstrengung so sein k├Ânnen. Genau genommen schlug es seit Tagen so, seit sie sich zu diesem Streich entschlossen hatte. Sie suchte das Abteil mit den Platznummern, die auf ihrer Reservierung vermerkt waren, lie├č sich auf die gepolsterte Bank fallen und wartete bis ihr Atem sich beruhigt hatte. Sie sah auf dem Handy, dass die Abfahrt des anderen Zuges in einer Minute stattfinden w├╝rde und konnte sich genau ausmalen, wie verbl├╝fft und ├Ąrgerlich ihr Mann sie in diesem Moment suchte, w├Ąhrend ihm schon langsam die Wahrheit d├Ąmmerte. Diese Verwirrung wollte sie nutzen, um ihm ihren Streich zu beichten. Sie dr├╝ckte auf die Wahltaste mit seiner Handynummer und sofort fast ohne Verz├Âgerung h├Ârte sie seine zornige ungl├Ąubige stimme ÔÇ×Wo bist du?ÔÇť




ÔÇ×Tja,ÔÇť antwortete sie und unterdr├╝ckte nur halb ein Kichern. ÔÇ× Ich glaube, ich bin in den falschen Zug gestiegen.ÔÇť Das darf doch nicht wahr sein, wollte er kontern, aber sie lie├č ihn nicht aussprechen, brach nun in freundliches Lachen aus und sagte: ÔÇťDer letzte Urlaub war doch so sch├Ân, da hab ich mir ├╝berlegt, wir fangen diesen einfach genauso an.ÔÇť Sie sp├╝rte f├Ârmlich sein Schwanken sowohl durch die ruckende Anfahrt seines Zuges als auch stimmungsm├Ą├čig. Hoffentlich sind nicht mehr dieselben Schaffner im Dienst, dachte sie und rief in das Handy, den Daumen schon auf der OFF Taste: ÔÇ×Sag deinem Schaffner Bescheid, damit dein Zug in K├Âln auf mich wartet.ÔÇť

Sie lie├č das Handy in ihre Handtasche gleiten, lehnte den Kopf zur├╝ck und genoss die aufsteigende Welle der Erregung. Sie sp├╝rte feste warme H├Ąnde, h├Ârte die aufgeregten, gefl├╝sterten Worte.
Diese Erinnerung hatte sie sich durch ein regelrechtes Training wach gehalten, so dass sie ihr
jederzeit zur Verf├╝gung stand. Nicht zuletzt ihr Mann hatte davon profitiert, er hatte es allerdings auf das Wetter und die sch├Âne Landschaft an ihrem Urlaubsort zur├╝ckgef├╝hrt, dass sie so weich und erregbar war, und an manchen Tagen bei der kleinster Ber├╝hrung im Caf├ę, am Strand vor Lust aufst├Âhnte.

Sie wusste, dass ihre Begegnung vor einem Jahr etwas Einmaliges gewesen war. Einige Tr├Ąnen hatte sie sich gestattet, wenn sie alleine war und die Sehnsucht nach Tom schier unertr├Ąglich wurde. Aber die Freude ├╝ber das Gewesene, ├╝ber ihren Mut, das Abenteuer anzunehmen und der Stolz, den sie seitdem sp├╝rte, waren st├Ąrker als der Schmerz. Tom, so hatte sie ihn genannt, ohne mehr von ihn zu kennen als seine dunklen Augen, seinen jugendlichen K├Ârper, seine Leidenschaft, seine Zartheit. Sie wu├čte nichts von seinem Leben, der Name war ihr einfach eingefallen und erw├Ąrmte sie immer, wenn sie ihn leise vor sich hin sprach.

Wie vor einem Jahr richtete sie entschlossen und mit routinierten Handgriffen die beiden Betten in dem Liegewagenabteil her. Dann zog sie ihr Jackett aus, h├Ąngte es an den Haken neben dem Fenster, stellte ihre Handtasche, aus der die Platzkarten hervor sahen neben ihr Kopfkissen an die Wand. Sie verschloss das Abteil nicht, wer wei├č....
Sie streckte sich auf den engen Liege aus, verga├č die vorbeiziehenden H├Ąuser, ihren Mann, ihr Urlaubsziel und versank ├╝ber dem Tagtraum von Tom in einen leichten s├╝├čen Schlaf. Daraus weckte sie das Scharren, das beim ├ľffnen der Abteilt├╝r entsteht. J├Ąhe Freude fuhr durch ihren K├Ârper. ÔÇ×Tom!ÔÇť dachte sie und sah im selben Moment in das leicht verwirrte, rundliche Gesicht eines Mannes etwa in ihrem Alter. ÔÇ×Das hier ist meine Liege und das obere Bett ist f├╝r meinen Mann,ÔÇť entfuhr es ihr durch die Entt├Ąuschung wohl etwas streits├╝chtiger, als es angemessen war. Rasch wurde die T├╝r wieder von aussen geschlossen, und sie lie├č sich schlagartig ern├╝chtert auf ihre Liege zur├╝cksinken, nicht wissend , ob sie lachen oder weinen sollte. Nein, so etwas wie mit Tom passiert einem nur einmal im Leben und dass er selber hier wieder auftauchen w├╝rde ...

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